Mein Schüleraustausch USA: Das Auslandsjahr in Kalifornien war ganz anders als erwartet

Für Navina war der Schüleraustausch in den USA „wie eine Achterbahnfahrt“

Navina in Kalifornien mit Freundinnen am Strand von Malibu

Navina mit ihrer Stipendien-Urkunde vor der Abreise in die USA

Rückblick von Navina aus Schleswig-Holstein, die ihr Auslandsjahr mit unserem Austausch-Stipendium in Kalifornien verbracht hat

Du hast unser Taschengeldstipendium bekommen, was machst du ehrenamtlich in Deutschland?

Ich habe mich in meiner Schule engagiert und auch ehrenamtlich Nachhilfeunterricht gegeben.

In welchem Land und wie lange hast du dein Auslandsjahr verbracht?

Ich war für zehn Monate in Kalifornien in den USA.

Warum hast du dich für den Schüleraustausch in den USA entschieden?

Mich hat schon immer die Vielfalt der Kultur und der Landschaft fasziniert und ich wollte gerne einmal auf eine amerikanische High School gehen, die man immer in Filmen sieht.

Wie groß war der Kulturschock? Was hat dich in den USA am meisten beeindruckt?

Den größten Kulturschock hat mir das Essen gegeben, weil Fastfood und Burger leider keine Klischees sind, sondern Grundnahrungsmittel. An das Essen habe ich mich auch nie wirklich gewöhnt und bin froh, das deutsche Essen wieder genießen zu können. Am meisten beeindruckt hat mich, wie jeder dort einfach ganz er selber sein durfte und von allen Anderen akzeptiert wurde.

Wie bist du mit deiner Gastfamilie in den USA zurecht gekommen?

Ich habe einmal meine Gastfamilie gewechselt, da ich mich in der ersten Familie überhaupt nicht wohl gefühlt habe und auch gravierende Probleme mit meiner Gastschwester hatte. Danach ging es mir jedoch mit meiner zweiten Familie sehr gut und es fühlte sich bereits nach ein paar Wochen an wie meine eigene Familie.

Was waren deine schönsten und deine wichtigsten Erfahrungen im Schüleraustausch in den USA?

Meine schönsten Erfahrungen waren auf jeden Fall die Ausflüge, welche ich mit meiner Gastfamilie unternommen habe, auch wenn es nur in umliegende Orte, oder auch zum Einkaufsladen ging. Eine wichtige Erfahrung war es definitiv zu sehen, dass ich auch alleine zurechtkomme und mich auf meine Gefühle und Instinkte verlassen kann.

Es geht ja nicht alles immer rosig zu. Was hat dir nicht gefallen? Was waren negative Erfahrungen?

Negative Erfahrungen hatte ich vor allem mit meiner Organisation, die sowohl drei ganze Monate brauchte bis ich in eine neue Gastfamilie gekommen bin und außerdem sehr unprofessionell in allen anderen Bereichen gearbeitet hat.

Hast du in den USA bleibende Freundschaften geschlossen?

Ich habe während meines Jahres eher oberflächliche Kontakte knüpfen können und nur mit einer anderen deutschen Austauschschülerin eine engere Freundschaft geschlossen. Ich werde sie in ein paar Wochen in Deutschland besuchen.

Hast du in den USA neue Hobbies gefunden?

Ich hatte an meiner Schule leider keine Sportarten oder andere Möglichkeiten neue Hobbies zu finden, da meine High School noch sehr neu war.

Du bist jetzt wieder in Deutschland. Ist Alles wie gehabt (Familie, Freunde, Schule)?

Zu meiner Überraschung hat sich nicht viel in meinem deutschen Leben verändert. Meine Familie, Freunde und Schule sind mit kleinen Ausnahmen wie vorher und alles scheint normal. Es hat auch etwas sehr Schönes an sich, zu wissen Zuhause ist alles stabil und sicher. Egal wie weit ich reise, es erwartet mich mein gewohntes Zuhause wenn ich zurück komme.

Hast du Pläne deine Auslandserfahrungen in den USA zu nutzen?

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass ich während meiner Studienzeit ein Jahr im Ausland verbringe, allerdings würde ich gerne noch ein anderes Land als die USA kennenlernen. Ich denke, mein jetziger Austausch hat mich offener für neue Kulturen und Erfahrungen gemacht.

Wovon können sich die Deutschen eine Scheibe abschneiden?

Deutschland könnte auf jeden Fall von den USA lernen, dass man moderne Lernmethoden besser in den Unterricht integrieren kann und offener gegenüber Veränderungen sein kann.

Deine drei Tipps für alle, die zum Schüleraustausch ins Ausland gehen

Mein erster Tipp an jeden der ins Ausland geht: Sei du selbst. Du wirst sehr herausgefordert werden und es ist immer gut dir selbst zu vertrauen und nicht so sehr an dir zu zweifeln, wenn es mal nicht gut läuft oder du auf Ablehnung stößt.

Der zweite Tipp ist: Habe nicht zu hohe Erwartungen und sei offen für wirklich alles. Es ist hart das auch zu erfüllen, aber manchmal sind die Dinge einfach so weit von unseren Erwartungen entfernt, dass man enttäuscht wird und gar nicht schätzen kann wie wunderbar sie trotzdem sind.

Der letzte Tipp: Sage zu allen neuen Erfahrungen "Ja". Ich bin immer ein sehr skeptischer Mensch gewesen und brauchte oft etwas Zeit um mit neuen Dingen warm zu werden, doch im Auslandsjahr muss man manchmal einfach ja sagen, bevor man überhaupt genau weiß, wohin man gerade mitgenommen wird. Die unerwarteten und spontanen Dinge werden immer in Erinnerung bleiben.


Die weiteren Erfahrungsberichte von Navina gibt es hier:

www.schueleraustausch-portal.de/detail/schueleraustausch-usa-wie-navina-ihr-jahr-in-kalifornien-finanziert-hat-und-wie-ihr-das-stipendium-g/

www.schueleraustausch-portal.de/detail/schueleraustausch-usa-in-kalifornien-war-fuer-navina-eine-achterbahnfahrt/

www.schueleraustausch-portal.de/detail/schueleraustausch-usa-thanksgiving-weihnachten-und-waldbraende-in-kalifornien/

www.schueleraustausch-portal.de/detail/schueleraustausch-usa-wie-navina-ihr-traumziel-kalifornien-erreicht-hat/

www.schueleraustausch-portal.de/detail/schueleraustausch-usa-navina-ist-in-kalifornien-angekommen/