Schüleraustausch Kanada: Jana über Montréal, Ostern, ihre Gastfamilie, Schule, Heimweh und Corona

Jana verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Kanada – ihre Erfahrungen mit Ostern, Gastfamilie, Schule, Heimweh und dem Leben in Kanada

Die McGill Universität in Montréal

Die McGill Universität in Montréal

Jana aus Rheinland-Pfalz verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz Ontario. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.

Schüleraustausch mit Ferien und Ostern in Kanada

Seit meinem letzten Bericht ist schon etwas Zeit vergangen. Seitdem hatte ich eine Woche Ferien im März, war bei meinem ersten professionellen Hockey Spiel und habe kanadisches Ostern miterlebt.

In meinen Ferien im März war ich mit meinem Gastvater und meiner Gastschwester das erste Mal Ski fahren, aber leider wurden die Ski Pisten kurze Zeit später geschlossen, weshalb es nur bei diesem einen Mal blieb.

Reisen im Schüleraustausch in Kanada: Montréal

Außerdem habe ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester zwei Tage in Montreal verbracht. Dort waren wir shoppen und haben uns unter anderem die McGill Universität angeschaut, da die Nichte meiner Gastmutter dort studiert und meine Gastschwester sich vorstellen könnte dort auch mal zu studieren.

Hockey ist in Kanada populär

Eine Woche nach meinen Ferien war ich mit einer Freundin und ihrem Vater bei einem Hockey Spiel der Ottawa Senators. Leider hat unser Team verloren, aber es war trotzdem eine schöne Erfahrung.

Ostern in Kanada mit Ahornsirup

Außerdem habe ich im April auch kanadisches Ostern miterlebt. Die Ostertage haben meine Gastschwester und ich bei einer befreundeten Familie verbracht, da meine Gasteltern für eine Woche in den Urlaub gefahren sind und uns nicht mitnehmen konnten. Am Morgen des Ostersonntages haben wir Schokolade im ganzen Haus gesucht und jeder hat einen Korb mit Süßigkeiten bekommen. Außerdem fand in der Stadt meiner Schule an einem Wochenende im April ein Markt statt. Auf diesem Markt gab es unter anderem sehr viele Produkte mit Ahornsirup, da in Lanark County, die Region in der ich lebe, sehr viel Ahornsirup produziert wird.

Das Leben in der Gastfamilie ist für den Schüleraustausch wichtig

Ein großer Part eines Auslandsaufenthaltes ist die Gastfamilie. Daher hat diese natürlich einen großen Einfluss auf die Erfahrungen die man während eines Aufenthaltes im Ausland sammelt. Ich hatte das Glück, dass ich mich seit Anfang an gut mit meiner Gastfamilie verstanden habe und wir nie wirkliche Probleme hatten. In einer Gastfamilie zu leben kann sich am Anfang etwas komisch anfühlen, wenn man sich in einem fremden Haus und einer fremden Familie so verhält als würde man dort leben. So fühlt es sich am Anfang zum Beispiel etwas komisch an einfach an den Kühlschrank zu gehen oder etwa den Staubsauger einfach so zu benutzen, aber, wenn man sich mal eingelebt hat und sich an alles gewöhnt hat, geht dieses Gefühl auch weg.

Die High School in Kanada: persönlich, mehr Fächer, modern

Ein weiterer großer Part eines Schüleraustausches ist die Schule im Gastland. Zwischen Schulen in Kanada und Schulen in Deutschland gibt es große Unterschiede. Die Schule hier ist einfacher (manche Sachen die man in Deutschland in der neunten oder zehnten Klasse lernt, lernt man hier in der elften Klasse) und weniger stressig, aber man hat mehr Aufgaben die man einreichen muss und eine Note für diese bekommt.

Außerdem ist das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern freundlicher und entspannter. Einige Lehrer wissen recht viel über das Privatleben ihrer Schüler und lassen ihre Schüler auch einiges über ihr Privatleben wissen.

Ein weiterer großer Unterschied zwischen deutschen und kanadischen Schulen ist, dass es eine größere Fächerauswahl gibt und dass man mehr Freiheiten bei der Fächerwahl hat. An meiner Schule gibt es neben normalen Fächern wie Mathe und Biologie auch andere Fächer, die mehr auf Berufe bezogen sind, wie zum Beispiel Buchhaltung, Automechanik und vieles mehr. Des Weiteren kann man auch Kurse belegen die komplett online sind.

Ein weiterer Punkt in dem sich deutsche und kanadische Schulen unterscheiden ist, dass im Unterricht mehr mit Computern gearbeitet wird und kanadische Schulen generell moderner sind, als deutsche Schulen.

Heimweh im Schüleraustausch in Kanada war für Jana kein Problem

Während einer längeren Zeit im Ausland (vor allem, wenn man noch jung ist) ist es vollkommen normal auch mal seine Familie und seine Freunde von zu Hause zu vermissen und Heimweh zu haben. Auch ich hatte Momente in denen ich etwas Heimweh hatte. Allerdings war ich glücklicherweise nicht sonderlich stark von Heimweh betroffen. Falls man Heimweh hat, sollte man sich ablenken und beispielsweise etwas mit seinen Freunden oder seiner Gastfamilie unternehmen.

Schüleraustausch und Corona in Kanada

Auch die Corona Pandemie war ein Teil meines Auslandsaufenthaltes und hat diesen an einigen Stellen beeinflusst. Bevor meine Reise losging wurde mein Auslandsjahr beeinflusst, da die Orientation Days, die von meiner Organisation eigentlich angeboten werden, abgesagt wurden. Außerdem fand mein Vorbereitungsseminar online statt.

In Kanada wurde mein Aufenthalt von der Pandemie beeinflusst, da das erste Semester in zwei Quadmester unterteilt wurde, wodurch man nur zwei Fächer zur gleichen Zeit hatte. Diese hatte man dafür aber täglich für 2,5 Stunden am Stück. Außerdem waren Schulveranstaltungen bis vor ein paar Wochen nicht erlaubt.

Große Unterschiede beim Leben in Kanada zwischen Stadt und Land

Mich hat es ehrlich gesagt etwas überrascht wie sehr sich das Leben auf dem Land von dem Leben in einer Stadt in Kanada unterscheidet. Erst einmal gibt es hier wirklich viele Menschen die mitten im nirgendwo, weit weg von der Zivilisation leben. Wenn man ländlich lebt, hat man oft schlechtes Internet, schlechten Empfang, man hat einen Wassertank unter dem Haus anstatt von Rohren die mit einem Wasser-/Klärwerk verbunden sind und schlechtes Wetter kann bei Gefahr zu Stromausfall führen.

Die Kanadier sind freundlich und offen

Außerdem gibt es im ländlichen Kanada große Unterschiede sozialer Ansichten. So gibt es hier etwa Menschen mit sehr modernen Ansichten, aber auch viele Menschen mit sehr konservativen Ansichten. Etwas, das ich an Kanada mag, ist dass die Menschen hier sehr offen, freundlich und hilfsbereit sind. Dadurch fällt es einem leicht sich willkommen zu fühlen.