Schüleraustausch USA: Chantal hat Spaß in der High School und fühlt sich in Amerika sehr wohl

Chantal verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in USA – Ihre Erlebnisse an der High School, in der Gastfamilie und mit Freunden

Auf in die Welt: Schüleraustausch in den USA

Chantal über ihre Erfahrungen in der Schulband an der High School in den USA

Anfang Februar habe ich eine sehr ehrenvolle, anstrengende und zugleich verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Da mein Gastbruder aufgrund Krankheit ausfiel, habe ich ihn kurzerhand beim Spiel unserer Schul-Basketballmannschaft in seiner Aufgabe (jedes Jahr ist jemand anders dran) als Schulmaskottchen vertreten.

Dafür bin ich nach meinem Auftritt mit der Schulband, in der ich Schlagzeug spiele, in sein Bieber Kostüm geschlüpft und habe ein wenig für Stimmung bei den Zuschauern gesorgt, unter anderem mit Macarena tanzen. Das war schon sehr lustig, weil die Leute gut gelaunt sind und mitmachen und sich freuen, wenn Bucky Beaver der Beaverton High School in Beaverton vorbeikommt und sie mit viel Energie unterhält.

Ich kann euch sagen, dass es echt mega anstrengend ist, mit so einem Kostüm rumzulaufen! Mit dem riesigen Kopf auf dem Kopf und es ist so wahnsinnig heiß da drin, hat ein bisschen was von Sauna, ich war hinterher total platt, aber es hat natürlich auch jede Menge Spaß gemacht, denn es wusste ja kaum einer, dass ich in dem Kostüm stecke, also konnte ich auch einfach mal ein bisschen aufdrehen und mir den Spaß so richtig gönnen. Ich würde es auf jeden Fall nochmal machen.

Chantal hat während des Schüleraustausches USA Höhen und Tiefen

Ein paar Tage später kippte die Stimmung bei mir in ein ganz großes Tief… Ich hatte beim letzten Mal schon darüber berichtet, dass mein Jahr 2023 ziemlich traurig begann, da der Hund meiner Gastfamilie eingeschläfert werden musste.

Als ich begonnen hatte, mich davon zu erholen, gab es den nächsten Schlag zu verkraften. An seinem 13. Geburtstag teilte meine Mutter mir mit, dass unser Hund es leider nicht bis zu meiner Rückkehr schaffen wird. Sein gesundheitlicher Zustand hatte sich derart schnell so extrem verschlechtert, dass die Tierärzte nicht mehr helfen konnten und so entschieden werden musste, ihn gehen zu lassen.

Das war der bisher schwierigste und traurigste Moment meines Schüleraustauschs und ich hatte das erste Mal den Drang nach Hause zu müssen und zu wollen. Doch hier spürte ich dann wieder deutlich, dass ich die richtige Gastfamilie gefunden habe. Sie haben mir in dieser schweren Zeit zur Seite gestanden und mir geholfen, damit einigermaßen zurechtzukommen, darüber war ich sehr froh und dankbar.

Chantal fühlt sich im Schüleraustausch in den USA in ihrer Gastfamilie sehr wohl

Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man merkt, wie die Gastfamilie einen unterstützt und dass man wirklich auch ein Teil dieser Familie geworden ist. Ich verstehe mich nach wie vor sehr gut mit meinen Gasteltern und meinem Gastbruder. Auch die Omas und der Opa haben mich vollkommen akzeptiert und aufgenommen, ich habe einfach zu allen Familienmitgliedern ein tolles Verhältnis und darauf kann man auf sie zählen, wenn ich jemanden brauche. Und so konnte ich mich nach und nach auch langsam von diesem Schock erholen und mich wieder an den schönen Dingen des Alltags hier erfreuen.

Ich habe sehr viel Glück, dass meine Familie und ich so gut zusammen passen. Wir haben viele gemeinsame Interessen und darum haben sie sich seinerzeit für mich entschieden und ich kann mich einfach glücklich schätzen, bei ihnen sein zu dürfen. In der Schule habe ich nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten und Enttäuschungen auch einige sehr gute Freunde gefunden, mit denen ich sehr gerne Zeit verbringe und etwas unternehme.

An der High School in den USA hat Chantal gute Freunde gefunden

Auch unter den anderen Austauschschülern von ETC habe ich tolle neue Leute kennengelernt und hoffe einfach, dass hier Freundschaften entstanden sind, die lange über die Zeit des Schüleraustausches hinweg halten werden.

In der Schule hatte ich ein paar kleinere Schwierigkeiten in zwei Fächern, wo meine Noten auch mal etwas schlechter waren, aber auch hier habe ich Wege gefunden bzw. bin gerade auf dem Weg, auch hier die gesteckten Ziele zu erreichen und bin mir sicher, das auch zu erreichen.

Chantal erlebt die Amerikaner im Schüleraustausch als sehr freundlich und hilfsbereit

Ansonsten kann ich immer wieder nur sagen, dass die Amerikaner sehr hilfsbereit sind und mir als Austauschschülerin auch ein paar Sachen von Seiten meiner Schule angeboten wurden, die die amerikanischen Schüler meines Alters nicht angeboten bekommen. Natürlich gibt es auch hier Situationen und Lehrer, mit denen ich weniger gut zurecht kam, aber das ist ja vollkommen normal und gehört zum Leben dazu und hat mich jetzt auch nicht zweifeln lassen. Wichtig war und ist mir, das Wissen, dass sowohl meine Familie als auch meine Gastfamilie zu und hinter mir stehen und mich unterstützen, dann kann ich auch blöde Zeiten und Momente gut überstehen.

Aloha und liebe Grüße aus Portland

Eure Chantal