Schüleraustausch Kanada: Lilly hat im ersten Halbjahr viel erlebt und kein Heimweh bekommen

Lilly verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Kanada – sie hatte bisher eine schöne Zeit, insbesondere Weihnachten, und kein Heimweh

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch Kanada am Atlantik

illy aus Nordrhein-Westfalen verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in Nova Scotia am Atlantik. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.

Lilly hatte ein gutes und spannendes erstes Halbjahr im Schüleraustausch in Kanada

Nun ist es tatsächlich fast soweit: Die Hälfte meines Auslandsaufenthaltes ist vorbei. In diesen 5 Monaten habe ich so viele neue Erfahrungen gesammelt und so viel erlebt, wie zum Beispiel kanadische Weihnachten und Silvester. All diese wunderschöne Zeit, habe ich mit meinen Gastschwestern geteilt, die mir so ans Herz gewachsen sind, dass es mir das Auf-Wiedersehen unglaublich schwer macht. Denn eine meiner Gastschwestern bleibt nur fünf Monate und sitzt in zwei Wochen schon wieder im Flugzeug nach Hause.

So schwer es mir auch fällt, sehe ich trotzdem mit Vorfreude in den Rest des Schuljahres mit all meinen Freunden und auch meiner neuen Gastschwester aus Italien. Und auch auf meine neuen Fächer im nächsten Semester, da ich dann in einem Kurs bin, indem man lernt Filme und Videos zu drehen und sie anschließend zu bearbeiten.

Lilly kommt in der High School in Kanada gut mit

Der Schulstoff ist nach wie vor einfach und man kann gut mithalten ohne viel lernen zu müssen. Ich hoffe, dass dies im nächsten Semester auch so bleibt.

Weihnachten und Silvester in Kanada

Unser Weihnachten und Silvester haben wir in dem Haus der Tochter unserer Gasteltern verbracht. Sie hat ein riesiges Haus mit großem Garten, wo sie mit ihrem Mann lebt. Als wir dort ankamen, war alles schon wunderschön dekoriert und als ich und meine Gastschwestern unser gemeinsames Schlafzimmer betraten, fanden wir 5 bis 6 große Pakete vor.

An manchen Tagen durften wir dann eins öffnen und eine Weihnachtsüberraschung genießen, wie Plätzchen backen, ein Lebkuchenhaus dekorieren, ein Weihnachtskrimidinner und noch vieles mehr.

Wir hatten eine tolle Weihnachtszeit und sogar Schnee

Wir haben viele Schneeballschlachten gemacht, Schneemänner gebaut und sind Schlitten gefahren. An Heiligabend zogen wir uns dann alle aufeinander abgestimmte Weihnachtsschlafanzüge an, aßen Truthahn und öffneten gegenseitig unsere Geschenke. Danach saßen wir noch eine ganze Weile dort, freuten uns über unsere Geschenke und redeten und lachten den Rest des Abends.

Silvester mit vielen internationalen Erfahrungen der Austauschschülerinnen in Kanada

An Silvester durften meine Gastschwestern und ich uns eine Tradition aus unserem Heimatland aussuchen, die wir dann alle zusammen machen. Meine Gastschwester aus Spanien erzählte von ihrer Tradition, an der man bei jedem Glockenschlag um Mitternacht eine Weintraube isst, damit man im nächsten Jahr Glück hat.

Bei meiner Gastschwester aus Brasilien ist es Tradition, dass man im neuen Jahr nach Mitternacht in einen See springt. Da wir aber keinen See hatten (und es auch wesentlich zu kalt war) ging das zwar nicht, allerdings hat es geregnet und so sind wir einfach raus in den Regen gelaufen und haben dort getanzt. Ich schlug vor Bleigießen zu machen und damit unsere Zukunft für das neue Jahr vorherzusagen. Dafür benutzten wir Wachs.

Es war wirklich ein toller Abend und besser hätte mein 2023 nicht starten können.

Lilly hat kein Heimweh

Natürlich vermisst man in so einer Zeit Zuhause natürlich schon ein bisschen, aber insgesamt bekomme ich hier so viel Ablenkung, dass ich gar keine Zeit dazu habe traurig zu sein. Und tatsächlich muss ich sagen, dass ich gar kein wirkliches Heimweh habe/hatte, was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass ich mich hier einfach wohl fühle.

Es fühlt sich total irreal an, daran zu denken, dass ich meine Familie und Freunde das letzte Mal vor 5 Monaten gesehen habe. Und natürlich freue ich mich darauf sie endlich wieder in die Arme schließen zu können. Aber ich bin so froh hier zu sein, dass das keine Eile hat, denn schließlich sind sie nur einen Klick auf meinem Handy von mir entfernt und ich habe sie somit immer bei mir.

Bald mehr von mir

Eure Lilly