Schüleraustausch 2016 – So bekommt man jetzt noch einen Platz

Wer in den nächsten Monaten ins Ausland starten will, kann noch attraktive Angebote finden

Die Hauptzeit für die Auswahl und Bewerbung um einen Platz in einem Auslandsprogramm ist Ostern zu Ende gegangen.  Für Fernweh-Begeisterte gibt es aber eine gute Nachricht: Man kann weiterhin attraktive Angebote finden. Wir haben die wichtigsten für dich zusammen gestellt.

Plätze für Schüleraustausch ab Sommer 2016

Schüleraustausch-Restplätze 2016 finden

Aus mehreren Gründen gibt es noch Plätze für Schulaufenthalte im Ausland. So kommt es vor, dass Schülerinnen oder Schüler aus persönlichen, gesundheitlichen oder familiären Gründen den zugesagten Platz kurzfristig doch nicht annehmen, so dass ihr Platz wieder frei wird.

Die deutschen Anbieter bekommen von ihren Partnern im Ausland normalerweise feste Kontingente an Plätzen zur Verfügung gestellt bekommen. Dabei kommt es vor, dass die Anbieter aus den verschiedensten Gründen im regulären Ablauf nicht alle Plätze vollständig vergeben können. Viele Organisationen haben daher sogar kurz vor den Ausreiseterminen noch einzelne "Restplätze" zur Verfügung.

Schüleraustausch in „ausgefallenen“ Ländern

Die Vorstellung, dass man das Auslandsjahr unbedingt in den USA oder einem anderen englischsprachigen Land machen muss, ist falsch: Insgesamt kannst du ein Auslandsjahr heute in mehr als 60 Ländern der Welt absolvieren. Bei den weniger "populären" Ländern hat man genauso eine außergewöhnliche kulturelle Erfahrung machen und sich selbst weitere entwickeln. In jedem Falle lernst du eine Sprache, die über den "Englisch-mainstream " hinausgeht. Außerdem ist das Auslandsjahr dort oft relativ preisgünstig. Viele Anbieter haben mehr als zwanzig Länder im Programm und noch bis in den Sommer hinein Plätze in diesen Ländern zu vergeben.

Um welche Länder handelt es sich? Dazu gehören Ziele in Westeuropa genauso wie in Osteuropa, Süd-und Mittelamerika und in Teilen Asiens. Beispiele in Europa sind Frankreich, Italien, Norwegen, Rumänien, Schweden, Spanien, die baltischen Staaten, Polen, Tschechien und Ungarn. Man kann in die meisten Länder Mittel- und Südamerikas gehen - von Argentinien über Brasilien Chile, Costa Rica, Ecuador bis Mexiko. Wenig bekannte Ziele in Afrika und Asien sind Indien, Südafrika und Thailand.

Dein Ziel 2016: Sprachen lernen?

Sprachkurse

Wer vor allem daran interessiert ist, speziell die Kenntnisse in einer Fremdsprache zu verbessern, kann als Schüler einen Sprachkurs im Ausland machen. Die meisten Angebote sind auf die Ferienzeiten in Deutschland abgestimmt. Du kannst in den Sommer- oder in den Herbstferien eine Sprachschule im Ausland besuchen. Die meisten Angebote umfassen zwei bis drei Wochen Unterricht mit Anreise, Unterkunft, Betreuung, Freizeit- und Kulturangebot. Die meisten jungen Deutschen lernen Englisch, und zwar in England oder auf Malta. Es gibt auch gute Sprachschulen in Nordamerika.

Ferien- und Sommercamps

Internationale Jugendcamps verbinden einen Sprachkurs mit dem Erlebnis, in einer international gemischten Schülergruppe ein anderes Land kennen zu lernen. Für Deutsche sind vor allem Camps in Großbritannien und Nordamerika interessant. Wegen der kurzen Dauer (mehrere Wochen) lassen sich diese Camps gut in den Ferien "unterbringen". Du musst dich nicht von der Schule befreien lassen.

Austausch zum Jahreswechsel starten

Du kannst dir die Unterschiede der Schulsysteme in der Welt zunutze machen. Dazu musst du wissen: Es gibt Länder und Programme, bei denen man nicht auf das bei uns bekannte Schuljahr festgelegt ist. So beginnt das Schuljahr "downunder" im Januar. Zudem sind die Schuljahre dort in "Terms" unterteilt. Austauschschüler können für einen Kurz-Aufenthalt von einem Term von 3 Monaten ins Ausland gehen. Angebote für Auslandsaufenthalte findest du in der Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal

Austausch 2016: Der Praxis-Tipp zum Vorgehen

Wie sollte man am besten vorgehen, um jetzt noch einen guten Platz zu bekommen? Wir haben Dr. Michael Eckstein, den Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Völkerverständigung gefragt, der die Entwicklung auf dem „Schüleraustausch-Markt“ seit Jahren beobachtet. Seine Tipps zum Vorgehen:

1.    Zuerst sollten die Schülerinnen und Schüler überlegen, worauf es ihnen vor allem ankommt – ein bestimmtes Land, eine bestimmte Sprache, High School oder Sprachkurs, wie hoch ist das Budget? Das ist auch wichtig um vorbereitet zu sein, wenn man ein interessantes Angebot bekommt und eine schnelle Entscheidung nötig ist.

2.    Dann kommt es darauf an, die Anbieter zu „durchforsten“ unter dem Gesichtspunkt: was wird aktuell angeboten? Welche Organisationen sind seriös und leistungsfähig?

Gute Informationsquellen sind die Angebotsübersichten der seriösen Anbieter auf dem Schüleraustausch-Portal und persönlich auf den SchülerAustausch-Messen in den nächsten Monaten: am 16.04.2016 in Hannover, am 28.05.2016 in Hamburg, am 04.06.2016 in Köln und am 04.06.2016 in München

3.    Bewertung und Vergleich der Angebote. Dazu gehören vor allem qualitative Kriterien, insbesondere die Beratung als auch die zuverlässige organisatorische Unterstützung und Abwicklung in der verbleibenden, oft kurzen, Zeit. Tipps zur Anbieter-Auswahl gibt es in unserem E-Book

4.    Der Blick auf die Kosten. Dazu muss man wissen: Im High School-Bereich gibt es immer wieder den Fall, dass ein Anbieter den Platz günstig anbietet, um ihn überhaupt noch besetzen zu können; dies gilt gerade für die hochpreisigen Angebote. Hier hilft also vor allem eines: Nachfragen, ob man einen Rabatt bekommen kann.

Dr. Michael Eckstein: „Wer jetzt einen Platz für einen Austausch 2016 sucht, kann gute Angebote finden, man muss nur etwas genauer hinsehen. Die Kosten für den Auslandsaufenthalt müssen gar nicht besonders hoch sein; teilweise gibt es sogar Sonderkonditionen für Spätstarter."