Schüleraustausch USA: Die Neue Heimat in New Mexico und der erste Schultag

Sabrina war vor dem ersten Tag an der High School in den USA sehr aufgeregt

Sabrina mit Schülern des International Culture Exchange Club

Sabrina aus Recklinghausen hat ihr Auslandsjahr mit unserem Austausch-Stipendium in New Mexico in den USA verbracht. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen.

Das herzliche Willkommen der Gastfamilie hat mir den Start erleichtert

Nach 23 Stunden ohne viel Schlaf war ich schließlich an meinem Zielflughafen Albuquerque angekommen und machte mir darüber Gedanken, wie ich meine Gastfamilie begrüßen sollte und ich bekam Angst, dass sie mich vielleicht nicht mögen würden. Als ich jedoch meine Gastmutter und meinen Gastvater mit einem Willkommens-Schild auf mich warten sah und sie mich umarmten, waren alle Sorgen erst einmal vergessen.

Meine neue Heimat für den Schüleraustausch in den USA: New Mexico

Mein Auslandsjahr verbringe ich in Corrales, einem kleinen Dorf bei Albuquerque, New Mexico. Ich muss zugeben, als ich meine Gastfamilie bekommen habe, wusste ich nicht, dass es diesen Staat in den USA gibt und erst war ich etwas enttäuscht, nicht in einem wirklich bekannten Staat untergekommen zu sein. Doch jetzt weiß ich, dass es nicht darauf ankommt, wo man sein Auslandsjahr verbringt, sondern mit wem. Ich lebe hier zusammen mit meinen Gasteltern und ihrem Sohn und mit meiner Gastschwester und ihrer kleinen Familie.

Was mich sehr überrascht, war das Auto meines Gastvaters. Es war riesig! In meinem neuen Zuhause angekommen, wurde mir alles gezeigt und ich traf zum ersten Mal auf meine Gastschwester; dann ging ich jedoch sofort schlafen. Die nächsten Tage hatte ich oft Heimweh. Auch wenn meine Gastfamilie für mich da war und mir half, mich zurechtzufinden, fühlte ich mich oft alleine und vermisste meine Familie in Deutschland.

Das legte sich jedoch, als wir anfingen, viel zu unternehmen. Ich hatte eine Woche Zeit, bis die Schule anfing, und in dieser Woche erlebte ich bereits viel. Wir gingen ins Kino, sahen ein Baseballspiel, waren Schwimmen und im Zirkus. Außerdem habe ich meinen ersten Garagenverkauf gesehen, was echt toll war. Ich lebte mich schnell ein und mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich sehr gut.

Der erste Schultag an der High School in den USA war spannend

Einen Tag, bevor die Schule begann, stand die Wahl meiner neuen Unterrichtsfächer an. Englisch, Amerikanische Geschichte, Mathematik und eine Naturwissenschaft sind Pflicht, also wählte ich Algebra 2 und eine Mischung aus Chemie und Physik, was sich Integrated Science nennt; außerdem noch Illustration, Spanisch und Sport.

Nun war es endlich soweit: Mein erster Schultag an einer amerikanischen High School stand bevor. Ich war sehr aufgeregt und hatte Angst, mich nicht zu Recht zu finden, da meine Schule mit ungefähr 3.000 Schülern ziemlich groß ist.

Es ist allerdings ein großer Vorteil Austauschschüler zu sein, wenn man niemanden kennt, da viele Menschen sehr interessiert an anderen Ländern sind. So fand ich in meiner ersten Englischstunde schon einen ersten Freund, der mir den ,,International Culture Exchange Club" vorstellte und mit dem ich auch zusammen Mittag aß.

In den anderen Fächern fand ich auch direkt Leute, mit denen ich mich gut verstand und als mein Gastvater mich schließlich am Ende des Schultages abholte, war ich sehr glücklich. Ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt, auf eine neue Schule zu gehen, an der ich niemanden kannte und niemand meine Sprache sprechen konnte, doch ich war zufrieden mit mir.

Eure Sabrina