Freiwilliges Soziales Jahr für den Schüleraustausch - Ohne Planung keine Ahnung

Unsere FSJ-lerinnen berichten über ihr Projektmanagement-Seminar in Kiel

Clarissa und Sarah absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur 2017/18 in unserer Stiftung. Sie berichten hier über ihre Erlebnisse

Nur etwa drei Wochen nach unserem Einstiegsseminar hieß es schon wieder „Taschen packen und ab geht die Post“. Zwei Tage lang haben wir uns im Studentenwerk der CAU Kiel intensiv mit allem rund ums Thema „Projektmanagement“ auseinandergesetzt. 

Los ging es am Mittwoch. Dass Clarissas Eltern in Kiel wohnen, kam uns da sehr gelegen, und so konnten wir nach dem vorherigen Abend, den wir mit dem Herrn der Ringe verbrachten, relativ ausgeschlafen und entspannt in den ersten Seminartag starten.

Kurz nach 10 Uhr, nachdem jeder angekommen ist (Es wird immer angefangen, wenn alle da sind. Doch wie lange das dauert, bleibt uns überlassen), setzten wir uns in einen Stuhlkreis, wurden begrüßt und sind in den Tag gestartet. Unser Gastgeber hat sich selbst ebenso wie das Studentenwerk vorgestellt und dann haben wir auch schon besprochen, was denn überhaupt alles ein Projekt sein kann und woran man denken muss.

Kurz nach 12 Uhr gab es Mittagessen und eine Stunde später haben wir in unterschiedlichen Gruppen je nach Projektstand an Ideenfindung oder Strukturplan gearbeitet.

Um 16 Uhr war schon Feierabend angesagt, wir räumten ein bisschen auf und sind danach gegangen. Clarissa hat für die kommende Nacht Johanna, eine weitere FSJlerin, mit aufgenommen und so haben wir am Mittwochabend zu dritt noch einmal den ersten Teil der Herr der Ringe-Trilogie gesehen, bevor wir dann mit dem zweiten weitermachten. Wir hatten definitiv ein paar interessante Unterhaltungen. Für den dritten Teil war aber leider keine Zeit mehr, schließlich mussten wir für den nächsten Tag gut ausgeschlafen, fit und munter sein.

Am zweiten und auch schon letzten Tag des Seminars wurden wir nach dem Mittagessen in zwei Gruppen eingeteilt, die abwechselnd einmal einen Rundgang durch den Sechseckbau des Studentenwerks bekamen und sich andererseits mit „Meilensteinen“ beschäftigten.

Während dieser zwei Tage wurde größtenteils selbstständig gearbeitet und wir konnten fast immer selbst entscheiden, was wir wann machen wollten. So haben einige am Donnerstag weiter an den Aufgaben vom vorherigen Tag gearbeitet, andere sind zum nächsten Schritt übergegangen und wieder andere (das wären dann Clarissa und ich) haben erzählt, gebastelt, gemalt und Pseudo-Projekte geplant.

Aufgrund dessen, dass wir beide mit unserer Projektplanung schon lange durch sind, war nicht viel Progression zu erwarten. So ganz unnötig war es für uns jedoch nicht, da wir nun rücklaufend Konzept erstellen, Risiken formulieren und Zwischenziele stecken können. Außerdem waren reichlich Projektberichte vorheriger FSJler ausgelegt, sodass man sich ganz gut inspirieren lassen sowie die Zeit sinnvoll nutzen konnte.

Es gab immer noch viele Informationen, die auch für unsere Projektberichte von Bedeutung sein werden. Welche Aufgaben beinhaltet mein Projekt? Brauche ich Hilfe und wenn ja, von wem? Wie teile ich meine Zeit am besten ein? Brauche ich finanzielle Unterstützung? Wie sieht es mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus? Diese und andere Fragen, an die man im ersten Moment vielleicht gar nicht gedacht hätte, wurden auf dem Seminar besprochen und am Ende hat jeder etwas für sich mitgenommen.

Am frühen Abend ging es für mich auch schon wieder zurück nach Hamburg und nach zwei gut beschäftigten Tagen und einem (selbstverständlich) verspäteten Zug konnte ich es kaum erwarten, am nächsten Tag wieder vor 6 Uhr aufzustehen, um mich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Das Wochenende wurde so was von ausgeschlafen!

Eure Sarah