Schüleraustausch und Gap Year: Freiwilligendienst – die Entscheidung für Israel, die Finanzierung und Reise

Wie Jasmina hat sich für den Freiwilligendienst in Israel entschieden und das Auslandsjahr finanziert hat

Gap Year im Freiwilligendienst mit Stipendium Jasmina in Israel (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Jasmina kommt aus Brandenburg. Sie verbringt ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Israel. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kannst du im Schüleraustausch Blog lesen: www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst/

Gap Year im Freiwilligendienst: Meine Entscheidung für Israel

Ich habe mich schon früh für Israel als Einsatzland entschieden, jedoch gab es auch Leute, die beim Bewerbertag noch nicht wussten, in welches Land sie gehen wollen. Für Israel sprachen für mich einerseits natürlich die kulturelle und sprachliche Dualität beziehungsweise Vielfalt, andererseits auch der hohe medizinische Standard und die relative Nähe zu Deutschland, im Vergleich zu anderen Einsatzländern wie zum Beispiel Peru.

Ich habe mich bereits vor der Abreise über den kulturellen Konflikt hier informiert und mir von meinem Geschichtslehrer einiges über die Geschichte Israels erklären lassen. Zudem hat meine Mutter Freunde und Bekannte in und aus Israel, auch das hat mich in meiner Entscheidung ermutigt.

Ich bin hier i zufrieden mit meiner Wahl, die Kultur ist unglaublich interessant und vielfältig, die Menschen sind wahnsinnig offen, freundlich und hilfsbereit, wir hatten bereits einige interessante Begegnungen mit Israelis und haben auch schon Kontakte und Freundschaften zu Einheimischen aufgebaut. Es ist hier sehr leicht, neue Leute kennen zu lernen, nicht nur in Tel Aviv, sondern auch an sehr abgelegenen Orten, zu denen wir bereits gereist sind.

Gap Year im Freiwilligendienst: Die Finanzierung des Auslandsjahres

Das Thema der Finanzierung wird schon beim Bewerbertag besprochen. Obwohl die beiden Förderprogramme zu drei Vierteln staatlich finanziert werden, gibt es natürlich noch einen gewissen Betrag, den die Freiwilligen selbst aufbringen müssen. Theoretisch kann man diese Summe über das eigene Kindergeld tragen, jedoch empfiehlt auch das DRK, sich über Spenden, zum Beispiel von Verwandten und Bekannten, zu finanzieren.

Weitere Möglichkeiten der Geldbeschaffung sind unter anderem das Veranstalten von Flohmärkten oder das Betreiben eines Standes bei einem Dorffest oder ähnlichem. Natürlich kann man sich auch einen Ferien- oder Sommerjob suchen; das kann jedoch vor allem in der Abiturphase zeitlich schwierig werden.

Ich habe meine Familie um Spenden gebeten, da wir in diesem Jahr eine große Familienfeier mit mehreren runden Geburtstagen hatten, die ich auch als Feier für meinen 18. Geburtstag genutzt habe. Statt Blumen gab es dann kleine Spenden von Verwandten, über die ich fast meinen gesamten Auslandsaufenthalt finanzieren kann.

Gap Year im Freiwilligendienst: Meine Vorbereitung auf Israel

Zur Reisevorbereitung habe ich mich zunächst im Internet und in Reiseführern über die politische Situation, die Sprache und die kulturellen sowie religiösen Besonderheiten Israels informiert. Außerdem habe ich mich sehr viel mit anderen angehenden Israel-Freiwilligen ausgetauscht und mehrere Listen mit sinnvollen Dingen, die man brauchen könnte, geschrieben. Natürlich mussten auch Flüge gebucht und koordiniert werden, da wir den Rat bekommen hatten, möglichst nicht allein zu fliegen und vor allem einzureisen, falls an der Grenze etwas mit den Visa nicht funktioniert, es lief jedoch in unserem Fall alles unproblematisch.

Gap Year im Freiwilligendienst in Israel: Mein Abschied von Deutschland

Der Abschied aus Deutschland fiel mir trotz der riesigen Vorfreude schwer, ich habe mich in den letzten Wochen noch einmal mit allen Freunden und Verwandten getroffen und mich von allen wichtigen Personen in meinem Leben verabschiedet. Andere Freiwillige haben Abschiedspartys veranstaltet. Das war mir aus zeitlichen Gründen jedoch nicht möglich.

Gap Year im Freiwilligendienst: Meine ersten Tage in Israel

Bei der Ankunft in Israel hatten wir zunächst ein dreitägiges Orientierungsseminar in einem Seminarhotel in Haifa, bei dem wir unter anderem mehr über die israelische Organisation erfuhren, die für uns verantwortlich ist, sowie unsere zukünftigen Mitbewohner und unsere verantwortliche Koordinatorin kennenlernten.

Eure Jasmina