Schüleraustausch Dänemark: 9 Erfahrungen und Tipps zur Gastfamilie und der Austauschorganisation

Nele gibt Tipps für das gute Zusammenleben mit der Gastfamilie. Ihre Erfahrungen mit der Austauschorganisation waren dagegen enttäuschend

Schüleraustausch in Corona-Zeiten: Nele in Dänemark

Nele aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Dänemark. Sie lebt bei ihrer Gastfamilie im Norden Jütlands. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Europa kann man im Schüleraustausch Blog sehen.

Viel Hilfe und Unterstützung hat Nele von ihrer Gastfamilie bekommen

In dieser ganzen Zeit haben mir meine Familie, meine Freunde und meine Gastfamilie viel geholfen. Ich habe echt großes Glück mit meiner Gastfamilie und kann mich glücklich schätzen, dass wir so gut miteinander klarkommen.

Hilfreich ist, aktiv auf die Gastfamilie zuzugehen

Klar, es erfordert auch dass man sich mit einbringt, offen ist und sich für alles interessiert, aber vom ersten Tag an, habe ich mich sehr gut integriert.

Schüler sollten vor dem Start im Ausland Kontakt zur Gastfamilie aufnehmen

Ein Grund dafür ist, dass mich meine Gastfamilie so offen aufgenommen hat und mich als Teil von ihnen ansieht; Ich glaube aber auch, dass es etwas geholfen hat, vor meiner Ankunft in Dänemark mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Wenn ihr also die Chance dazu habt, nehmt wirklich vorher Kontakt zu eurer Gastfamilie auf. Es muss nicht viel sein, aber man zeigt automatisch Interesse und kann seine Gastfamilie schon ein bisschen kennenlernen.

Für das Zusammenleben mit der Gastfamilie gilt, dass die Gastschüler an das Leben integrieren

Was ihr auch immer im Hinterkopf haben solltet ist, dass es kein „falsch“ und „richtig“ geben wird. Es wird nur Unterschiede geben. Es mag Zeiten geben, wo diese euch vielleicht wirklich auf die Nerven gehen werden, aber das ist euer Leben in der Gastfamilie. Ihr müsst euch alle aneinander gewöhnen und auch für eure Gastfamilie wird es Unterschiede zu ihrem normalen Leben geben.

Für den Umgang mit der Gastfamilie ist wichtig, auf die einzelnen Menschen einzugehen

Im Prinzip hört man vor seinem Auslandsjahr so viele verschiedene Meinungen, Regeln und Tipps, die teilweise total unterschiedlich sein können. Ich sage nicht, dass die Leute im Unrecht sind, aber im Grunde genommen müsst ihr viele Sachen für euch selbst herausfinden. Findet einen Weg, der euch und eurer Gastfamilie passt – dann ist alles In Ordnung. Wie gesagt, es gibt kein „richtig“ und „falsch“.

Am besten wird der Schüleraustausch, wenn man ohne feste Erwartungen startet

Mein wichtigster Tipp ist jedoch: Habt keine wirklichen Erwartungen vor der Abreise an euer Auslandsjahr. Lasst es auf euch zukommen und versucht euch nicht alles vorzustellen und auszumalen.

Durch Offenheit kann man im Auslandsjahr Enttäuschungen vermeiden und Chancen erkennen

Dadurch kann man nicht enttäuscht werden und man ist automatisch offener für alles. Im Laufe der Zeit werden und können sich auch Erwartungen entwickeln, aber lasst diese am besten am Anfang weg. Ich kann es nur empfehlen. Es mag schwer klingen, aber ich habe es selbst geschafft und ich habe in meinen ersten Monaten keine Enttäuschung verspürt und habe alles auf mich zukommen lassen, da ich kein Bild von meinem Auslandsjahr in meinem Kopf hatte.

Die Aufgaben der Austauschorganisation im Ausland

Als Ansprechpartner werden euch auch lokale Koordinatoren zugeteilt, die ihr jederzeit ansprechen könnt. Normalerweise organisieren diese auch etwas mit anderen Austauschschülern in eurer Region, damit man besser mit ihnen in Kontakt kommt und etwas zusammen unternimmt.

Nele über ihre Erfahrungen mit der Austauschorganisation in Dänemark

Meine lokale Koordinatorin hat leider nicht allzu viel unternommen. Ein Teil ist sicher mit der Corona-Situation zu entschuldigen. Dennoch waren einige dänische Gastfamilien der Meinung, dass unsere dänische Organisation, vor allem in der Corona-Zeit, zu wenig mit uns Austauschschülern unternommen hat oder zu wenig Soziales angeboten hat. Wir konnten zwar immer Kontakt zu unserer Organisation aufnehmen, aber viele andere Austauschschüler haben sich auch besonders im Lockdown allein gefühlt. Da hat meine Organisation etwas zu passiv agiert.

Eure Nele