Schüleraustausch USA: Lasse lernt in der High School Woodworking und macht einen Ausflug nach Salt Lake City

Lasse hat sich in Woodworking eigearbeitet. Ein Gespräch mit einer anderen Austauschschülerin zeigt, wie unterschiedlich das Auslandsjahr sein kann

Schüleraustausch in den USA: Lasse am Salt Lake

Lasse aus Nordrhein-Westfalen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in den USA. Er lebt bei einer Gastfamilie im US-Bundesstaat Utah. Er berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu seinem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch USA, den Leitfaden im Ratgeber E-Book USA und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Lasse lernt in der High School Techniken der Holzbearbeitung kennen

Neben all diesen Reisen und besonderen Erlebnissen spielt sich aber auch ein großer Teil meines Alltags in der Schule ab. Ich habe dort in den letzten Wochen viel Zeit in der Woodworking-Klasse verbracht.

Anfangs war das Fach für mich einfach nur eine interessante Abwechslung. Aber inzwischen ist es zu einem meiner absoluten Lieblingskurse geworden. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so tief in die Welt der Holzverarbeitung eintauchen würde, aber mittlerweile freue ich mich jeden Tag darauf, wieder in der Werkstatt zu stehen.

Mein größtes Projekt bisher ist ein Schachbrett, das ich komplett selbst gebaut habe

Dafür habe ich habe die einzelnen Holzstücke zugeschnitten, geschliffen, verleimt und anschließend sorgfältig poliert. Das Ergebnis sieht richtig professionell aus und ich bin stolz darauf, wie präzise die Felder geworden sind. Passend dazu habe ich zwei Boxen für die Schachfiguren angefertigt – eine für die hellen und eine für die dunklen Figuren. Jede Box besitzt einen Deckel, den ich ebenfalls selbst gefertigt habe. Es war zwar viel Arbeit, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Außerdem habe ich ein Schneidebrett hergestellt

Auch hier musste ich verschiedene Holzarten kombinieren, alles exakt zuschneiden und sauber verleimen. Das fertige Brett ist schwer, stabil und sieht richtig hochwertig aus. Meine Gastfamilie war total begeistert davon und meine Gastmutter meinte sogar, dass sie es am liebsten direkt in der Küche benutzen würde. 

Lasse erstellt auch alle Schachfiguren

Und als wäre das noch nicht genug, habe ich jetzt mit dem nächsten großen Projekt begonnen: Ich habe angefangen, auch noch die Schachfiguren selbst zu herzustellen. Das ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung, weil jede Figur ihre eigene Form hat und viel Feinarbeit erfordert. Besonders der Springer stellt sich als schwierig heraus, aber ich freue mich darauf, mich daran auszuprobieren. Wenn ich am Ende das komplette Set – Brett, Boxen und Figuren – fertig gestellt habe, werde ich etwas geschaffen haben, das mich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang an mein Auslandsjahr erinnern wird.

Ausflug mit der Local Coordinatorin nach Salt Lake City

Zwischen Werkstatt und Schulalltag gab es aber auch immer wieder Momente, die mir besonders in Erinnerung bleiben werden. Vor ein paar Tagen war ich mit meiner Local Coordinatorin im Zoo in Salt Lake City.

Dort stellte sie mir eine deutsche Austauschschülerin vor, die ebenfalls in meinem Programm ist. Diese erzählte mir, dass sie früher nach Hause muss, weil sie in Deutschland nicht vorversetzt wurde. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich frühzeitig über die eigenen schulischen Voraussetzungen zu informieren, wenn man ein Auslandsjahr plant. 

Mein Tipp an alle, die ins Ausland wollen – egal in welches Land

Lasst euch, wenn möglich, vorversetzen und fragt früh genug nach, welche schulischen Leistungen dafür nötig sind. So wisst ihr schon am Ende des Schuljahres, dass ihr im nächsten Jahr problemlos weitermachen könnt. Wir haben uns noch ein bisschen ausgetauscht, und es war schön, mit jemandem zu reden, der viele ähnliche Erfahrungen macht, aber auch ganz andere. Dieses Gespräch hat mir noch einmal vor Augen geführt: Jedes Auslandsjahr ist anders – und genau das macht es so besonders. Wir Austauschschüler sind verschieden und jeder erlebt sein eigenes Jahr auf seine ganz eigene Weise.

Bis bald Euer Lasse