Freiwilligendienst im Gap Year: Noemie über die Vorweihnachtszeit, die Feiertage und besondere Begegnungen in Rio de Janeiro

Noemie erlebt Halloween und die Weihnachtszeit unter südlicher Sonne, Neujahr an der Copacabana und genießt das Leben

Brasilien Rio de Janeerio Liverdade (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Noemie aus Nordrhein-Westfalen verbringt ihr Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Stiftung Mensch und Zukunft in Brasilien. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst bei Goete-Institut in Rio de Janeiro entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen.

Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen. Informationen und Praxis-Tipps zum Gap Year und zu Freiwilligendiensten nach der Schulzeit gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal und im Ratgeber E-Book Gap Year.

Vorweihnachtszeit: Urlaub in Salvador und São Paulo

Außerdem habe ich mit einer Freundin eine Woche Urlaub in Salvador, Bahia gemacht. Es ist eine so schöne Stadt mit sehr viel Afro-Kultur. Salvador hat den größten Anteil an schwarzen Menschen außerhalb Afrikas und das merkt man dort auch sehr stark an der Kultur, der Musik und dem Alltag. Danach war ich auch noch in São Paulo und habe dort ebenfalls Freunde besucht. Das sind alles Orte in Brasilien, also São Paulo und Salvador, denn mir war es wichtig, nicht nur Rio zu sehen, sondern auch andere Städte in Brasilien kennenzulernen.

Arbeitsfest im Goethe-Institut in der Vorweihnachtszeit

Dann gab es im Goethe-Institut ein Fest, das sogenannte Goethe-Fest. Das wird immer am Ende des Jahres gefeiert, um Goethe zu feiern und auch, um das Jahr abzuschließen und zu sehen, was alles erreicht wurde. Es gab verschiedene Workshops, wir haben Plätzchen gebacken, Karaoke gesungen und viele neue Leute kennengelernt. Es war wirklich ein schönes Arbeitsfest. Ich habe auch sehr viel bei der Planung mitgeholfen an meiner Einsatzstelle im Goethe-Institut, zum Beispiel beim Organisieren und beim Einkaufen für die Plätzchen. Das alles war in der Vorweihnachtszeit, also gab es viele Abschluss- und Weihnachtsfeiern. Ich bin auch mit meiner Gastfamilie zu verschiedenen Orten gegangen, um Weihnachten zu feiern. Wir waren unter anderem bei den anderen Söhnen meiner Gasteltern. Es war insgesamt eine wirklich schöne Vorweihnachtszeit.

Weihnachten im Sommer in Rio den Janeiro

Weihnachten selbst habe ich dann mit meiner Gastfamilie gefeiert, also den ersten Weihnachtstag. Es war sehr schön und traditionell, so wie man Weihnachten hier in Brasilien feiert. Wir haben sehr viel gegessen und uns gegenseitig Geschenke gegeben. Es war wirklich richtig schön. Einen Tag danach habe ich mit meinen Freunden gefeiert – Weihnachten am Strand. Das war auch ein ganz neues Erlebnis für mich: Weihnachten im Sommer, am Strand, mit kurzen Sachen und bei Wärme. Es ist wirklich ganz anders als in Deutschland, aber auch sehr, sehr schön, vor allem weil ich den Sommer liebe. Der Sonnenuntergang am Strand war auch richtig schön. Den haben wir uns gemeinsam angeschaut.

Silvester und Neujahr an der Copacabana

Ein weiteres sehr besonderes Erlebnis für mich war Neujahr an der Copacabana. Das ist hier sehr bekannt, weil sich dort jedes Jahr mehr als drei Millionen Menschen treffen, vor allem auch viele Touristen, um gemeinsam das Feuerwerk an der Copacabana zu sehen. Es war unglaublich schön und wirklich das beste Silvester, das ich je erlebt habe. Mit Freunden ins neue Jahr zu starten, umgeben von so vielen Menschen, war einfach etwas ganz Besonderes. Wir waren alle weiß gekleidet, denn das ist hier Tradition an Silvester. Es war ein sehr, sehr schönes Fest.

Besondere Erlebnisse und Begegnungen in Brasilien

Besondere Erlebnisse waren für mich auch, dass ich viele bekannte und teilweise berühmte Leute getroffen habe, sowohl aus Amerika als auch aus Brasilien. Ich war auf Konzerten von verschiedenen Künstlern, oft sogar kostenlos. Ich habe viele unterschiedliche Menschen an verschiedenen Orten kennengelernt, auch hier in Rio, zum Beispiel in Santa Teresa, wo ich sehr oft war. 

Außerdem ist das Cornelsen-Team von Brasilien, also der Buchverlag, zu uns ins Goethe-Institut gekommen. Es war etwas Besonderes, mit ihnen in Kontakt zu kommen, und sie haben mir sogar vorgeschlagen, dass ich einen Sprachkurs bei ihnen machen könnte. Es war sehr schön zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt. 

Halloween in Rio de Janeiro

Ich habe hier auch Halloween gefeiert, was auch mal eine neue Erfahrung war. Ich war am 31. Oktober auf einer Halloween-Party. Außerdem war ich an einem Wasserfall im Tijuca- Nationalpark, der auch hier in Rio liegt. Ich habe auch meinen Sprachkurs beendet und merke, dass ich immer besser Portugiesisch spreche, was mich sehr freut, weil ich gute Fortschritte mache.

Noemie genießt ihre Arbeit und das Leben in Brasilien

Ansonsten ist es so, dass ich von Montag bis Freitag ganz normal arbeite. Am Wochenende versuche ich immer viel zu unternehmen und viel zu sehen. Im Oktober war es auch sehr schön, die verschiedenen Oktoberfeste an den Schulen zu sehen. Viele Schulen haben eigene Oktoberfeste organisiert, mit verschiedenen Veranstaltungen. Dort habe ich viele Schüler kennengelernt und auch neue Freunde gefunden, vor allem durch den Kontakt mit brasilianischen Schülern. 

Insgesamt muss ich sagen ich bin mehr als glücklich dieses Auslandsjahr hier in Rio machen zu dürfen und freue mich auf die nächste Zeit.

Bis bald Eure Noemie