Eyna aus Baden-Württemberg verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US-Bundesstaat Inadiana. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch USA, den Leitfaden im Ratgeber E-Book USA und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.
Deutscher Weihnachtsmarkt in den USA
Mein absolutes Highlight der Winterferien war aber eine Überraschung, die meine Gasteltern für mich hatten…und zwar in Carmel, einer Stadt nicht zu weit von hier. Tatsächlich gab es dort nämlich einen deutschen Weihnachtsmarkt mit verschiedenem deutschen Essen und Getränken. Ich war tatsächlich noch nie so froh einen Döner zu essen, auch wenn er für den Preis klein und hallt eben nicht ganz so war wie Zuhause, aber es war schon nah genug dran.
Die Weihnachtsfeiertage in Indiana
Das Interessante hier ist, dass Weihnachten und auch Silvester über zwei Tage hinweg gefeiert werden. Zuerst Christmas Eve und dann am nächsten Morgen Christmas Day, dasselbe eben auch für Neujahr. Tatsächlich gibt es dann aber eben auch die Geschenke erst am 25. Dezember und nicht wie in Deutschland schon an Heiligabend.
An Christmas Eve haben wir Cousins meines Gastvaters besucht und zusammen gegessen, es war aber eher viel los und es wurde viel geredet, also ne richtige Weihnachtstradition gab es da anscheinend nicht. Einen großen Teil der Familie hab ich da auch zum ersten Mal getroffen, aber glaubt mir, man gewöhnt sich daran ständig neue Leute kennenzulernen und irgendwie ist es auch gar nicht mehr so stressig.
Am Christmas Day habe ich morgens tatsächlich einige Geschenke von meinen Gasteltern bekommen und durfte auch meinen "Stockin" öffnen, also diese großen Socken, die aufgehängt werden.
Vormittags sind wir dann meine Gastoma besuchen gegangen und da gab's für alle mal wieder noch mehr Geschenke, bis wir alle zusammen zu der Tante meines Gastvaters gefahren sind. Dort gab's, wer hätte es gedacht, wieder gutes Essen, das ähnlich dem von Thanksgiving ist, und die dortige Katze hat mich wohl als ihr neues Bett ausgewählt.
Es war schon ein bisschen komisch an Weihnachten nicht zuhause zu sein, aber ich habe so das mindset, dass das ja nur einmal in meinem Leben sein wird und ich die nächsten Jahre ja immer zuhause sein kann.
Silvester ohne klassische Feier
Sehr ungewohnt war für mich jedoch Silvester, weil wir einfach nicht so wirklich gefeiert haben, sondern halt den Countdown angeschaut haben und dann “Happy new year” gerufen haben… also ja ein bisschen langweilig. Naja in den Städten gab es schon auch Feuerwerke, aber wir wohnen eben ein bisschen abgelegen und oft sind es auch eher organisierte Shows, anstatt dass jede Familie eben selber was macht.
Sie rasten mit Feuerwerk anscheinend eben eher an ihrem Unabhängigkeitstag aus, deshalb ist Silvester da nicht so ein großes Ding. Es war etwas seltsam, weil wir das sonst ja mit Freunden und Familie feiern, aber ich glaube, dass das hier eben jeder ein bisschen anders macht.
Enya fühlt sich in den USA wohl und hat auch kein Heimweh
Allgemein habe ich aber noch nicht wirklich Heimweh, abgesehen davon, dass ich eben gerne mal zuhause in meinem Bett schlafen würde oder was mit Freunden und Familie unternehmen würde, aber ich war da noch nie so die Person, die sich bei sowas zu sehr hineingesteigert.
Ich möchte irgendwie bisher auch noch gar nicht zurück zu meinem alten Alltag in Deutschland, einfach weil hier immer was Neues passiert und vor allem die Schule nicht ganz so ernst ist.
Enya hat sich in der Zeit in den USA verändert
Wenn ich daran denke, dass mein Auslandsjahr jetzt schon zur Hälfte rum ist, bin ich schon etwas traurig, aber ich denke, dass ich das schon verkraften werde und dann als andere Person zurück nach Hause komme.
Ich sag euch, es wird euch zum Positiven verändern, oder zumindest habe ich gemerkt, dass ich lang nicht mehr so schüchtern bin und mich einfach mehr traue, mit Leuten zu reden, auch wenn ich sie noch nicht so gut kenne.
Mein Englisch ist denke ich auch schon besser, also es fällt mir halt nicht mehr so schwer frei und spontan zu reden, aber naja ich denke der Deutsche Akzent will mich doch noch nicht so ganz alleine lassen.
Bis bald Eure Eyna

