Schüleraustausch USA: Chantal hat sich schnell in der High School, Gastfamilie und bei Freunden eingelebt

Chantal verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in USA – Chantal: Gute High School, klasse Gastfamilie und viele Freunde

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch USA in Oregon

Chantal aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US Bundesstaat Oregon. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Chantal: Die ersten Tage bei der Gasfamilie in den USA

Der erste Tag bei meiner neuen Familie startete mit einer Hiobsbotschaft: Meine Gastmutter war Corona positiv. Sie isolierte sich umgehend von uns allen und trug ansonsten eine Maske. Zum Glück hatte sie nur leichte Symptome und war am Wochenende schon wieder negativ und niemand sonst steckte sich an. So verliefen meine ersten Tage anders als geplant, denn sie hatten sich die Zeit für mich freigehalten, um mir die Gegend zu zeigen und einfach für mich da zu sein. Aber wir fanden gute Lösungen.

Nach dem Frühstück haben wir erstmal eine kleine Radtour durch die Nachbarschaft gemacht, damit ich einmal weiß, wo ich jetzt überhaupt lebe. Dafür durfte ich dann sogar ausnahmsweise Matt’s E-Bike nutzen. Das war natürlich ein Spaß.

Meine Schule: die Beaverton High School – alles im Zeichen des Bibers

Am Donnerstag stand dann der Termin mit dem Direktor meiner High School an. Hierzu begleitete mich mein Gastvater, Matt. Dort angekommen, stand ich vor der Qual der Wahl. Welche Fächer wähle ich? Es gibt nicht einfach "nur", Mathe oder Englisch; an der Schule wurde das in verschiedene "Themenkurse" unterteilt, von denen ich alle keine Ahnung hatte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und mentalen Fragezeichen hielt ich meinen Stundenplan in den Händen und hieß: Mittwoch ist dein erster Schultag. Die ersten Schultage waren ungewohnt. Das System ist anders, der Unterricht ist anders – eigentlich wusste ich das, aber Theorie und Praxis waren dann doch zwei verschiedene Universen.

In der ersten vollen Schulwoche folgen erstmal Szenen wie aus dem Film: Es wurde für die Ernstfälle, Feuer, Erdbeben und, es ist nunmal Amerika, Amoklauf, geprobt.

Die erste Woche im Oktober war die "Spirit Week", die Woche vor Homecoming. Jeden Tag ein anderes Thema zu verkleiden, woran leider nur spärlich teilgenommen wurde. Homecoming war- laut Aussagen von den Schülern - dieses Jahr ein "Reinfall". Die Stimmung war tatsächlich okay, anders als man es bei einem solchen Ereignis in Deutschland sehen würde, aber schlimmer geht es bekanntlich immer.

Chantal fand schnell Freunde in ihrer High School in den USA

Ich fand zum Glück relativ schnell Freunde, deshalb musste ich nicht alleine essen und hatte jemanden zum Reden. Auch im Fußballteam, in dem ich anfing zu spielen, wurde ich herzlich aufgenommen. In der Band, in der ich spiele, habe ich auch viel Spaß. Wir spielen bei den Heimspielen des Football Teams und werden im Winter beim Basketball spielen für musikalische Unterhaltung sorgen.

Und meine Gastfamilie ist einfach klasse!

Ich bin so glücklich, dankbar und froh, dass sie mich ausgewählt haben. Unsere Interessen passen einfach super zusammen. Wir machen gerne Musik und Sport und wir lieben Tiere, ganz besonders Hunde. Sie interessieren sich für meine Aktivitäten und begleiten mich zu meinen Fußballspielen, um mich und meine Mannschaft anzufeuern. Ich fühle mich bei ihnen sehr wohl. Mit meinem Gastbruder verstehe ich mich auch total gut, wir sind in der kurzen Zeit schon zu „richtigen Geschwistern“ geworden, die sich auch gegenseitig mal auf die Schippe nehmen. Er nimmt mich mit zu seinen Freunden oder wir treffen uns und unternehmen gemeinsam etwas.

Mittlerweile habe ich natürlich auch einen eigenen Freundeskreis, aber wir unternehmen trotzdem gerne etwas zusammen oder am Wochenende zusammen mit den Eltern. Mein absolutes Highlight der letzten Wochen war ein Konzert einer Sängerin, zu dem ich meinen Gastbruder mitnahm. Es war ein toller Abend und wir hatten sehr viel Spaß.

Die ersten beiden Monate im Schüleraustausch in den USA sind wie im Flug vergangen

Nun bin ich schon zwei Monate hier – Wahnsinn, wie die Zeit vergeht – und Halloween steht vor der Tür. Das erste Fest, auf das ich mich so sehr gefreut habe. Auch wenn ich schon 16 bin, hat meine Familie mich ermuntert, trotzdem auf Tour „süßes oder saures" zu gehen, einfach weil es dazugehört und ich die Chance nie wieder bekommen werde. Ich arbeite gerade an einem Kostüm, hoffentlich werde ich rechtzeitig fertig. Auch in meiner Schule wird Halloween “gefeiert”. wir dürfen uns, unter Voraussetzungen, verkleiden und ich glaube das wird sehr lustig.

Die Betreuung der Austauschorganisation in den USA vor Ort

Die Partnerorganisation vor Ort hat ihren Sitz direkt in Portland. Meine Ansprechpartnerin hat mich dann auch in der ersten Woche direkt zu Hause besucht. Sie kümmert sich sehr gut um mich und die anderen Austauschschüler, es gibt regelmäßig von ihr organisierte gemeinsame Treffen. Sie ist nett und sehr hilfsbereit und gut erreichbar, falls Fragen sind. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben.

Eure Chantal