Schüleraustausch Kanada: Rieke über Höhen und Tiefen im Auslandsjahr und den Wechsel der Gastfamilie

Rieke verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Kanada –Erfahrungen mit Euphorie, Gastfamilie, Heimweh und ihre Erlebnisse in Kanada

AUF IN DIE WELT Schüleraustausch in Kanada: In Yukon

Rieke aus Niedersachsen verbringt ihr Auslandsjahr das Auslandsjahr im Schüleraustausch mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz British Columbia. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen (www.aufindiewelt.de/blog/kanada). Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.

Die Phasen des Auslandsjahres unterscheiden sich

Auf unserem Vorbereitungstreffen von der Organisation haben wir eine Mappe mit ganz vielen verschiedenen Diagrammen und Informationen bekommen. Dabei war auch eine Kurve, die die verschiedenen Abschnitte eines Auslandsjahr gezeigt. In der Vorbereitungsphase war es für mich wichtig, alle Dokumente ordentlich zu sortieren und alles auszudrucken. Auch der Kontakt zu meiner Gastfamilie war wichtig für mich, um mich darauf einzustellen, was auf mich zukommt.

Rieke war nach ihrer Ankunft im Schüleraustausch in Kanada euphorisch

Als ich in Kanada ankam war ich überwältigt von den neuen Eindrücken. Ich habe für zwei Wochen geschwärmt von dem Land, der Natur und den Menschen. Doch nach diesen zwei Wochen hat es angefangen, dass ich zu Hause vermisst habe.

Rieke wechselt in Kanada die Gastfamilie

Ich habe nicht direkt meine Familie und meine Freunde vermisst, sondern das „Wohlfühl-Gefühl“. Ich habe mich bei meiner Gastfamilie nicht geborgen gefühlt und hatte das Gefühl, dass ich ein Fremdkörper in der Familie bin. Zudem war ich in dieser Zeit auch öfters krank und ich musste damit selbst klarkommen. Ich habe meine Familie in dieser Zeit viel angerufen und habe gemerkt, dass mir das gut getan hat. Dies war der Zeitpunkt, wo ich das erste Mal realisiert habe, dass ich mein zu Hause für 10 Monate nicht sehen werde.

Ich konnte auch jederzeit meine Organisation anrufen. Dies habe ich auch getan und zusammen mit ihnen überlegt, ob ich die Gastfamilie wechseln oder doch in der Familie bleiben soll. Bei jedem Problem konnte ich mich bei meiner Organisation melden und habe kurze Zeit später eine Antwort auf meine Fragen bekommen

Nachdem ich meine Gastfamilie gewechselt hatte, ging es dann auch wieder bergauf. Ich habe viel mit Freunden unternommen und habe die Zeit hier genossen. Auch Zeit mit der Gastfamilie gehört dazu, um sich im fremden Lande wohlzufühlen.

Schüleraustausch Kanada: Meine beiden Gastfamilien sind unterschiedlich

Ich habe in diesen zwei Wochen gemerkt, dass Gastfamilien sehr unterschiedlich sein können und man seine Gastfamilie nicht unbedingt mit anderen vergleichen sollte. Ich habe mich gut in meiner Gastfamilie eingelebt. Abends probieren wir oft zusammen zu essen, jedoch funktioniert das unter der Woche nicht immer. Wir sitzen überwiegend abends zusammen und reden über alle möglichen Dinge.

Trotz Schule und Freunde gibt es Phasen, wo im Schüleraustausch in Kanada das Heimweh kommt

Meistens kommt es, wenn irgendwas anderes in der Gastfamilie, in der Schule oder mit Freunden passiert. Um damit klarzukommen, gucke ich, was in den nächsten Wochen oder sogar Monaten ansteht, worauf ich mich freue. Bei mir sind das jetzt noch ein Trip nach Tofino und die Tanzaufführung im Juni.

Meistens gucke ich mir dann Serien oder Filme an, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Es hilft mir auch, Familie und Freunde anzurufen und mit ihnen zu reden. Ich habe im Januar angefangen auf kleine Zettel Situationen aufzuschreiben, in denen ich glücklich war. Das zeigt mir immer wieder, dass es viel mehr Momente gab, in denen ich glücklich war.

Rieke erlebt im Schüleraustausch in Kanada Höhen und Tiefen

Auch wenn es mir die meiste Zeit in meinem Auslandsjahr gut ging, gab es immer wieder Momente, in denen man sich einsam oder fehl am Platz gefühlt hat. Bei mir war es vor allem die Weihnachtszeit und die Zeit im Januar, wo ich gemerkt habe, dass nun bald viele von meinen Freunden nach Hause fahren werden. Jedoch war diese Trauer nicht von langer Dauer, denn es kamen die neuen Austauschschüler/innen und man hat sich auf neue Leute und neue Geschichten eingestellt.

Rieke hat keine Langeweile in Kanada

Ich probiere jedes Wochenende mit meiner Familie in Deutschland zu telefonieren, um mich mit ihnen auszutauschen und von meinem Leben hier zu erzählen. Wenn es zeitlich mal nicht funktioniert, habe ich hier genug Leute kennengelernt, mit denen ich über all meine Probleme reden kann, die mir zuhören und für mich da sind. Außerdem kann man immer wieder neue Leute kennenlernen und somit wird es nicht langweilig.

Rieke hat sich an das Leben und die Kultur in Kanada gewöhnt

Nach der Heimwehphase kommt die Phase, in der man sich an die neue Kultur gewöhnt hat und man sich wohlfühlt. Ich habe mich an meinen Alltag hier gewöhnt. Ich muss wenig für die Schule machen und habe trotzdem gute Noten. Ich kann mich viel mit Freunden treffen und genieße jede freie Minute. Von der Schule wurden Trips in verschiedene Regionen und zu verschieden Orten organisiert.

Rieke nutzt die Angebote ihrer High School für Unternehmungen

Es gab dann einen Tag an den man sich für diese anmelden konnte und wenn man pünktlich war, ist man mit auf die Trips gekommen. Die Trips haben einen abgelenkt vom Heimweh und man kommt mit Erinnerungen wieder, die einen noch lange begleiten werden.

Rieke freut sich auf ihre Familie zuhause

Wo ich auf der einen Seite hierbleiben möchte, freue ich mich jedoch auch schon wieder darauf, in zwei Monaten zu Hause in meinen eigenen vier Wänden zu liegen und die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu genießen. Ich werde die letzten zwei Monate hier in Kanada nochmal ordentlich genießen!

Eure Rieke