Stipendien für den Schüleraustausch: 10 Praxis-Tipps

Praxis-Tipps von Profis

Ein wichtiger Punkt ist die Finanzierung der Kosten des Auslandsaufenthaltes. Korbinian Breu hat von renommierten Institutionen Stipendien im Wert von mehr als 50.000 Euro gewonnen. Er hat seine Erfahrungen für uns in 10 Tipps zusammengefasst:

Tipp 1: Mache Praktika, Geh ins Ausland, Engagiere dich, Nimm an Wettbewerben teil

Bei der Bewertung deines Lebenslaufs achten die Juroren nicht nur auf deine Noten, sondern auch auf deine praktische Erfahrung, Auslandserfahrung, Engagements, und Auszeichnungen bei Wettbewerben. Je mehr du bei diesen Punkten in deinem Lebenslauf vorzuweisen hast, desto leichter machst du dem Juror eine Entscheidung für dich.

Tipp 2: Bewerbe dich gleichzeitig für mehrere Stipendien

Für den Schüleraustausch gibt es in Deutschland viele Stipendienprogramme. Bewerbe dich für mehrere Stipendien gleichzeitig, denn dann erhöhst du deine Chance und kannst gleichzeitig Erfahrung mit den Bewerbungsprozessen sammeln. Auf der Seite <link stipendien/>http://www.schueleraustausch-portal.de/stipendien/</link> findest du eine Liste der Stipendien für deinen Schüleraustausch. Später, wenn du studierst, kannst du Stipendien mit der Suchmaschine mystipendium.de suchen.

Tipp 3: Nutze Stipendien für verschiedene Zwecke

Es gibt viele verschiedene Arten von Stipendien: Leistungsstipendien, Auslands­stipendien, Bedürftigkeitsstipendien, Reisestipendien, und noch einige mehr. Oft lassen sich die verschiedenen Arten von Stipendien kombinieren. Sei dir bewusst, welche Arten von Stipendien es gibt, damit du dich frühzeitig bewerben kannst.

Tipp 4: Verstehe, was ein Engagement ist

Viele der Stipendienprogramme wollen, dass du bei der Bewerbung über deine “Engagements” schreibst oder davon erzählst. Die meisten wissen aber gar nicht, was ein Engagement überhaupt ist. Es ist aber eigentlich ganz einfach: Ein Engage­ment ist alles, was du in deiner Freizeit für andere tust. Wichtig ist, dass du es „für andere“ tust. Das unterscheidet nämlich das Engagement vom Hobby. Spielst du Fußball, ist es ein Hobby. Trainierst du die Jugendmannschaft, ist es schon ein Engagement.

Tipp 5: Schriftliche Bewerbung: Vermeide Selbstbewertungen

Ein großer und häufiger Fehler im Motivationsschreiben sind Selbstbewertungen. Eine Selbstbewertung ist beispielsweise, wenn du schreibst: “Ich bin teamfähig, empathisch und belastbar”. Solche Phrasen kommen nicht gut an, weil sie jeder schreiben könnte. Schreibe stattdessen über konkrete Erfolge, zum Beispiel Praktika oder Engagements.

Tipp 6: Schriftliche Bewerbung: Kürze deinen tabellarischen Lebenslauf auf eine Seite

Die meisten tabellarischen Lebensläufe sind aufgeblasen und zu lang. Begrenze dich beim tabellarischen Lebenslauf auf eine Seite. So ist dein Lebenslauf übersichtlich und der Interviewer muss nicht blättern bzw. scrollen.

Tipp 7: Am Auswahltag: Sei kooperativ mit deinen Mitbewerbern

Bei vielen Auswahltagen gibt es Gruppenaufgaben und Gruppendiskussionen. Dabei ist es wichtig, dass du dich kooperativ verhältst. Lasse andere ausreden, frage sie nach ihrer Meinung und stelle Fragen zu ihrem Vortrag. Es kommt nicht gut an, wenn du kein Teamplayer bist.

Tipp 8: Im Interview: Übe deine Selbstvorstellung

In fast jedem Stipendiums-Interview musst du dich am Anfang selbst vorstellen. Deshalb solltest du deine Selbstvorstellung vorher gut üben. Beginne mit den Basis­daten über dich (Name, Wohnort, Studienfach). Erzähle etwas über ein Engagement in der Schulzeit, und dann, wie du zu deinem Studium gekommen bist. Stelle früh Zwischenfragen an den Interviewer (siehe Tipp #7), damit sich das Interview zu einem Gespräch entwickelt.

Tipp 9: Im Interview: Stelle Fragen an den Interviewer, damit sich ein Gespräch entwickelt

Stelle gleich zu Beginn des Interviews die eine oder andere Frage an den Inter­viewer, zum Beispiel, ob er deinen Wohnort kennt. Die besten Interviews sind keine Verhöre, sondern Gespräche. Versuche deshalb, nicht nur die Fragen deines Inter­viewers zu beantworten, sondern auch deinen Interviewer sprechen zu lassen.

Tipp 10: Im Interview: Überlege dir, warum du dein Gastland gewählt hast

Diese Frage wird beim Interview fast immer gestellt: „Warum wollen Sie in dieses Land?“

Darauf solltest du eine gute Antwort auf Lager haben. Am Besten erklärst du, wie du dich schon vorher mit deinem Aufenthaltsland beschäftigt hast. Vielleicht hast du Bücher über das Land gelesen, oder warst dort schon im Urlaub.

Weitere Informationen für die Stipendienbewerbung

Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung bietet auf dem AUF IN DIE WELT-Portal insbesondere