Schüleraustausch: Traumziel Kanada

Schülergruppe des Barnim-Gymnasiums berichtet von ihrer Kanada-Reise

Die Gruppe mit Toronto vom CN-Tower aus gesehen (Foto: Himmelbauer)

Die Schüler am Flughafen in Toronto (Foto: Himmelbauer)

Kanada ist hat ein sehr gutes Bildungssystem, eine internationale Bevölkerung und Weltoffenheit und eine großartige Natur. Kein Wunder, dass <link wohin informationen-zu-wichtigen-zielen kanada internal link in current>Kanada der Geheimtipp für die jungen Deutschen ist, die es in die Ferne zieht. Nach den USA ist Kanada das Land, in das die meisten jungen Deutschen während der Schulzeit gehen.

Die Möglichkeiten, Kanada zu entdecken, sind vielfältig. Zum ersten Kennenlernen, bevor man sich für ein halbes oder ganzes Schuljahr nach Kanada startet, kann man zum Beispiel eine Sprachreise oder ein Sommercamp machen - oder eine Schülerreise im Rahmen der eigenen Schule, wie das Barnim-Gymnasium in Berlin.

Im Herbst 2013 hat die Schülergruppe des Barnim-Gymnasiums (Berlin) eine Rundreise durch Kanada unternommen. Die verantwortliche Lehrerin, Jennifer Himmelbauer, hat uns von ihren Erfahrungen berichtet. Berichte mehrerer Schüler folgen in den nächsten Tagen - alles unter dem Motto "Inspiration Canada". Weitere Erfahrungsberichte findest Du hier

Hier kommt der Bericht von Jennifer Himmelbauer:
Bei geradezu spätsommerlichen Temperaturen reiste die Schülergruppe des Barnim-Gymnasiums aus Berlin-Lichtenberg in Toronto an. Es war der Startschuss der 14-tägigen Schülerreise und das erste Mal, dass sich Schüler und Schülerinnen des Barnim-Gymnasiums auf die weite Reise über den Ozean in das zweitgrößte Land der Erde aufmachten.

Die ersten vier Tage kam die Gruppe in Begleitung des Schulleiters Herr Schmidt-Ihnen und mir als Französisch-Lehrerin in dem Hostel Planet Traveler in der College Street unter. Zwischen Kensington Market und Chinatown gelegen, war dies ein idealer Standort, um die „multikulturellste Stadt der Welt“, als die Toronto immer wieder bezeichnet wird, zu erleben und mehr über die Immigrationsgeschichte der Stadt zu lernen.

Diese Vielfältigkeit zeigte sich auch bei unserer Führung über den riesigen Campus der University of Toronto, auf dem sich stets Studenten aus der ganzen Welt tummeln. Der St. George Campus erschien uns als eine kleine eigene Stadt und Gesellschaft, in der das „Socialising“ mit den Kommilitonen nach der Vorlesung, im Hockeyteam oder Comic-Club genauso wichtig ist wie das Studieren selbst.

Nach zwei Tagen in der Vier-Millionen-Metropole freute sich die Berliner Gruppe, die weitere Umgebung Torontos kennenlernen zu dürfen, deren Ausmaß vom CN-Tower aus bereits bestaunt worden war. Der Weg führte zu dem bekanntesten Naturspektakel des Landes, den Niagara Falls. Bei Sonnenschein und blauem Himmel entstanden unzählige Fotos, selbst während der windigen und nassen Bootsfahrt Maid of the Mist, die uns direkt an die Wasserfälle brachte und zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Die Berliner Schüler sollten auch lernen, was es heißt, innerhalb des weiten endlosen Flächenstaates Kanadas umher zu reisen. Nach einer siebenstündigen Zugfahrt erreichten wir die nächstliegende Metropole Montréal. Wir verließen die anglophone Provinz Ontario und befanden uns nun im frankophonen Québec.

Die „belle province“ („the beautiful province“), wie sie liebevoll von den Quebeckern genannt wird, unterscheidet sich nicht nur in ihrer Sprache, sondern auch in ihrer Kultur, Bildung, Wirtschaft und Politik von den anderen Provinzen und führt in vielerlei Hinsicht ein Eigenleben. So ist etwa unsere Partnerschule eine Bildungsinstitution („Cégep“), welche Schüler nach der 10.Klasse auf einen technischen Beruf oder die Universität vorbereitet, eine nur in Québec existierende Schulform.

Empfangen wurden die deutschen Schüler in Montréal von ihren quebeckischen Austauschschülern des Cégep de St. Laurent, die uns sofort mit großer Freude und Aufgeschlossenheit begegneten. Dementsprechend angenehm gestaltete sich der gemeinsame Schultag am nächsten Morgen, der die deutsche und kanadische Gruppe schnell zueinander führte. Ein gemeinsamer Ausflug in die Laurentinischen Berge nach Mont Tremblant mit einer Wanderung durch die vom Indian Summer geschmückte Landschaft folgte.

Weitere Highlights waren eine Stadtführung durch die Altstadt von Montréal sowie der Besuch des Goethe-Instituts. Hier wurden die Schüler im Rahmen einer Stadtralley auf die Suche nach deutschen Spuren in der Innenstadt geschickt.

Auch den kanadischen Nationalsport durften wir erleben; bei dem Eröffnungsspiel der Frauen-Eishockeymannschaft der Université de Montréal, die letztes Jahr die Meisterschaft gewann, jubelte und feierte die deutsch-kanadische Austauschgruppe euphorisch mit.

Ihren Ausklang fand die Reise in Aktivitäten der deutschen Teilnehmer mit ihren Gastfamilien am letzten Wochenende. Dies erlaubte unseren Schülern, weitere Einblicke in die quebeckische Lebensweise zu bekommen, diese mit ihren eigenen zu vergleichen und gegenseitige Erfahrungen auszutauschen.

Insgesamt war der Aufenthalt in Kanada mit allen Erlebnissen und Eindrücken eine wahrhafte Inspiration für alle Schüler. Immer wieder ergaben sich Gespräche über die Zukunft und Diskussionen über die Frage, wie es nach dem Abitur weitergehen könnte: Was und wo möchte ich studieren? Gehe ich ins Ausland? Mache ich ein Praktikum oder Work and Travel? Im Goethe-Institut, in der University of Toronto, im Gespräch mit den Austauschschülern und bei vielen weiteren Gelegenheiten gewannen die jungen Reisenden neue Perspektiven und Anregungen. Das Motto und gleichzeitige Ziel der Reise hat sich damit aus meiner Sicht voll und ganz erfüllt: „Inspiration Canada".

Jennifer Himmelbauer
Fahrtenleiterin und Beauftragte des Kanadas-Projekts

Ab morgen findest Du hier die Schüler-Berichte von der Reise
Weitere Erfahrungsberichte findest Du hier