Freiwilligendienst im Gap Year: Jule über ihre Pläne für die weitere Zeit und besondere Erlebnisse in Belgien

Jule hat in Belgien noch viel vor. Sie freut sich über „besondere Momente“

Auslandsjahr in Belgien: Mechelen (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Jule aus Bayern verbringt ihr Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Stiftung Mensch und Zukunft in. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst in einem Zentrum für Menschen mit Behinderung der Nähe von Antwerpen entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen.

Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen. Informationen und Praxis-Tipps zum Gap Year und zu Freiwilligendiensten nach der Schulzeit gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal und im Ratgeber E-Book Gap Year.

Hallo, ich bin Jule
Ich bin 20 Jahre alt und wohne seit vier Monaten in Antwerpen. Hier mache ich einen Freiwilligendienst und arbeite in Monnikenheide, einem Tageszentrum für Menschen mit Behinderung, mit.

Die Pläne von Jule für ihre weitere Zeit in Belgien

Jetzt habe ich lange geschrieben über das „Was bisher geschah“. Aber was kommt denn noch? Ich bin ja noch ein halbes Jahr hier. 

Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich das gar nicht so an. Ich bin schon so viel am Planen, was ich danach mache und wo ich dann wohne, dass ich nicht mehr zu 100 % nur hier bin. 

Trotzdem freue ich mich noch auf das halbe Jahr, was noch kommt. Ich werde noch ganz viele Ausflüge mit der Arbeit machen. Angefangen mit einem Urlaub am Meer nächste Woche, wo die ganze Gruppe mitkommt. 

In Belgien gibt es einige Festivals, die speziell für Menschen mit Behinderung. Zu „Rock for Specials“ gehen wir mit einigen unserer Besucher*innen und ich darf mitkommen. Ich bin schon sehr gespannt. 

Außerhalb der Arbeit kommen noch zwei Seminare mit der Belgien Gruppe von ASF und eines mit internationalen Freiwilligen, die gerade in Belgien sind.

Und natürlich ganz viele Besuche von Freunden und Familie, die in ihrem Sommerurlaub dieses Jahr einen Abstecher in Belgien machen.

Dazwischen heißt es, noch die Zeit hier mit der Freiwilligengruppe genießen und dann Abschied nehmen. Bis das kommt habe ich aber noch ein bisschen Zeit und erkunde noch die Niederlande. Kurz vor meinem Dienstende hat meine Gruppe nämlich noch eine Woche geschlossen, die ich zum Erkunden nutzen möchte.

Vorher möchte ich euch noch von zwei meiner liebsten Momente hier erzählen

Einer ist von der Arbeit: Vor einigen Wochen bin ich mit einer Besucherin Fahrrad gefahren und wir sind bei Schafen vorbeigefahren. M. hat sich so über die Zeit gefreut und die ganze Zeit gesungen. Als wir dann die Schafe gesehen haben, war ihre Freude noch größer. Sie hat ganz viel gelacht und sich richtig mit den Schafen unterhalten. Solche Erlebnisse habe ich zwar immer mal, aber so richtig viel Zeit für einen Menschen alleine zu haben, ist noch einmal besonders und ich konnte ihre Freude selbst richtig genießen, ohne noch auf andere achten zu müssen.

Ein anderes Erlebnis habe ich immer wieder. Aufgrund meiner Allergien muss ich alle 6 Wochen kurz zu einer Ärztin. Meine wurde mir von meiner Arbeit vermittelt und ist super nett. Auch wenn ich dort eine Spritze bekomme sind die Termine immer kleine Highlights. Frau D. ist super nett und sehr interessiert an meinen Erlebnissen hier. Meistens erzählen wir noch kurz und ich freue mich immer, auch außerhalb der Arbeit mal mit einer Belgierin reden zu können.

Das sind nur zwei Erlebnisse. Alle aufzuzählen, würde hier den Platz sprengen. Aber vielleicht macht ihr ja mal eure eigenen Erlebnisse im Ausland.

Bis Bald Eure Jule