Freiwilligendienst im Gap Year: Lotta über den Abschied von zuhause und erste Eindrücke in Namibia

Lotta ist seit einer Woche in Namibia. Sie lebt auf einer Farm, auf der sie auch arbeiten wird. Sie ist von ihrer Gastfamilie gut aufgenommen worden

Lotta im Freiwilligendienst in Namibia: Blick auf die Farm

Lotta im Freiwilligendienst in Namibia: Blick auf die Farm

Lotta am Flughafen auf der Reise in den Freiwilligendienst

Lotta am Flughafen auf der Reise in den Freiwilligendienst

Lotta aus Schleswig-Holstein verbringt ein Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst in Namibia entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen

Der Flug ab Hamburg war auch ein Abschied von zuhause

Am 05.09.2021 ging mein erster Flug um 19 Uhr ab Hamburg nach Frankfurt. Das war eine Überwindung, weil ich meine Familie ab da an ein Jahr nicht sehen kann. Aber ich bin ins Flugzeug gestiegen und damit wurde mir klar, dass es jetzt endlich losgehen würde. Ich habe mich gefreut, aber andererseits hatte ich auch Angst, weil ich noch nicht genau wusste, was mich in Namibia erwarten würde.

In Frankfurt bin ich dann um 21:10 Uhr in den Flieger nach Windhoek gestiegen und um 21:50 hob er ab. Ich bin 10 Stunden und 15 Minuten geflogen und konnte es kaum erwarten, zu sehen was auf mich zukommt, wie die Menschen sind, wo ich wohne und vor allem, wie es aussieht, wenn ich aus dem Flugzeug steige.

Die Ankunft in Namibia nach dem langen Flug

Und dann war da der Moment, wo das Flugzeug gelandet ist und ich ausgestiegen bin. Es war tatsächlich sehr kalt, aber die Sonne schien und die Luft war so frisch und klar, das ist absolut unbeschreiblich. Ich wurde am Flughafen abgeholt und war unglaublich erleichtert, den Flug hinter mir zu haben.

Erste Eindrücke von Landschaft und Tierwelt auf der Fahrt zur Farm

Ich war sehr beeindruckt von der Landschaft, an der wir mit dem Auto vorbeigefahren sind. Affen und Warzenschweine waren am Straßenrand in der Nähe der Stadt zu sehen und auf dem Weg zur Farm, auf einer Schotterpiste, habe ich die ersten Springböcke gesehen.

Lotta ist auf der Farm von der Familie gut aufgenommen worden

Ich wurde in einem Haus von einer Familie untergebracht, weil das Praktikantenhaus voll war und weil das die Familie ist, die alle Pferde besitzt. Ich habe ein eigenes, sehr gemütliches Zimmer und ein eigenes Badezimmer bekommen. Die Familie ist total nett und ich wurde gut aufgenommen und fühle mich sehr wohl.

Die ersten Erfahrungen in Namibia

Das was mir mit als Erstes aufgefallen ist, dass es ein totales Gerücht ist, dass es super gefährlich in Namibia ist. Die Türen und Fenster sind meist offen – ohne, dass man Angst vor Schlangen und Skorpionen haben muss. Die Tiere sind zwar hier, aber lassen sich sehr selten blicken.

An meinem ersten Tag habe ich noch kaum etwas gemacht. Mir wurden ein paar Häuser auf der Farm gezeigt sowie die Tiere und der Kindergarten. Im Kindergarten werde ich erst ab Montag dem 13.09.2021 arbeiten, weil hier im Moment noch Ferien sind.

In den letzten Tagen war ich nur auf dem Teil der Farm, welcher der Familie gehört. Der Plan ist, dass ich hier auch dauerhaft bleibe, weil ich nach dem Kindergarten dann Reitunterricht geben soll oder mit den Pferden generell etwas machen soll. Was ich genau machen werde ist mir überlassen.

Lottas Aufgaben in Kindergarten, Familie und mit den Pferden

Die Arbeit im Kindergarten ist für mich verpflichtend, die Arbeit mit den Pferden ist mir selbst überlassen. Ich habe schon mehrfach auf drei Kinder aufgepasst, d.h. ich habe die Ferienbetreuung gemacht. Ich bin aber auch schon ausgeritten und habe auch schon Reitunterricht gegeben.

Ich bin gespannt auf meine Zeit in Namibia.

Eure Lotta