Freiwilligendienst im Gap Year: Lotta über ihre Arbeit mit Kindern auf einer Farm in Namibia

Lotta verbringt ihr Gap Year im Freiwilligendienst mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Namibia. Die Arbeit mit den Kindern macht ihr viel Freude

Auf in die Welt: Freiwilligendienst im Gap Year in Namibia

Auf in die Welt: Freiwilligendienst im Kindergarten im Gap Year in Namibia (Foto: BürgerStiftung Region Ahrensburg)

Lotta aus Schleswig-Holstein verbringt ein Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst in Namibia entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT Blog zu sehen. Alles zum Gap Year und zu Freiwilligendiensten nach der Schulzeit gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Themenseite zum Gap Year

Seit dem letzten Bericht ist eine Menge passiert, ich fühle mich hier immer wohler und möchte gar nicht mehr weg. Mein Tagesablauf ist im Grunde derselbe geblieben, ich gehe vormittags in den Kindergarten, passe ab und an auf das Kind in der Familie auf und wirke bei dem Projekt der Familie mit, welche einen eigenen kleinen Hof mit Restaurant, Farming, Reitunterricht und Coffee-Shop auf dem Farmgelände aufbauen.

Die Arbeit im Freiwilligendienst im Kindergarten macht Spaß

Ich bekam immer mehr Zuneigung und Vertrauen der Kinder und fand immer mehr einen guten Weg wie ich liebevoll, lustig und quatschig mit den Kindern bin, aber auch wie ich ihnen den Respekt und meine Strenge zeige. Es macht mir immer noch sehr großen Spaß mit den Kindern im Kindergarten zu sein.

Die Weihnachtszeit im Kindergarten

Da dann schon bald die Sommerferien anfingen und die Weihnachtszeit begann standen besondere Dinge im Kindergarten an. Wir haben Kekse mit den Kindern gebacken und verziert, wir haben Weihnachtslieder gesungen und auch der Jahreszeitentisch hat sich verändert und Maria und Joseph fingen an zu wandern. Auch Kerzenziehen und Kerzenständer basteln war ein besonderes Highlight.

Ein noch größeres Highlight war aber das Krippenspiel, welches die Kinder jedes Jahr aufführen. Wir begannen die Proben für das Krippenspiel mit den Kindern schon drei Wochen vor Heiligabend, so konnte dann jedes Kind einmal jede Rolle spielen. Ich selber habe ebenfalls mitgespielt, sowie auch die beiden anderen Erzieherinnen, wir führten die Kinder durch das gesamte Krippenspiel als Rolle der drei Wirtinnen. Die Proben fanden immer am Vormittag statt und nach dem Frühstück war dann das normale Programm angesagt. Den Kindern machten die Proben viel Spaß und sie machten alle gut mit, worüber ich sehr fasziniert war, weil wirklich alle Kinder mitgespielt haben und sehr konzentriert beim Spielen waren. Die Aufführung war am ersten Ferientag und so starteten die Kinder fröhlich in die Ferien.

Der Start im Kindergarten in die Sommerferien

Allerdings war es auch traurig, weil nach der Aufführung eine Verabschiedung der drei großen Kindergartenkinder und einer Erzieherin stattfand. Hier in Namibia werden die Kinder wie in Deutschland (auf jeden Fall an den meisten Schulen) im Sommer eingeschult, nach den Sommerferien. Nur ist es hier eine andere Jahreszeit, weil der Sommer hier ja um Weihnachten liegt. Nun starteten also sechs Wochen Sommerferien für die Kinder. In den Ferien habe ich die Kinder kaum gesehen, weil sie alle mit ihren Familien weggefahren sind.

Die Arbeit im Kindergarten nach den Sommerferien

Nun fing der Kindergarten am 17. Januar 2022 wieder an. Es waren drei Kinder aus dem Kindergarten gegangen, die sogenannten „großen Kinder“. Daher sind jetzt andere Kinder als die baldigen Schulkinder. In den ersten Tagen hat man richtig gemerkt, dass die „Kleinen“ nicht wissen wie sie sich verhalten oder spielen sollen, wo man gemerkt hat, dass die größeren Kinder über das Spielen bestimmt haben, bzw. den Kleineren gezeigt haben, wie friedliches Spielen funktioniert.

Nun bilden sich neue Gruppen und jeder weiß mit wem er spielt. Eine andere Veränderung waren drei neue Kinder, zwei Mädchen (2 und 3 Jahre alt) und ein Junge (5 Jahre alt). Die drei Kinder integrieren sich aber auch wunderbar und es läuft immer besser. Aber man merkt noch, dass die Kinder neu in die Gruppe dazugekommen sind. Im Moment, Anfang des Jahres, ist die Zeit der Raupen und Schmetterlinge, wir sprechen ein Raupengedicht im Morgenkreis, malen Raupen und Schmetterlingsbilder, lesen am Ende die kleine Raupe Nimmersatt und auch der Jahreszeitentisch ist sommerlich mit Raupen, Blumen und Schmetterlingen dekoriert.

Eure Lotta