Schüleraustausch USA und weltweit: 10 Tipps, wie du das Auslandsjahr finanzieren kannst

Wie die Finanzierung des Auslandsjahres gelingt: Familie, Hilfen vom Staat, Firmen und Stipendien und viele Einsparmöglichkeiten

Wer ein Auslandsjahr plant, hat viele Fragen zu klären. Das fängt beim Reiseziel an, über den Termin bis zur Beschaffung des Visums. Eine große Hürde sind oft die Kosten des Auslandsjahres. Die Finanzierung des Schüleraustausches liegt grundsätzlich bei der Familie. Daher stellen sich viele Schüler die Frage, welche Möglichkeiten sie haben, ihren Familien bei der Finanzierung zu helfen. Die Stiftung Völkerverständigung hat die 10 wichtigsten Finanzierungsquellen zusammengestellt.

1 Geld verdienen für das Auslandsjahr?

Dazu gehören Aushilfsjobs wie Nachhilfe geben, Zeitungen Austragen. Wegen der Arbeitszeitgesetzte sind deine Möglichkeiten aber begrenzt.

2 Geschenke für den Schüleraustausch nutzen

Einen größeren Beitrag zum Budget kannst du erreichen, wenn du deine Familie und Freunde bittest, zum Geburtstag, zu Weihnachten und anderen Anlässen anstelle von Geschenken Geld für das Auslandsjahr zu geben.

3 Taschengeld für das Auslandsjahr sparen

Viele Austauschschüler/innen sparen einen Teil ihres Taschengeldes und schaffen damit einen Beitrag für den Schüleraustausch.

4 Das Kindergeld läuft während des Auslandsaufenthaltes weiter

Deine Eltern werden das Kindergeld für dich weiter bekommen, wenn du im Ausland bist. Das macht bei 250 Euro im Monat (seit 2023) insgesamt 3.000 Euro.

5 Einsparung von Lebenshaltungskosten während des Schüleraustausches

Die Kosten der Lebenshaltung für dich fallen während des Austausches in Deutschland weg: Lebensmittel, Strom, Wasser etc. sowie die Kosten für Sportvereine, Bustickets etc. Das macht 300 bis 400 Euro im Monat aus.

6 Staatliche Zuschüsse des Bundes für das Auslandsjahr

Das finanziell beste Förderprogramm ist das Auslands-BAFöG, das aktuell bis zu 7.500 Euro für 10 Monate beträgt, abhängig vom Einkommen der Eltern.

7 Staatliche Zuschüsse von Bundesländern für den Schüleraustausch

Speziell, wenn du in Hamburg, Baden-Württemberg oder Bayern in die Schule gehst, kannst du dich um Fördermittel der Landesregierung bewerben.

8 Stipendien für den Schüleraustausch

Stipendien werden von Austauschorganisationen, anderen Firmen sowie von staatlichen Stellen, Stiftungen und weiteren gemeinnützigen Insitutionen vergeben. Die Voraussetzungen sind sehr verschieden. Austauschorganisationen vergeben Stipendien an die Schüler/innen, die vorher fest bei ihnen gebucht haben. Einen guten Überblick über die seriösen Stipendien und Bewerbungstipps findest du in der Stipendien-Suche

9 Kosten sparen durch die Auswahl des Austauschprogramms

Die Preise der Austauschprogramme sind sehr unterschiedlich. Günstig sind normalerweise die "Classic-Programme", bei denen du in eine staatliche Schule gehst und bei einer Gastfamilie lebst. Das gibt es für viele Länder.

10 Kosten sparen durch die Auswahl der Austauschorganisation

Insgesamt gibt es auf dem deutschen Markt viele Anbieter. Leistungen und Kosten unterscheiden sich deutlich. Da die Austausch-Organisation wichtig ist und ihre Leistungen einen hohen Anteil der Kosten ausmachen, solltest du das systematisch angehen. Bewährt hat sich, in Schritten vorzugehen:

  • Du klärst zuerst mit deiner Schule die Rahmenbedingungen für die Beurlaubung und überlegst, was dir wichtig ist (Land, Zeitraum, Programm).
  • Du recherchierst zuerst breit. Dabei musst du darauf achten, dass du nur solche Anbieter in den Blick nimmst, die seriös und leistungsfähig sind. Im Internet findest du eine gute Übersicht in der Anbietersuche.
  • Dann kommt das persönliche Gespräch mit den Austauschorrganisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen – die deutschen Schüleraustausch-Messen - der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Der Eintritt ist frei.