Freiwilligendienst im Gap Year in Costa Rica: Annalena hat vielfältige Arbeiten mit jungen Leuten

Annalena arbeitet im Freiwilligendienst in Costa Rica in einer Schule, aber auch in Armenvierteln

Auf in die Welt: Freiwilligendienst im Gap Year in Costa Rica (Stiftung Mensch und Zukunft)

Annalena aus Berlin verbringt ihr Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der Stiftung Mensch und Zukunft. Sie hat sich für das Gap Year als Freiwilligendienst in einem Ort an am Pazifik entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern ist im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen.

Einen Tag vor dem Día de la Independencia war dann mein erster Arbeitstag, an dem ich meinen Arbeitsplan erhielt.

Freiwilligendienst in Costa Rica: Die Arbeit in der Schule

Zusammen mit meinem Mitfreiwilligen arbeite ich teilweise im Colegio, um dort einen Deutschclub für die Schüler des Colegios anzubieten, um den Schülern die Kultur Deutschlands, sowie die Sprache näher zu bringen und zusammen mit ihnen zu spielen, zu kochen, Musik zu hören

Freiwilligendienst in Costa Rica: Die Arbeit im Jugendclub

Außerdem unterstützen wir unseren Projektleiter mehrmals die Woche bei der Gestaltung und Durchführung des Clubs, sowie weiteren Aktivitäten des Jugendprogramms “YoungLife” (für 13-18 jährige) und “YoungLife-University” (für 20-30 jährige).

Freiwilligendienst in Costa Rica: Englischunterricht im Armenviertel

Am Wochenende bieten wir zusätzlich in einem sehr armen Stadtteil einen Englischkurs für Kinder an, die sonst wahrscheinlich nicht die Möglichkeit hätten Englisch zu lernen. Sobald wir die Genehmigung erhalten, werden wir beim Bau eines Cafés mithelfen und auch dort arbeiten. Das Ziel des Cafés ist es, den internationalen Austausch zu fördern. Am Wochenende helfen wir außerdem in der Kirche “Homechurch” aus.

Durch unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen ist unser Arbeitsalltag sehr vielfältig und wir sind in vielen verschiedenen Städten der Region tätig. Das ermöglicht uns viel von dem Land zu sehen.

Nachdem wir unseren Arbeitsplan bekommen haben, waren wir das erste Mal im Colegio. Da am nächsten Tag Unabhängigkeitstag war, waren fast alle in den Nationalfarben gekleidet und alle Klassen hatten typische costaricanische Gerichte von Zuhause mit in die Schule gebracht.

Die Feiern zum Unabhängigkeitstag in Costa Rica

Nachmittags ging es in den Park, wo die Schulband trommelte und viele Menschen versammelt waren, um auf die Läufer aus dem Nachbarort zu warten, die mit einer Fackel ein Feuer entzünden sollten.

In Costa Rica ist es Tradition, dass am Tag vor dem Unabhängigkeitstag eine Fackel entzündet wird, die von Läufern durch das ganze Land getragen wird. Das steht symbolisch für eine Wiederholung dessen, wie die Nachricht der Unabhängigkeit durch das Land verbreitet wurde.

Abends war ich mit meiner Gastfamilie in der Grundschule meines Gastbruders, wo einige Grundschüler getanzt haben. Im Anschluss fand ein Laternenumzug statt, für den ich am Tag zuvor noch Faroles (Laternen) mit meinen Gastbrüdern gebastelt habe.

Am nächsten Morgen ging es direkt morgens wieder zum Park, wo die Desfiles (Paraden) mit viel Musik, Trommeln, Masken und Tänzen stattfanden. 28 verschiedene Gruppen, Vereine, Arbeitsgruppen und Schulklassen liefen durch Parrita und stellten etwas vor. Im Park gab es anschließend verschiedene Reden, die Nationalhymne wurde gesungen und es gab viele traditionelle Gerichte. Die Atmosphäre war super und die Stimmung sehr feierlich. Es war wirklich interessant zu sehen, wie die Costa Ricaner feiern.

Die Arbeit macht Annalena Spaß und lässt genug Zeit, um Land und Leute kennenzulernen

Auch in den folgenden Wochen habe ich sehr viel erlebt und komme seit Anfang an sehr gut mit meinem Arbeitsalltag zurecht. Ich arbeite von Mittwoch bis Sonntag und bin meist den ganzen Tag beschäftigt. Meine freien Tage, Montag und Dienstag, nutze ich, um etwas mit meiner Gastfamilie zu unternehmen oder zu verreisen.

Eure Annalena