Freiwilligendienst im Gap Year: Roberta über Ausflüge an den Pazifik, zur Karibikküste und nach Yucatán

Roberta verbringt ihr Gap Year im Freiwilligendienst in Mexiko. Sie erlebt Ausflüge, Bildungstage, Sprachkurs und besondere Momente

AUF IN DIE WELT: Pyramide auf Yucatán

Robertaaus Nordrhein-Westfalen verbringt ihr Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Deutschen Stiftung Völkerverständigung in Mexiko. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst beim Deutsche Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Mexiko-City entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen.

Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen. Informationen und Praxis-Tipps zum Gap Year und zu Freiwilligendiensten nach der Schulzeit gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal und im Ratgeber E-Book Gap Year.

Ausflüge, Bildungstage, Sprachkurs und besondere Momente in Mexiko

Ich habe viele besondere Erlebnisse und Ausflüge in den letzten zwei Monaten erlebt.

Sprachkurs in Puerto Escondido am Pazifik

Im Oktober ging es für mich und zwei weitere Kulturweit-Freiwillige für eine Woche nach Puerto Escondido im Bundesstaat Oaxaca. Dort absolvierten wir unseren verpflichtenden Spanisch-Sprachkurs. 

Puerto Escondido liegt direkt am Pazifik und ist ein sehr beliebter Ort für Surferinnen und Surfer. Unsere Sprachschule befand sich in La Punta, einem entspannten Viertel mit vielen Cafés, Hostels und jungen Reisenden. Der Unterricht fand jeden Tag von 9 bis 14 Uhr statt. Wir hatten Grammatik, Konversation, einen Kochkurs und sogar eine Salsa-Stunde. 

Trotz der kurzen Dauer war der Kurs sehr intensiv, und ich merkte schnell, wie viel man in einer Woche lernen kann, wenn man die Sprache täglich benutzt. In der Sprachschule haben zudem viele Leute kennengelernt mit denen wir am Nachmittag auch viel unternommen haben. Nachmittags waren wir meistens am Strand, gingen schwimmen oder ruhten uns aus.Der Wetterbericht hatte anfangs einen Hurrikan angekündigt, was uns etwas beunruhigte. Zum Glück blieb dieser aus, und es regnete nur an einem einzigen Tag. Die restliche Woche war sonnig und warm.Besonders schön war die Freilassung von Baby-Schildkröten, die wir im Rahmen eines nachhaltigen Projekts begleiten durften. Es war beeindruckend zu sehen, wie die winzigen Tiere ihren Weg ins Meer fanden. 

Oaxaca de Juárez 

Am Wochenende fuhren wir weiter nach Oaxaca de Juárez, die Hauptstadt des Bundesstaates. Dort erwarteten uns bunte Häuser, traditionelle Märkte und eine lebendige Innenstadt. 

Außerdem besichtigten wir die Naturwunder von Hierveel Agua mit seinen versteinerten Wasserfällen und warmen Mineralbecken. 

Bildungstag zu Klimakrise und Rassismus 

In derselben Woche nahmen wir auch an einem digitalen Bildungstag von kulturweit teil, der sich mit Klimakrise und Rassismus beschäftigte. Anfangs haben wir von der Referentin einen Input über die zwei Themen und deren Verbindung bekommen und anschließend haben wir über das Thema diskutiert. Besonders spannend war es, sich speziell mit Mexikos Klimapolitik sowie seiner Bedeutung im internationalen Vergleich auseinanderzusetzen. Mir wurde bewusst, wie komplex die Situation ist – und wie unterschiedlich die Perspektiven je nach Land sein können.

Die Karibikküste von Mexiko: Cancún

Im November planten wir dann eine weitere Reise, die wir mit zwei Kulturweit-Bildungstagen kombinierten. Diesmal ging es auf die Karibikseite Mexikos – ein ganz anderer Teil des Landes, mit türkisblauem Wasser, weißen Stränden und tropischen Temperaturen.

Der erste Stopp war Cancún, wo wir einen entspannten Nachmittag am Strand verbrachten. Am Nachmittag fuhren wir weiter und nahmen die Fähre nach Cozumel. Die Insel ist bekannt für ihre Unterwasserwelt, und obwohl zwei Tage regnerisch waren, hat mich Cozumel komplett begeistert. Beim Schnorcheln konnte ich Schildkröten, riesige Seesterne und Rochen aus nächster Nähe sehen – ein langer Traum von mir ging damit in Erfüllung. Im klaren Wasser zu schwimmen und diese Meerestiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben war einfach unvergesslich.

Bildungstag: Wiedersehen mit Bekannten

Unsere Bildungstage fanden dort online statt und wir trafen erneut unsere Trainerin aus dem Vorbereitungsseminar in Berlin sowie andere Freiwillige aus verschiedenen Ländern. Der Austausch hat mir sehr gutgetan, denn wir haben offen über Herausforderungen, Erfolge und persönliche Entwicklungen gesprochen. Trotz der Distanz fühlte ich mich im Anschluss wieder stärker mit der Gruppe verbunden. Zudem reflektierten wir die nächsten Monate und besprachen, was wir noch aus dieser Erfahrung mit nach Deutschland nehmen möchten. Es war sehr wertvoll für mich, diese Möglichkeit zu haben, mich mit anderen Freiwilligen auszutauschen. So erinnert man sich immer daran, dass man nicht allein ist.

Die Halbinsel Yucatán: Pyramiden, Chichén Itzá und Cenoten

Nach ein paar Tagen ging es weiter nach Valladolid, einer ruhigen, kolonialen Stadt auf der Halbinsel Yucatán. Von dort aus besuchten wir Chichén Itzá, eine der bekanntesten Maya-Stätten der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, das außerdem zu den sieben Weltwundern der Moderne zählt. 

Die Pyramide mit eigenen Augen zu sehen war beeindruckend, und unser Guide erklärte uns die Bedeutung ihrer Architektur, dieastronomischen Hintergründe und die Geschichte der Maya. Zudem haben wir Maya Ruinen von einer Stadt, bekannt als EkBalam, besichtigt. 

Außerdem erkundeten wir zwei Cenoten – natürliche Süßwasserlöcher, die durch den Meteoriten entstanden, der vor Millionen Jahren im Golf von Mexiko einschlug. In ihrem kristallklaren Wasser zu schwimmen war ein Erlebnis das ich jedem empfehlen kann. Cenotes sind einzigartig und nur auf der Yucatán-Halbinsel zu finden.Die letzten zwei Tage verbrachten wir auf Isla Mujeres, wo wir einfach die Sonne, das Meer und die Ruhe genossen.

Darüber hinaus bekam ich in November Besuch aus Deutschland. Gemeinsam erlebten wir Lucha Libre – mexikanisches Wrestling mit bunten Masken und spektakulären Bewegungen. 

Die Stimmung war unglaublich! Außerdem besuchten wir Coyoacán, das Viertel von Frida Kahlo, und die Pyramiden von Teotihuacán.

Bis bald Eure Roberta