Freiwilligendienst im Gap Year in Costa Rica: Annalena erlebt viel und fühlt sich in Costa Rica sehr wohl

Freiwilligendienst in Costa Rica: Annalena lernt die Menschen, Kultur und die spannende Natur kennen

Auf in die Welt: Freiwilligendienst im Gap Year in Costa Rica (Stiftung Mensch und Zukunft)

Annalena aus Berlin verbringt ihr Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der Stiftung Mensch und Zukunft. Sie hat sich für das Gap Year als Freiwilligendienst in einem Ort an am Pazifik entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern ist im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen.

Annalena genießt das Lebensgefühl in Costa Rica

Mittlerweile bin ich schon seit fast 5 Monaten in Costa Rica und kann gar nicht beschreiben was ich bisher schon alles erlebt habe. Jeder Tag ist anders und irgendwie ganz besonders und jeden Tag lerne ich jemanden Neuen kennen, erkunde neue Orte, lerne etwas über die costaricanische Kultur, verstehe immer mehr wie alles zusammenhängt und komme immer ein Stückchen mehr in das costa ricanische Lebensgefühl rein. Ich habe mich schon seit dem ersten Tag in Costa Rica sehr wohl gefühlt. Mittlerweile habe ich mir hier ein ganzes Umfeld aufgebaut. Ich habe Freunde gefunden, mit denen ich meine Freizeit verbringen kann, bin mit meiner Gastfamilie und den Leuten von meiner Arbeit eng zusammengewachsen, weiß aber auch zu wem ich gehen kann, wenn ich eine Frage oder ein Problem habe.

Kayak-Tour in die Mangroven in Costa Rica

An einem Tag beschloss meine Gastmutter zum Beispiel spontan, eine Kayak-Tour mit der ganzen Familie zu machen. So fuhren wir alle zusammen zu einer Mangrove in den Nachbarort. Nachdem wir uns noch mit frischen Früchten gestärkt haben, zogen wir unsere Schwimmwesten an und stiegen in unsere Kayaks in das türkisfarbene Mangrovenwasser.

Wir paddelten zwischen den Palmen entlang und kamen an vielen wunderschönen Pflanzen vorbei. Als wir irgendwann abbogen, sahen wir ein anderes Boot in der Mangrove. Der Leiter der Tour zeigte gerade in Richtung der Bäume. Ein paar Blicke später sahen auch wir die Boa, die sich in den Bäumen versteckte. Leicht panisch, durch meine Schlangenphobie angetrieben, probierte ich möglichst schnell weiter zu paddeln, ohne dass mein kleiner Gastbruder, der vor mir saß, etwas mitbekam.

Meine Angst verflog aber sehr schnell, als mein Mitfreiwilliger, der auch bei der Tour dabei war, etwas braunes, längliches im Wasser entdeckte und ich an die Worte des Kayak-Verleihers zurück dachte, der uns freudig nickend vor dem Einstieg in die Kayaks erzählt hatte, dass selbstverständlich auch Krokodile in dem Mangrovenwasser leben. Bei näherem Hinschauen erkannten wir aber zum Glück schnell, dass es sich doch nur um einen Baumstamm handelte. Nach dem kurzen Schock freuten wir uns umso mehr über die Affen, Echsen und die Schildkröte, die wir im Wasser entdeckten.

Annalena hat sich an die tropischen Tiere gewöhnt

Generell ist es für mich mittlerweile tatsächlich fast “normal” geworden solche tropischen Tiere zu sehen. Wenn ich morgens im Garten sitze, fliegen oftmals Kolibris oder Papageien an mir vorbei und wenn ich am Strand bin, sehe ich eigentlich immer mindestens ein paar Affen und ein paar Echsen. Aber ich habe auch schon einige Krokodile im Wasser unter der Brücke auf dem Weg zur Arbeit entdeckt.

Annalenas erster Kontakt mit einem Krokodil

Mein erstes Krokodil sah ich, als ich, als ich mit meiner Gastfamilie in den Norden von Costa Rica gefahren bin, um den Geburtstag von meiner Gastoma zu feiern. Auf dem Weg dorthin fuhr mein Gastvater einfach an einer Brücke zur Seite und sagte, dass wir jetzt Krokodile suchen gehen. So lief ich, etwas verwirrt, zusammen mit meinen Gastbrüdern über die Brücke und hielt im Wasser Ausschau nach Krokodilen wo wir wenig später auch welche sahen, die sich auf der Sandbank sonnten.

Nachmittags feierten wir dann im kleinen Kreis der Familie den Geburtstag meiner Gastoma und spielten, sangen, quatschten viel und aßen meinen selbst gebackenen Streuselkuchen.

Eure Annalena