Schüleraustausch USA: Eyna über ihr Leben in der Gastfamilie, ihre High School, Ausflüge und Halloween in Indiana

Eyna hat mit ihrer Gastfamilie viele Ausflüge in den USA unternommen. Auch in der Schule gefällt es ihr gut

Schüleraustausch in den USA: Football-Spiel in Indiana

Eyna aus Baden-Württemberg verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US-Bundesstaat Inadiana. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch USA, den Leitfaden im Ratgeber E-Book USA und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Eyna ist inzwischen ein halbes Jahr in Indiana

Mein erstes Halbjahr in Indiana ist inzwischen schon vorbei, aber seit meinem letzten Bericht ist noch einiges passiert. Ich hab mich schon richtig gut eingelebt und fühle mich schon fast wie zuhause, ohne immer überdenken zu müssen, ob ich mir jetzt denn eigentlich einen Snack aus dem Kühlschrank nehmen darf oder nicht. 

Mit meinen Gasteltern komme ich auch gut klar und man traut sich immer mehr, Scherze zu machen und mehr man selbst zu sein. Vor allem mein Gastvater ist richtig witzig und einfach nett, jetzt wo ich ihn besser kenne, was die Tage einfach lustiger macht. Wir schauen abends oft Filme oder Serien und machen auch anderweitig viel als Familie zusammen, wenn ich keine Schule habe. 

Apropos Schule, ich hab mich schon viel besser an das andere System gewöhnt und mir fällt es inzwischen nicht mehr schwer gute Noten aufrecht zu erhalten. Solange man macht, was die Lehrer einem aufgeben und man bei den Tests (die meiner Meinung nach um einiges einfacher sind als Klassenarbeiten in Deutschland) ganz gut abschneidet, muss man sich nicht sehr anstrengen. Das meiste ist in meiner Schule multiple choice und oft digital und allgemein gibt es keine wirklichen mündlichen Noten, sondern halt sowas wie “Mitarbeit” bei manchen Lehrern. 

Freunde finden: Eyna hat viele Leute kennengelernt

Was Freunde angeht, würde ich sagen, dass ich auf jeden Fall sehr viele neue Leute kennengelernt habe und es jetzt im zweiten Halbjahr auch noch mehr werden, weil sich die Klassen neu zusammensetzen. Obwohl es eigentlich eine relativ große Schule ist, kennt man viele Gesichter und findet sich auch in den Gängen ohne Probleme zurecht. Meine engsten Freunde sind bisher noch andere Austauschschüler, aber wir schauen mal wie sich das ganze entwickelt. 

Vor ein paar Monaten ging auch die Football-Saison zu Ende und ich war währenddessen auf einigen Spielen. Tatsächlich sind sie ziemlich so, wie man sich das alles vorstellt, mit Cheerleadern, Maskottchen und allem drum und dran. 

So ganz verstanden hab ich den Sport zwar immer noch nicht aber die besten Spiele sind sowieso die mit guter Stimmung und wenn es ein Kopf an Kopfrennen gibt und nicht wenn man einfach nur gewinnt. Vor allem kommt man oft mit anderen ins Gespräch, die auch zuschauen und so kann man auch einige neue Leute kennenlernen, die dort in die Schule gehen. 

Ausflüge mit der Gastfamilie

Ich und meine Gasteltern haben in den letzten Monaten auch echt viele Ausflüge gemacht, manche nur einen Tag lang und manchmal auch länger in den Ferien. Zum Beispiel waren wir bei einem sogenannten Blueberry Festival mit großer Feuerwerksshow und Essen rund um Blaubeeren.

Ausflug mit den Gasteltern nach Florida

Ein paar Tage später waren wir dann auch noch auf einem Rodeo in einer Nachbarstadt, aber das Beste war, dass wir in den Herbstferien nach Florida gefahren sind. Das waren dann erstmal so 16 Stunden Fahrt Richtung sonniges Orlando, auch wenn wir es bei der Hinfahrt über zwei, drei Tage aufgeteilt haben. Unser Plan war, erstmal die Universal Studios zu besuchen, was wir aber leider um einige Tage verschieben mussten, da ich hohes Fieber bekommen habe und so gut wie gar nix machen konnte, außer rumzuliegen und ein paar Tage später an den Pool zu gehen. 

Im Endeffekt haben wir es dann aber doch noch geschafft und haben spontan noch einen Besuch bei Disneyland gemacht, was meiner Meinung nach eine der besten Ausflüge war, auch wenn ich mich noch nicht ganz so fit gefühlt habe. Als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, sind wir tatsächlich 16 Stunden mit kleinen Pausen durchgefahren, was sich schlimmer anhört als es war, weil man im Auto doch ganz gut schlafen kann. Amerikaner sind es eben auch viel mehr gewohnt, lange Strecken am Stück zu fahren und allgemein das Auto viel zu benutzen. 

Halloween in Indiana

Nach den Ferien hat man dann auch schon richtig gemerkt, dass es bald Halloween ist, denn wenn es eines gibt, was Amerikaner gerne machen, dann ist es je nach Feiertag zu dekorieren. 

Gärten voller Grabsteine, Geistern, Skeletten und natürlich auch die Kürbisse dürfen nicht fehlen. Ich und meine Gasteltern haben auch welche geschnitzt und am Abend von Halloween bin ich mit Freunden “trick or treating” gegangen. Das ist hier sehr beliebt und wir haben echt viel ungesundes Zeug bekommen, aber das gehört eben nun mal dazu. 

Mit einem anderen Austauschschüler und seiner Gastfamilie sind wir dann ein bisschen später zu einem “haunted house” gegangen, also sowas wie ein Geisterhaus, nur ein bisschen intensiver für Leute, die leicht zu erschrecken sind. Danach durfte aber auch der Horrorfilm nicht fehlen und es war echt ein schöner Abend, der mir gezeigt hat, wie wenig wir in Deutschland eigentlich im Halloween-Fieber sind.

Ausflug nach Ohio zum Cedar Point

Unser nächster größerer Ausflug war ein paar Wochen später nach Ohio mit einer meiner Freundinnen und meinen Gasteltern. Es wurde schon echt kalt langsam und alle Bäume waren entweder orange oder schon kahl, aber wir haben trotzdem beschlossen, dass wir ‘Cedar Point’ einen Achterbahnpark, noch bevor er im Winter schließt, besuchen wollen.  Und es tut mir leid, das zu sagen, aber im Gegensatz dazu ist der Europapark und Tripsdrill echt lame… 

Da war ich mir bei manchen Achterbahnen nicht ganz sicher, ob das nicht meine letzte ist, aber ich habe überlebt. (Naja unsere Ohren sind halt ein wenig abgefroren ) 

Leider war danach wieder erst mal ein bisschen Pause bis zum nächsten Event und da ging's halt in die Schule, aber ich habe beschlossen in das Gym hier in Huntington zu gehen und komme hier bisher auch noch jeden Tag her, um den Fastfood Effect ein bisschen in Grenzen zu halten. 

Ich habe vor, im Frühling eventuell Tennis als Schulsport anzufangen, aber bis dahin mache ich einfach mal mit den bisherigen Workouts weiter.

Bis bald Eure Eyna