Schüleraustausch Irland: Ylva über Ausflüge, ihre High School, Corona, das Leben in der Gastfamilie

Ylva verbringt ihr Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Irland – Reisen in Irland, die Schule, Corona, Heimweh und ihre Gastfamilie

Ylva im Schüleraustausch in Irland an den Cliffs of Moher

Ylva im Schüleraustausch in Irland an den Cliffs of Moher

Ylva aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Irland. Sie lebt bei ihrer Gastfamilie im County Galway im Westen von Irland. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Irland kann man im Schüleraustausch Irland Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Irland mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Irland.

Schüleraustausch in Irland: Seit meinem letzten Bericht hat sich bei mir viel getan

Meine Zimmernachbarin ist Ende Januar wieder nach Hause gegangen und ich bin jetzt wieder alleine in meiner Gastfamilie. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass es seitdem viel besser mit der Familie läuft. Inzwischen habe ich wirklich das Gefühl zur Familie dazu zu gehören. Das ist echt schön!Es ist nun viel einfacher nach Sachen zu fragen oder sich offen über Themen zu unterhalten. Es ist echt schade, dass ich jetzt nur noch einen Monat hier bin - gerade wo ich das Gefühl habe, dassich richtig angekommen bin und ich die Zeit genießen kann.

Schüleraustausch in Irland: Ausflüge in Irland in den Osterferien

In den Midterm-Ferien und den Osterferien habe ich auch mehr Ausflüge gemacht. So bin ich während der Midterm-Ferien nach Limerick und nach Connemara gefahren.

Das Wochenende in Dublin war schön

 Jetzt in den Osterferien bin ich mit einer Freundin für ein Wochenende ohne Erwachsene nach Dublin gefahren. Ich weiß, ich habe in meinem letzten Bericht gesagt, dass ich nicht über Nacht Ausflüge machen kann, da uns die Hostel unter 18 nicht nehmen würden. Aber ich habe ein Hostel gefunden, welches keine Altersbeschränkung auf ihrer Internetseite stehen hatte. Dann habe ich einfach eine E-Mail geschrieben und angefragt, ob sie uns auch unter 18 nehmen würden. Als Antwort haben sie mir gesagt, solange wir 16 sind ist das kein Problem. Es war echt sehr gut dass wir über Nacht bleiben konnten. So haben wir so extrem viel gesehen und mussten uns keine Sorgen um Busse oder ähnliches machen.

Auch für meinen letzten Monat habe ich noch weitere Ausflüge geplant. So besuchte ich am Samstag dieser Woche die Cliffs of Moher –und konnte hiervon noch Fotos mit dem Bericht schicken. Und in zwei Wochen besteige ich mit meinen Gasteltern den Berg Croagh Patrick.

Die Schule ist hier in Irland jetzt nach den Ferien ein wenig stressig

Es stehen die Arbeiten an und die Lehrer erwarten, dass wir unsere ganze Zeit mit Lernen und Hausaufgaben verbringen. Glücklicherweise bin ich, wie in meinem letzten Bericht schon gesagt, nicht mehr hier, wenn dieAbschlussarbeitengeschrieben werden.

Die High School in Irland bietet Ausflüge für die Schüler an

Das finde ich auch sehr gut. So muss ich meine letzten Wochen nicht mit Lernen verbringen und kann sie genießen. Auch mache ich mit der Schule noch einige Ausflüge, wie nach Coole Park oder einen Tag zum Paintball spielen. Ich muss echt sagen, dass im Vergleich zu meiner Schule in Deutschland die Schule hier sehr viel mehr Ausflüge anbietet und dazu auch noch verschiedene Workshops. Ich hatte das Glück an einem Workshop von einer bekannten irischen Hutmacherin teilnehmen zu können.

Schüleraustausch in Irland: Corona spielt hier keine wirkliche Rolle mehr

Man muss sich weder testen noch in irgendeiner Form Maske tragen. Das ist vor allem in der Schule und im Bus angenehm. Auch in den Nachrichten hört man nichts mehr von Corona. Ich muss gestehen, dass ich nicht einmal mehr weiß wie viele Fälle es in Irland im Moment gibt. Somit beeinflusst mich Corona gar nicht mehr. Ganz im Gegensatz zum Anfang meines Auslandsjahres, wo ich nichts hätte machen können, wenn ich nicht geimpft gewesen wäre.

Schüleraustausch in Irland: Heimweh hatte ich eigentlich keines

Wenn ich mal traurig war oder einfach überlegt habe, ob es nicht besser wäre, wenn ich zuhause wäre, habe ich mich versucht abzulenken oder habe einfach zuhause angerufen. Ich weiß, viele sagen es ist eine schlechte Ideedann zuhause anzurufen. Aber ich fand es immer sehr hilfreich. Gegen zu viel grübeln half auch sich vor Augen zu führen was ich hier alles erlebt habe, sowie dann was ich noch geplant habe und erleben werde.

Ylva ist schüchtern im Umgang mit ihrer Gastfamilie

Was mich überrascht hat ist, dass es manchmal Überwindung kosten kann ein bestimmtes Thema anzusprechen oder etwas zu fragen. Vor allem am Anfang war ich mir echt unsicher meine Gastfamilie zu Fragen ob sie mich vielleicht irgendwohin fahren kann. Selbst jetzt kostet es mich manchmal noch Überwindung zu fragen. Obwohl meine Gasteltern noch nie nein gesagt haben. Aber daran versuche ich im Moment zu arbeiten.

Allerdings haben mir viele von meinen Freunden erzählt, dass es ihnen auch so geht und dass sie es sehr unangenehm finden, ihre Gastfamilie etwas zu fragen. Ich glaube wir wollen einfach unseren Gastfamilien keine Umstände machen oder auf die Nerven gehen. Dabei ist mir aber auch aufgefallen, dass ich inzwischen sehr viel selbstbewusster im Umgang mit meiner Gastfamilie bin.

Schüleraustausch in Irland zeigt, wie das Leben in einer anderen Familie läuft

Eine Erfahrung, die ich gemacht habe und die ich wirklich gut finde ist, dass ich erfahren habe, wie es ist in einer anderen Familie zu leben, die komplett andere Abläufe und Vorstellungen haben. Das hat zwar manchmal genervt, ist aber glaube ich extrem wichtig zu erleben. So lernt man auch gewisse Sachen von zuhause mehr schätzen und manche Sachen sieht man nicht mehr als selbstverständlich an.

Eure Ylva