Schüleraustausch für vier Wochen: Angebote, Kosten, Alternativen, gute Austausch-Organisationen

Neuerdings werden auch High School-Aufenthalte für wenige Wochen angeboten: Überblick und Tipps für die Auswahl der Austausch-Organisation

Antonia war ein Jahr an einer High School. Das geht auch ab vier Wochen

Viele junge Leute wollen andere Länder, Menschen und Kulturen kennen lernen. Sie wollen dafür aber nicht gleich für ein ganzes Jahr ins Ausland gehen. Das gilt auch für den Schüleraustausch, also den High School-Aufenthalt im Ausland. Das Beispiel sind vier Wochen Schüleraustausch an einer High School im englischsprachigen Ausland.

Kurzzeit-Aufenthalte für Schülerinnen und Schüler gibt es in verschiedenen Formen

  • Im Rahmen von Klassen-Austauschprogrammen von Schulen. Dann reist eine Gruppe von Schülern mit Begleitung von Lehrern für ein bis zwei Wochen ins Ausland, meistens in Europa. Im Gegenzug kommt eine Schülergruppe zu euch und es wird erwartet, dass du bzw. deine Familie einen Schüler für diese Zeit aufnimmt.
  • Ferien-/Sommercamps umfassen einen Aufenthalt von zwei bis vier Wochen in einer Gruppe, meistens in Kombination mit einem Sprachkurs. Hier verpasst du keinen Schulstoff, wenn dies während der deutschen Ferienzeiten stattfindet.
  • Sprachkurse im Ausland. Diese Kurse dauern normalerweise zwei bis drei Wochen. Du lernst die Sprache, meistens Englisch, vor allem in England oder auf Malta. Diese Kurse finden in den Ferien statt. Du verpasst also keinen Schulstoff. Allerdings: Du gehst dort nicht normal in die Schule.
  • Ein High School-Aufenthalt im Ausland, also der klassische Schüleraustausch. Dafür gibt es neuerdings Angebote seriöser Austausch-Organisationen. Dabei kannst Du wählen zwischen staatliche High Schools und Privatschulen mit Unterbringung in einer Familie oder in einem Internat.

Kurzzeit-Schüleraustausch: Der Nutzen für deutsche Schülerinnen und Schüler

Der Vorteil für dich liegt vor allem darin, dass du zunächst nur "Schnuppern" kannst, bevor du dich für einen längeren Auslandsaufenthalt entscheidest. Weiterer Vorteil ist, dass ein Kurzzeit-Programm einfacher mit der Schullaufbahn in Deutschland zu vereinbaren ist, weil weniger Stoff in Deutschland "versäumt" wird.

Die Kosten von Kurzzeit-Schüleraustauschen

Kurze Auslandsaufenthalte sind mit vergleichsweise höheren Kosten verbunden, weil die Organisations- und Reisekosten natürlich in jedem Falle anfallen, unabhängig davon, wie lange du ins Ausland gehst. Sparen kannst du hier, indem du ein weniger teures Zielland aussuchst und die Anbieter vergleichst.

Wann solltest du deinen Kurzzeit-Schüleraustausch machen?

Wenn es dir darum geht, keinen Schulunterricht zu verpassen, kannst du ein Land auswählen, in dem du dann in die Schule gehen kannst, wenn hier Ferien sind. Das zum Beispiel in Australien und Neuseeland möglich, weil dort das Schuljahr anders liegt als in Europa. Es gibt aber auch Privatschulen in anderen, „näheren“ Ländern, die flexibel sind und möglich machen „was geht“.

Wo du gute Angebote für Kurzzeit-Schüleraustausch und High School findest

Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung hat kürzlich einen Marktüberblick herausgegeben, welche Kurprogramme für 2018/19 derzeit angeboten werden. Dafür hat die Stiftung die seriösen Anbieter befragt. Das Ergebnis kannst Du als E-Book hier kostenfrei herunter laden

Einen Überblick und Vergleich der Angebote seriöser Anbieter findest du in der Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal. Persönlich kannst Du diese Austausch-Organisationen auf den AUF IN DIE WELT-Messen der Deutschen Stiftung Völkerverständigung kennen lernen und vergleichen. Der Eintritt zu den Messen ist kostenfrei. Orte und Termine findest du hier: www.aufindiewelt.de/messen