Annika aus Baden-Württemberg verbringt ihr Auslandsjahr im Schüleraustausch mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in Ottawa. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.
Annika hat vier verschiedene Phasen im Schüleraustausch in Kanada erlebt
Ich würde meine Zeit hier in Kanada in vier Phasen einteilen.
Phase 1 die Ankunft im Schüleraustausch
Zuerst ist alles interessant, es gibt viel Neues zu sehen und man lernt zuerst seine Gastfamilie kennen. Dann beginnt die Schule. Es gibt neue Leute kennenzulernen, Klassen zu verstehen und man bildet langsam einen Tagesablauf. In dieser Phase hält man sich oft nah zu anderen internationalen Schülern oder Leuten seiner eigenen Nationalität.
Phase 2 Die Eingewöhnung in Kanada und mit den Menschen
In dieser Phase fängt man langsam an zu verstehen, wie alles abläuft. Man lernt die neue Gegend kennen, in der man lebt (welche Busse wohin fahren, die Straßennamen) und man fängt an mit Leuten in der Schule Kontakte zu knüpfen.
Phase 3: Das Leben in Kanada wird entspannt
Nun ist man schon länger im Ausland. Man hat eine feste Tagesroutine, Freunde in der Schule und eventuell ein paar neue Hobbys. Wichtig ist es von den anderen Leuten aus dem eigenen Land loszukommen, damit man Leute, die aus dem Gastland kommen kennenlernen kann. Außerdem wird es helfen weniger Heimweh zu haben und die Sprache zu lernen. Man fängt an, deutsche Wörter zu vergessen.
Phase 4: Das Leben in Kanada wird Alltag – der Abschied kommt in Sicht
Nun kommt das Jahr schon zum Ende. Man hat ein normales Leben hier im Ausland gebildet und die letzten Prüfungen sind vorbei. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Pläne werden geschmiedet, sich mit Freunden, die man hier kennengelernt hat zu treffen und Kontakte werden ausgetauscht. Nun geht es auf die Rückreise nach Hause und man muss sicher 10.000 mal jedes kleinste Detail seiner Erfahrung erzählen.
Annika hat zwei wichtige Tipps für Austauschschüler
Im Schüleraustausch nicht schüchtern auftreten
Mein bester Tipp für Schüler, die ins Ausland reisen ist es, nicht schüchtern zu sein. Oft kommt man in der Schule in Gruppen, die sich schon seit Jahren kennen. Das heißt, diese Leute werden wahrscheinlich nicht auf Dich zukommen und anfangen mit dir zu reden, das muss man schon selbst in die Hand nehmen.
Im Schüleraustausch ist regelmäßiger Kontakt mit zuhause gut
Außerdem ist es völlig okay, wenn du täglich oder wöchentlich mit deinen Eltern telefonierst. Es ist die eigene Entscheidung. Persönlich rede ich ungefähr ein bis zweimal die Woche mit meinen Eltern, aber ich kenne auch Leute, die das sehr viel öfter machen.
Eure Annika

