Schüleraustausch Irland: Corona hat das Leben für Ylva im Auslandsjahr kaum eingeschränkt

Ylva verbringt ihr Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Irland – Corona behindert kaum in der High School, Gastfamilie und bei Freunden

 Auf in die Welt: Ylva im Schüleraustausch in Irland

Auf in die Welt: Ylva im Schüleraustausch in Irland

Ylva aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Irland. Sie lebt bei ihrer Gastfamilie im County Galway im Westen von Irland. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Irland kann man im Schüleraustausch Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Irland mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Irland.

Schüleraustausch in Irland: Hohe Corona Infektionszahlen

Als ich wieder hier in Galway angekommen bin, stellte sich die Frage ob die Schulen aufgrund von Corona überhaupt wieder aufmachen würden. Die Zahlen lagen hier inzwischen über 23.000 Neuinfektionen pro Tag, was für Irland echt viel war. Normalerweise hatten wir in Irland zwischen zwei und viertausend Fälle. Glücklicherweise sind die Zahlen im Januar ein wenig zurückgegangen.

Ansonsten hat mich Corona hier nicht wirklich eingeschränkt. Natürlich müssen wir durchgängig in der Schule Masken tragen und sollen auch immer Abstand halten, was allerdings nicht so wirklich klappt.

Schüleraustausch in Irland: Corona Impfungen sind unverzichtbar

Auch muss ich egal wohin ich gehe immer nachweisen, dass ich doppelt geimpft bin. Ohne Impfung könnte ich hier nichts machen: nicht ins Kino gehen oder ein Restaurant besuchen. Leider wurden wegen Corona auch alle Veranstaltungen wie zum Beispiel die Halloweenparade abgesagt. Demnächst werden aber die Beschränkungen zum Glück ein wenig gelockert.

Schüleraustausch in Irland: Corona hat die Reisemöglichkeiten in Irland etwas eingeschränkt

Dazu hat meine Organisation uns nur eingeschränkt erlaubt alleine zu reisen oder Übernachtungsfeiern zu haben. Auch aufgrund von Corona. Ich kann zwar noch bei Freunden übernachten oder reisen, aber es braucht eine viel längere Vorbereitungszeit und ist komplizierter geworden. Vor Weihnachten habe ich bei einer Freundin geschlafen und wir sind am nächsten Tag auch zusammen ohne weitere Begleitung nach Dublin gefahren. Das war echt schön und wir hatten viel Spaß.

Wegen Corona war die Zeit vor Weihnachten in der High School anstrengend

Alle Lehrer hatten Angst, dass es einen Lockdown geben wird. So haben sie versucht, so viel Lehrstoff wie möglich zu bearbeiten. Ich hatte dann unnormal viele Hausaufgaben auf und wir haben einen Test nach dem anderen geschrieben. Das war echt nicht so schön.

Auch mussten wir so eine Unmenge an Stoff für die Arbeiten vor Weihnachten lernen, die dann auch noch alle in einer Woche waren. Ich muss sagen, dass die Lehrer echt Panik geschoben haben und uns sehr viel haben lernen lassen. Und dann kam nicht mal die Hälfte des Stoffes in den Arbeiten dran. Trotzdem waren sie schwer genug. Wir haben genau die gleichen Arbeiten wie die Iren geschrieben und sind auch genauso bewertet worden, obwohl wir ja durch die Sprache nicht die gleichen Voraussetzungen hatten. Das fand ich ein wenig ungerecht.

Schüleraustausch Irland: Die Prüfungen waren für die Austauschschüler kein Problem

Allerdings haben wir Austauschschüler uns umsonst Sorgen gemacht. Wie sich jetzt herausgestellt hat, haben wir gar nicht so schlecht abgeschnitten. Meine Schule hat nämlich eine Liste veröffentlicht in der alle Schüler stehen die im Durchschnitt 70% oder mehr in allen Arbeiten hatten. Ich und meine Freunde sind ohne groß zu lernen in diese Liste reingekommen. Ich habe sogar das beste Zeugnis aus dem ganzen Jahrgang geschafft, und das gefühlt auch ohne großes Lernen.

Die Schule hat dann alle Schüler auf der Liste eingeladen. Wir sind für einen Nachmittag in ein Hotel gefahren und haben ein sehr leckeres Essen bekommen. Für mich war es ein wenig überraschend, dass wir Austauschschüler im Vergleich mit den irischen Schülern so gut abgeschnitten haben.

Glücklicherweise kann ich die Schule in Irland locker nehmen, da ich zuhause aufgrund meiner Noten ein Jahr überspringen konnte. Inzwischen ist es zum Glück fast komplett sicher, dass wir weiterhin zu Schule gehen werden. Allerdings wird jetzt immer noch von Woche zu Woche neu entschieden.

Schüleraustausch Irland: Corona Tests und Corona Impfungen

Was mich an Irland stört ist dass ich hier das Gefühl habe, dass sich nicht so viele Leute testen lassen. Anscheinend kann man sich hier auch nicht so einfach testen, da es nicht so viele Testzentren gibt. Ich kann hier aber wahrscheinlich meinen Booster bekommen.

Ansonsten hätte ich Angst, dass ich bald nicht mehr so viel machen kann. Kino, Besichtigungen und Restaurantbesuche würden mir sehr fehlen.

Eure Ylva