Schüleraustausch Dänemark: Wie Nele den Corona Lockdown und Weihnachten erlebt hat

Nele ist in Corona-Zeiten im Schüleraustausch in Dänemark und berichtet über ihre Erfahrungen – Weihnachten ist für sie ein schönes Erlebnis

Schüleraustausch mit Stipendium: Nele in Dänemark

Nele aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Dänemark. Sie lebt bei ihrer Gastfamilie im Norden Jütlands. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Europa kann man im Schüleraustausch Blog sehen.

Der Corona Lockdown im Schüleraustausch in Dänemark - Die Weihnachtsferien

Jetzt kommen die Weihnachtsferien und dann auch die Feiertage. Vor allem jetzt verbringe ich relativ viel Zeit mit der Familie, einmal durch die Feiertage, aber auch durch Corona. Seit der Woche vor Weihachten hat unser Lockdown begonnen, der bis Januar verlängert wurde, damit auch der Online-Unterricht. Am Anfang des Lockdowns wurden für die meisten Schüler die Schulen früher geschlossen und es gab um die zwei Tage Onlineunterricht, die jetzt aber in Weihnachtsferien übergegangen sind.

Die Auswirkungen des Corona Lockdown auf das Leben in Dänemark

Meine Region in Nordjütland war vor einigen Wochen schon einmal im Lockdown, jetzt ist der Großteil Dänemarks geschlossen. Überall steigen die Fallzahlen extrem, so dass diese Maßnahmen ergriffen werden. Die Regelungen sind relativ ähnlich zu den deutschen, nur mit ein paar kleinen Unterschieden. Aber wir machen das Beste daraus, auch wenn es um die Feiertage schwer ist, da einige Corona-Tests verlangen oder ganz die Familientreffen absagen. Aber im Großen und Ganzen sehen die Dänen immer das Positive und versuchen einfach das Beste aus der Situation zu machen. Auch wurde nach Weihnachten mit dem Impfen begonnen. Generell schränke ich meine Kontakte ein, da wir Weihnachten auch mit den Großeltern feiern wollten und es jetzt einfach sicherer ist. Auch mein Handballtraining ist abgesagt worden, so dass wir jetzt ein paar Trainingsaufgaben für den Lockdown haben - so habe ich zumindest etwas, womit ich mich beschäftigen kann.

Weihnachtszeit in Dänemark: Die Vorbereitungen in der Gastfamilie

Ich habe mich dieses Jahr total auf Weihnachten gefreut; meine Gastmutter und ich haben zusammen den Weihnachtsbaum geschmückt. Das war für mich schon ein Privileg, da das Schmücken von einem Weihnachtsbaum doch schon eine relativ familiäre oder private Tradition ist, wie ich finde. Aber ich durfte den Großteil übernehmen, was mich total gefreut hat. Ich habe auch in den letzten Wochen ein paar Pakete von meiner deutschen Familie bekommen, so dass ich ihre Geschenke hier für mich in Dänemark öffnen kann.

Das Weihnachtsfest im Schüleraustausch in Dänemark war für Nele ein schönes Erlebnis

Ich mochte das diesjährige Weihnachten, es war spannend, mal ein anderes zu erleben. An Heiligabend haben wir zusammen Mittag gegessen, einen Adventskalender im Fernsehen zu Ende geguckt, uns ausgeruht und uns fertig gemacht. Am frühen Abend haben wir uns mit der restlichen Familie meines Gastvaters getroffen. Wir haben groß gegessen, geredet und haben sehr viele Geschenke ausgepackt, bis spät abends.

Ich habe von der ganzen Familie Geschenke bekommen, was ich gar nicht erwartet habe und total süß fand. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir uns mittags mit den gleichen Leuten getroffen; das wird „Julefrokost“ genannt. Dort gab es Roggenbrot mit selbstgemachter Leberwurst, Fischfilets, Hering, Spargel, roter Beete und vielem mehr.

Wir haben Spiele gespielt und waren wieder bis spät abends zusammen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir uns einfach zu fünft ausgeruht, jeder hat etwas für sich gemacht und wir haben am Abend zusammen Burger gemacht.

Eure Nele