Chantal aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US Bundesstaat Oregon. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.
Die Bewerbung um das AUF IN DIE WELT-Stipendium war einfach
Auf dieser Messe fand ich die Idee, mich für das Auf in die Welt Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung zu bewerben.
Die Bewerbung ist ziemlich leicht, denn es geht ja um einen selbst und um die Träume und Wünsche, die man mit seinem Schüleraustausch verbindet und um die Chancen, die er einem bieten kann.
Natürlich ist es auch wichtig, dass man sich sozial oder ehrenamtlich engagiert. Da ich das bei unserer Kirchengemeinde in der Jugendarbeit gemacht hatte, passte das auch zu mir und dann hatte ich einfach das große Glück mit meiner Bewerbung von mir als Stipendiatin überzeugen zu können. Und ganz ehrlich, die Vorteile eines Stipendiums sind ganz klar: mehr finanzielle Freiheiten oder Spielraum.
Für meine Eltern ist das Stipendium gleichzeitig eine Entlastung, denn ein Taschengeld in Höhe von 350,- bis 400,- Dollar pro Monat aufzubringen, so wie es aktuell aufgrund der Inflation und der dadurch stark gestiegenen Preise gefordert wird, ist keine Kleinigkeit.
Das AUF IN DIE WELT-Stipendium hat Chantal viele Dinge in den USA ermöglicht
Ich habe mir durch diese finanzielle Freiheit viele Dinge gegönnt, die ich mir sonst sicherlich so oft nicht hätte leisten können. Viel Geld ist bei mir für Konzerte und den dort gekauften Merch drauf gegangen. Und so konnte ich mir auch einfach mal ein Mittagessen mit Freunden in einer Pizzeria oder so gönnen oder einen leckeren Kaffee.
Die Berichte an die Stiftung waren gut zu machen
Meine bisherige Gegenleistung, die ich dafür erbringen musste, waren die Abholung des Stipendiums mit gemeinsamen Essen und Fototermin in Ahrensburg und das Schreiben von bisher 3 Berichten über meine Erfahrungen im Ausland, bei den Vorbereitungen und mit den Organisatoren. Für die Abgabe der Berichte hatte man jeweils ca. 3 Wochen Zeit. Hierfür kann es hilfreich sein, wenn man z.B. ein Tagebuch führt, dann fällt es leichter, die Berichte zu schreiben und geht ganz bestimmt schneller als ohne. Für mich passt das sehr gut und ich empfinde es ehrlich gesagt als eine relativ kleine Gegenleistung für das, was ich bekomme. Insofern bin ich mit meinem Stipendium sehr glücklich und zwar in jeder Beziehung.
Auch der Kontakt zu Dr. Michael Eckstein war immer nett und freundlich und die Beratung hat mir sehr weitergeholfen. Ich kann es nur weiterempfehlen, hier sein Glück zu versuchen, wenn man die Voraussetzungen erfüllt. Denn die Chance, eines der 5 Stipendien zu erhalten, ist sehr viel größer, als man zunächst denken würde. Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Schreiben der Berichte eine gute Möglichkeit ist, zurück zu blicken und sich auch Dinge bewusst zu machen, über die man bisher gar nicht so nachgedacht hatte. So kann man für sich auch erkennen, ob alles läuft wie gewünscht, was man vielleicht in nächster Zeit verändern möchte und was man noch machen möchte, bevor diese außergewöhnliche besondere Zeit auch schon wieder zu Ende ist.
Chantal ist stolz, wie sie das Abenteuer Schüleraustauch gemeistert hat
Ich bin sehr froh darüber, die Entscheidung für diesen Weg getroffen zu haben und auch stolz auf mich, dass ich dieses Abenteuer bis hierhin so gut und nahezu reibungslos gemeistert habe.
Das hatte ich nicht für möglich gehalten und auch meine Eltern sind darüber ziemlich überrascht. Wichtig für eine gute Erfahrung im Ausland ist es meiner Meinung nach, sich den neuen Dingen und Menschen zu öffnen und sie so zu akzeptieren wie sie sind und nicht zu versuchen alles dem anzupassen, wie man es kennt, denn das wird nicht funktionieren und dafür ist man auch nicht ins Ausland gegangen.
Chantal, ihre Erfahrungen und Tipps zum Schüleraustausch für andere junge Leute
Das Ziel ist es, eine neue Kultur mit allem drum und dran kennen zu lernen und mit ihr für diese Zeit zu leben, denn für alles andere braucht man sein zu Hause, die Familie, die gewohnte Umgebung und Freunde, nicht für so lange Zeit verlassen.
Je offener du bist und mit den Gegebenheiten umgehst, umso positiver wird deine Erfahrung sein und umso weniger Probleme wirst du haben. Okay, ein bisschen Glück gehört schon auch dazu. Und ein Match wie bei meiner Gastfamilie und mir macht alles einfacher und auch die eigene Persönlichkeit. Ich bin einfach nicht der Typ für Heimweh und das war sicherlich ein ganz großer Vorteil. Und Möglichkeiten wie Video Calls, Telefonieren oder Schreiben mit der Familie zu Hause lassen die große Distanz kleiner erscheinen, weil man Kontakt aufnehmen kann, wenn man es braucht, auch das kann es leichter machen.
Ich glaube, genau diese Erfahrung, Dinge die ich nicht verändern kann, öfter so hinzunehmen wie sie nunmal sind, wird es auch sein, die ich für die Zukunft mitnehmen möchte, denn in dieser Beziehung habe ich mich doch sehr verändert.
Ich hoffe, dass ich auch in der Heimat da dran bleiben kann und es mir in Zukunft einiges erleichtert, weil sich meine Einstellung geändert hat.
Aloha und liebe Grüße aus Portland
Eure Chantal

