Lasse aus Nordrhein-Westfalen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in den USA. Er lebt bei einer Gastfamilie im US-Bundesstaat Utah. Er berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu seinem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch USA, den Leitfaden im Ratgeber E-Book USA und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.
Ein absolutes Highlight war unser langes Wochenende im Yellowstone-Nationalpark
Mein Lehrer für Television Broadcasting war so nett, mir eine Kamera zu leihen, und Gastbruder bekam eine von meiner Gastmutter. Nach einer langen Fahrt mit viel Stau kamen wir endlich an – leider so spät, dass wir den Park erst am nächsten Tag besuchen konnten. Also checkten wir ins Hotel ein und schauten uns das Discovery Center am Westeingang des Parks an. Dort leben Tiere, die nicht mehr in der Wildnis überleben können – zum Beispiel, weil sie durch Fütterung ihre Scheu vor Menschen verloren haben.
Zurück im Hotel hatten Lucas und ich eine verrückte Idee: Mit Erlaubnis meiner Gasteltern sind wir nachts in den Park gegangen, um den Sternenhimmel und vielleicht sogar nachtaktive Tiere zu fotografieren. Tiere haben wir keine gesehen, aber die Aufnahmen vom Nachthimmel waren atemberaubend. Nach einemtollen Spaziergang sind wir müde ins Bett gefallen.
Am nächsten Tag haben wir einen Arbeitskollegen meines Gastvaters getroffen und sind anschließend endlich mit ihm und der der ganzen Familie in den Yellowstone-Nationalpark gefahren. Überraschenderweise mussten wir keinen Eintritt zahlen, weil gerade ein Regierungs-Lockdown war! Im Park hatten wir unglaubliches Glück – wir sahen so viele Tiere und konnten fantastische Fotos machen. Es war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Mein Tipp an euch: Wenn ihr die Gelegenheit habt und in der Nähe seid – besucht unbedingt den Yellowstone-Nationalpark! Es lohnt sich wirklich. Achtet aber darauf, euch vorher über die Eintrittskosten zu informieren. Mit dem neuen Gesetz, das im Januar in Kraft tritt, können für Nicht-US-Staatsbürger bis zu 100 Dollar pro Person anfallen. Ein Nationalpark-Pass kann diese Kosten jedoch umgehen – also unbedingt vorher prüfen!
Unser erster Tag im Park war einfach überwältigend
Wir sind an Büffeln vorbeigefahren, die so nah waren, dass man sie fast hätte berühren können – ein absolut beeindruckendes Gefühl! Natürlich haben wir auch die berühmten Geysire besucht und konnten mehrere spektakuläre Ausbrüche beobachten.
Ein weiteres Highlight war der Yellowstone-Canyon, der mit seiner gewaltigen Landschaft einen sprachlos gemacht hat.
Am zweiten Tag gab es eine Überraschung
Die Mutter meiner Gastmutter und deren Mann kamen dazu. Dieser war früher professioneller Fotograf! Er hat meinem Gastbruder und mir Tipps gegeben, wie wir Motive perfekt in Szene setzen und das Licht optimal nutzen. Der zweite Tag war allerdings deutlich kälter als der erste, und die Straßen im Park waren stellenweise vereist. Wir mussten besonders vorsichtig fahren und uns langsam vorantasten. Aber genau das hat sich gelohnt – denn so hatten wir das Glück, einen Grizzlybären vor die Linse zu bekommen! Ein toller Moment ...
Nachdem wir die beeindruckenden „Mammoth Hot Springs“ erkundet hatten, verließen wir den Park durch den Nordausgang, machten eine Mittagspause und verabschiedeten uns vom Arbeitskollegen meines Gastvaters, der mit seiner Frau früher nach Hause fuhr.
Am nächsten Tag hieß es dann leider auch für uns Abschied nehmen – wir traten den Rückweg an, voller Eindrücke und Fotos, die uns diese Reise in Erinnerung halten werden.
Bis bald Euer Lasse

