Schüleraustausch USA: Neun Monate in South Dakota mit viel Sport, Spaß und High School Spirit

Talea verbringt ihr Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium in den USA und erlebt in South Dakota Geburtstag, Freunde, Frühling, Sport und High School Spirit

Auf in die Welt Schüleraustausch mit Stipendium in den USA

Auf in die Welt Schüleraustausch mit Stipendium in den USA: Talea beim Diskuswerfen

Talea aus Bayern verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie lebt bei einer Gastfamilie im Bundesstaat South Dakota im Mittleren Westen der USA. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Schüleraustausch USA: Fazit nach Neuen Monaten in South Dakota

Seit fast 9 Monaten bin ich jetzt hier in den USA, und ich habe eine Menge toller Dinge erlebt die ich nie vergessen werde, und habe jede Menge zu erzählen, wenn ich dann wieder in Deutschland bin.

Zum Beispiel, dass wir im Februar in die uns nächste Großstadt gefahren sind und uns das Musical “Fiddler on the roof”, sowie “Potted Potter”, einen lustigen Schnelldurchlauf der Harry Potter Serie, angesehen haben.

Geburtstagsfeier im Schüleraustausch in den USA

Anfang März war dann endlich mein lang ersehnter Geburtstag da, an dem zufälligerweise auch ein Streichelzoo bei uns in der Schule stattfand. Jede Menge Schüler brachten verschiedene Tiere von zu Hause mit und so hatten wir dann neben den üblichen Farmtieren wie Pferden, Kühen, Ziegen, Hunden, Katzen, Schweinen und einem Esel, auch ein Frettchen, einen Truthahn und vieles mehr.

Am Morgen meines Geburtstages wurde ich von meiner spanischen Gastschwester Naiara mit Kerzen in Donuts und “Zum Geburtstag viel Glück” (ja, die deutsche Version) geweckt. Meine Geburtstagsfeier mit Freunden hatte ich dann an dem folgenden Wochenende, zur Überraschung vieler Amerikaner. In den USA ist es nämlich völlig normal seinen Geburtstag früher zu feiern, und ich habe auch des Öfteren schon Glückwünsche vor meinem Geburtstag bekommen, was in Deutschland ja als Pech-bringend angesehen wird.

Für meine Geburtstagsfeier bin ich dann mit Freunden zum Bowling gegangen, und wir hatten eine Menge Spaß als wir danach ein Bettenlager aus Kissen und Decken im Wohnzimmer gebaut haben, und uns “Fluch der Karibik” angesehen haben. Am nächsten Tag war ich mit einer anderen Freundesgruppe in einem mexikanischen Restaurant, in dem mir ein riesengroßer Sombrero aufgesetzt wurde, und das Personal “Happy Birthday” auf Spanisch gesungen hat. Dann haben wir den Abend mit einer Eiscremetorte und Spielen ausklingen lassen. Pünktlich zu den Feiern kam sogar ein Paket aus Deutschland von meiner Familie an, voll mit Leckereien die ich mittlerweile ehrlich gesagt schon ganz schön vermisse. Einige meiner Freunde hatten sich zusammengetan und mir eine Sammlung an Briefen dazugelegt die ich sehr gerne gelesen habe.  Ein weiteres Geschenk, das mir besonders etwas bedeutet, ist ein selbstgebasteltes Fotoalbum von meinem bisherigen Auslandsjahr, das Naiara für mich gemacht hat. 

Der Frühling kommt in den USA in South Dakota sehr plötzlich

Wir sind zum letzten Mal beim Eislaufen gewesen, etwas das wir vorher sehr oft und gerne getan haben, als es im März dann langsam wärmer wurde.

Aber der Übergang zum Frühling verlief alles andere als glatt. Manchmal haben wir 38 Grad und manchmal bewegen wir uns noch im negativen Bereich, und ich habe auch öfter schon von Schneestürmen im April gehört, aber glücklicherweise selbst keinen erlebt. Mein Coach hat einmal gesagt dass es in South Dakota vom Winter in den Sommer geht, und das fand ich ganz passend. Eigentlich ist das unberechenbare Wetter aber gar nicht so schlimm. Meistens sind wir ja sowieso drinnen und zum Training nehmen wir immer lange und kurze Klamotten mit. Da standen wir beim Werfen auch schon mal mit 4 Jacken da und haben gefroren.

Viele Sportmöglichkeiten im Schüleraustausch USA: Talea macht Leichtathletik

Und damit sind wir auch schon bei einem meiner Top-Highlights des ganzen Jahres: Leichtathletik, oder “Track and Field” wie man es hier nennt. Mitte März angefangen, machen wir das Ganze jetzt schon 1 ½ Monate und es macht mir sehr viel Spaß!

Am Anfang habe ich von Dreisprung über Stabhochsprung bis zum Sprinten alles Mögliche ausprobiert, aber letztendlich hat mir das Werfen (Diskus und Kugelstoßen) am besten gefallen. nIch komme auch super mit dem Coach klar, der mich hin und wieder mit etwas Deutschem aus seiner High School-Zeit begrüßt und immer “Auf Wiedersehen” sagt.

Mittlerweile bin ich auch so gut, dass ich in den Top 3 der weiblichen Werfer in der High School bin, was mir einen Platz bei allen Wettkämpfen sichert. Und die sind das Beste am Ganzen! Auf dem Hinweg im Bus wird ganz laut Musik durch einen großen Lautsprecher gespielt und alle singen mit, und auf dem Rückweg auch; es singen zumindest die, die nicht schlafen, denn diese “Trackmeets” sind super anstrengend und dauern oft den ganzen Tag.

Und das Wetter spielt natürlich auch nicht immer mit. An unserem ersten Trackmeet hatten wir 38 Grad, und beim zweiten war es so kalt, dass alle in Decken eingewickelt herumgelaufen sind und sich im Windschatten versteckt haben. Trotz der Temperaturunterschiede und den Tonnen an Sonnencreme habe ich ironischerweise beide Male einen Sonnenbrand bekommen.

Beim letzten Mal habe ich es sogar in die Finals beim Kugelstoßen geschafft - die Top 9 Werfer des Tages. Und bei einem Wettkampf gab es eine Besonderheit: die Flamethrower relays, ein Staffellauf für Werfer, mit einem Burger anstatt eines Stabs, und der letzte Läufer jedes Teams musste den Burger hinter der Ziellinie essen um zu gewinnen. Wir konnten leider nicht teilnehmen, da sich einer unserer Werfer am Knie verletzt hatte, aber es war trotzdem sehr lustig den anderen Teams zuzusehen und mit anzufeuern.

Schüleraustausch USA: Der High School Spirit macht Talea viel Spaß

Das Gemeinschaftsgefühl, oder “School Spirit”, war auch etwas worauf ich mich in Amerika besonders gefreut habe, und ich wurde nicht enttäuscht! Es macht gleich viel mehr Spaß Dinge mit einem Team zu erreichen das zusammen im Training Lieder durch die ganze Halle singt und tanzt. Dass alles von Klamotten über Equipment bis zur ganzen Schule und Turnhalle in Schulfarben ist trägt dazu auch gut bei. Überall sieht man Gold und Schwarz, und ich fühle mich mittlerweile schon richtig damit verbunden.

Die Freizeit mit den Freunden außerhalb des Sports

Wenn wir dann mal nicht mit Leichtathletik beschäftigt sind. gehen meine Freunde und ich gerne ins Kino und diskutieren unsere Theorien danach beim Essen. Da variiert es zwischen Thai, Mexikanisch, Chinesisch und Selbstgemachtem, teilweise Dinge, die ich in Deutschland nie probiert hätte.

Eure Talea