Das Abitur ist geschafft, der Start des Studiums oder der Berufsausbildung ist erst in einem Jahr möglich – was können junge Leute jetzt machen, um die Zeit zu nutzen, wenn sie zunächst nur für ein halbes Jahr planen?
Warum solltest Du nach dem Abitur für sechs Monate ins Ausland gehen?
Ein Auslandsaufenthalt ist in jedem Falle für die Zukunft sinnvoller als Dauerurlaub oder Aushilfsjobs in Deutschland. Sobald Du volljährig bist (18 Jahre), steht Dir die ganze Welt offen. Du kannst fremde Länder erleben, etwas für Deine Sprachkenntnisse tun, interessante Menschen treffen und viel für Dein Leben lernen. Die Programme für das Gap Year nach der Schule sind zwar oft auf ein ganzes Jahr ausgerichtet. Du kannst die meisten Angebote aber auch in Kurzzeit-Form absolvieren.
Die wichtigsten Programme für Deinen Auslandsaufenthalt nach dem Abitur: Das Gap Year
Freiwilligenarbeit
Du arbeitest als Assistenz in Bildungseinrichtungen, im sozialen Bereich oder in einem Umweltprojekt. Das reicht von der Hilfslehrkraft in Deutsch oder Englisch oder Mathematik in einer Grundschule in Osteuropa bis zur Mitarbeit in einem Krankenhaus in Thailand. Derartige Freiwilligendienste gibt es in vielen Ländern; auch in englischsprachigen Industrieländern ist das möglich, wenn Du eine professionelle Agentur einschaltest.
Praktikum im Ausland
Du arbeitest in einem Betrieb, um die dortigen Abläufe und Aufgaben praktisch zu erleben. Das bringt Berufserfahrungen und Kontakte fürs Leben. Dafür musst Du nicht nur einen Betrieb im Ausland kennen, sondern auch die Sprache soweit beherrschen, dass Du effektiv arbeiten kannst. Außerdem musst Du eine Arbeitsgenehmigung des Landes haben.
Schnupperstudium
Du schreibst Du dich für einen Summer Course von einigen Wochen in einer Hochschule ein oder Du absolvierst ein ganzes Semester. Viele Hochschulen im anglo-amerikanischen Bereich bieten dafür interessante Programme an. Damit kannst Du ein Fach oder Thema gezielt kennen lernen und dabei auch gleich feststellen, ob diese Richtung für Dein späteres Vollstudium in Deutschland geeignet ist. Außerdem lebst Du dann vor Ort und hast Zeit, Land und Leute kennen zu lernen.
Sprachkurse
Du gehst an eine Sprachschule im Ausland, absolvierst dort einen Kurs von mehreren Wochen und kannst danach deine Sprachkenntnisse in der Praxis anwenden. Oft wird das in ein Work and Travel-Programm integriert. Sowohl im englischsprachigen Ausland als auch in Frankreich und spanisch sprachigen Ländern gibt es viele gute Sprachschulen.
Work and Travel
Du lebst für sechs Monate mit einem speziellen Visum in dem Land Deiner Wahl und lernst es kennen, indem Du abwechselnd arbeitest und reist. Durch das Arbeiten lebst Du nicht nur mit den Einheimischen zusammen und übst die Sprache, sondern Du kannst durch das Arbeiten auch einen Teil der Kosten decken. Außer den klassischen Zielen Australien und Neuseeland kannst Du als Backpacker auch viele andere Länder bereisen. Neuerdings gibt es auch ein Abkommen zwischen Argentinien und Deutschland, das Work and Travel in Argentinien möglich macht.
Wie Du einfach zu Deiner Entscheidung für den Auslandsaufenthalt nach der Schule kommst
Am besten gehst Du stufenweise vor und überlegst Dir vorab, was Du lernen willst und welche Länder für Dich besonders interessant sind. Im zweiten Schritt kannst Du Dir einen Überblick über das Angebot verschaffen, indem Du im Internet auf einem einschlägigen Portal recherchierst. Du solltest allerdings darauf achten, nur seriöse und leistungsfähige Anbieter in den Blick zu nehmen. Dafür empfehle ich Dir dieAnbietersuchmaschine im SchülerAustausch-Portal, in dem Du viele Tipps und Erfahrungsberichte findest. Im dritten Schritt solltest Du mit mehreren Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt.

