Schüleraustausch USA: Chantals letzte Vorbereitungen und die Reise nach Portland zur Gastfamilie

Chantal verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in USA – die Reise in die USA war anstrengend und nervenaufreibend

 

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch USA in Oregon

Chantal aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US Bundesstaat Oregon. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Die Gastfamilie wollte, dass Chantal früher in die USA kommt

Am 16.08.2022 bekam Chantal die erlösende E-Mail mit der Betreffzeile: “Deine Gastfamilie in Oregon, USA!” Da die Schule am 06.09. starten sollte, war mein Abflug für den 03.09. vorgesehen. Das war der Familie jedoch zu spät. Es gäbe vor dem ersten Schultag ja noch einiges mit der Schule zu klären, das wäre alles viel zu knapp, außerdem sollte ich auch Zeit haben, mich vor den Terminen von meiner langen Anreise zu erholen. Also beschlossen wir alle zusammen, dass ich bereits am 30.08.2022 fliegen würde. Also wurde der entsprechende Flug gebucht.

Noch viel zu erledigen bis zum Abflug nach USA

Jetzt war es die höchste Zeit, endlich meinen Koffer fertig zu packen. Einiges war zwar schon drin, aber lange noch nicht alles. Und Geschenke für die Gastfamilie galt es auch noch zu besorgen. Dafür brauchte ich natürlich erstmal Ideen…

Zusammen mit meinen Eltern entschied ich mich für einen Bildband über mein Bundesland Niedersachsen. Ein tolles Buch mit vielen Infos und Fotos aus Niedersachsen und dem Titel '' Eine Reise durch Niedersachsen''. Außerdem ein Kochbuch mit traditionellen deutschen Koch- und Backrezepten, weil meine Gastmutter sehr gerne backt und kocht. Und für den Spaß noch eine Deutschland-Memory dazu, na ja und ein bisschen was zu naschen.

10 Tage vor Abflug fand auch eine kleine Abschiedsparty statt. Da es noch mitten in den Ferien war, fiel diese zwar kleiner aus als gedacht, aber sie war trotzdem schön und wir hatten sehr viel Spaß.

Irgendwann war dann auch der Koffer gepackt, allerdings viel zu schwer. 23 Kg Gepäck inklusive Koffer sind dann doch weniger als gedacht, wenn man bedenkt, dass man für eine lange Zeit weggeht und natürlich am liebsten alles Hab und Gut mitnehmen würde. Beim Packen hat mir ein Ratschlag aus dem Vorbereitungstreffen geholfen: Sachen packen wie für einen zweiwöchigen Urlaub. Und dann gab es da ja auch noch die Packliste, die die Austauschorganisation mir geschickt hatte. Am Ende musste zwar der ein oder andere Teil zu Hause bleiben, aber es passte irgendwie. Problematischer war dann doch das Handgepäck. Mein Rucksack war einfach viel zu klein für die ganzen Papiere und Sachen, die unbedingt rein mussten. Aber auch das war, mit viel Kunst, irgendwann geschafft.

Der Abflug rückte rasend schnell näher und mit ihm auch ein bisschen Bammel vor der eigenen Entscheidung. Werde ich das wirklich alles schaffen? Wie werde ich mich mit meinen Mitschülern verstehen? Wird es auch vor Ort mit der Familie so weiterlaufen, wie es begonnen hat? Die Aufregung war groß und die Vorfreude ebenso.

Jetzt geht es endlich los – Der Abschied von den Eltern

Am Abend hieß es dann, sich von meinem kleinen Bruder und Oma zu verabschieden und von meinem geliebten Hunde-Opi, das fiel mir schon sehr schwer. Und am Dienstag, den 30.08., ging es dann morgens um 2 Uhr los in Richtung Flughafen Hannover. Der Abflug nach München war für 6:15 Uhr geplant. Lieber früher da sein, bei dem aktuellen Chaos an den Flughäfen, nicht, dass der Flieger ohne mich startet. Dort angekommen, sahen meine Eltern und ich eine nicht enden wollende Schlange vor der Sicherheitskontrolle. Wir stellten uns also erstmal an, da der Check-in-Schalter noch nicht geöffnet war. Es ging jedoch alles viel schneller als erwartet. Als der Check-in-Schalter öffnete, war die Schlange schon sehr kurz geworden und ich machte mir auch keine Sorgen mehr, den Flug verpassen zu können. Also fix eingecheckt, zum Glück kein Übergepäck, und dann zur Sicherheitskontrolle. Ja und hier hieß es nun auch Abschied von meinen Eltern zu nehmen. Das war für sie deutlich schwerer als für mich. Ich hatte ein großes aufregendes Abenteuer vor mir und auch schon ein paar Abschiede hinter mir und so fiel es mir leichter als gedacht.

Der Flug mit Umsteigen bis nach Portland / Oregon

Nun war ich auf mich allein gestellt. Das erste Mal alleine fliegen und dann gleich zweimal umsteigen und eine Einreiseerklärung abgeben. Ob das wohl alles gut geht? Sicherheitskontrolle und Boarding verliefen problemlos und der Flieger startete sogar überpünktlich. In München angekommen, musste ich in den Flieger nach Chicago umsteigen. Der Flughafen war groß im Vergleich zu allen, die ich bisher kannte. Auch hier klappte alles ohne Zwischenfälle. Allerdings starteten wir mit gut 30 Minuten Verspätung.

Würde die Zeit für die Einreise und alles, was dazu gehört, reichen? So saß ich nun im Flugzeug nach Chicago. Halleluja ich war platt, die ganze Nacht nicht geschlafen, also erstmal runterkommen und ein bisschen die Augen zu machen. Nach 9 ½ Stunden Flug landete ich mit 20 Minuten Verspätung um 12 Uhr Ortszeit in Chicago O’Hare. Im Vergleich dazu war der Flughafen München winzig.

Zusammen mit einem älteren Paar, welches ich im Flieger kennengelernt hatte, regelten wir die Einreisemodalitäten und es klappte alles ganz wunderbar. an dieser Stelle: Amerikaner sind (über)freundlich. Der Rest würde nun ein Klacks. Um 16 Uhr flog ich dann weiter nach Portland in Oregon. Dort landete ich nach weiteren 4 Sunden Flugzeit um 18.04 Uhr Ortszeit mit Verfrühung.

Chantel ist gut in Portland angekommen und wird von ihrer Gastfamilie herzlich begrüßt

Ich hatte es schon mal bis hierher geschafft. In Deutschland war mittlerweile der 31.08. und es war kurz nach 3 Uhr nachts. Ich war also seit über 25 Stunden auf den Beinen und noch immer nicht am Ziel. Zum Glück erwarteten meine Gasteltern, Leah und Matt, und mein Gastbruder, Griffin, mich auf dem Flughafen und empfingen mich freudestrahlend und herzlich. Der Weg in mein neues Zuhause, Beaverton, war auch nicht sehr weit. Dort angekommen aßen wir zusammen Abendbrot, ich bekam noch eine kleine Hausführung und um 21 Uhr (6 Uhr deutscher Zeit) fiel ich völlig erschöpft in mein Bett.

Eure Chantal