Wie verhalte ich mich in meinem Gastland?
Natürlich ist jeder Austauschschüler verschieden und geht mit Situationen oder Problemen anders um. Somit gibt es kein Patentrezept, sondern viele Wege führen zum Ziel eines tollen Austauschjahres. Es gibt jedoch gewisse Leitlinien und Tipps, die jedem Austauschschüler helfen können. Und die wären?

Dein Verhalten in der Gastfamilie
Obwohl es Gastfamilie heißt, bist du kein Gast. Das bedeutet, dass du als Familienmitglied bei bestimmten Dingen helfen solltest. Tisch abräumen, Spülmaschine leeren, vielleicht sogar deine Wäsche selber machen gehören dazu. Erkundige dich am Anfang, wo du helfen kannst, und auch nach Regeln, die für dich als Gastkind gelten. Häufig sind die Gasteltern nicht so "cool", wenn es ums Ausgehen oder Feiern geht, wie deine Eltern hier in Deutschland. Das solltest du akzeptieren – Vielleicht bietet sich nach einigen Monaten ja mal eine Möglichkeit über die "Curfew" (Ausgangssperre) zu verhandeln.
Geht deine Gastfamilie jede Woche in die Kirche, erwarten sie, dass du als Vollzeitfamilienmitglied dies mitmachst. Auch an andere Familientraditionen solltest du auf jeden Fall teilnehmen.
Bei Meinungsverschiedenheiten ist die beste Lösung, über die Probleme zu reden. Hab keine Angst, Dinge, die dich stören, anzusprechen. Kleine, dumme Missverständnisse können zu großen Problemen werden, wenn du sie versuchst zu ignorieren. Und am Ende hast du auch immer deine Organisation, welche dich bei schwierigen Situationen unterstützt.
Dein Verhalten in der Schule
In der Schule heißt es Freunde finden! Also wähle am besten jedes Semester eine Kunst- oder Sportklasse, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Aber Achtung: Bei zu vielen "Chillklassen" wirst du aber nach deinem Austausch schulische Probleme haben – Also mindestens Mathe und eine Sprache sollten auch dabei sein!
Die sogenannten After-School-Activities sind auch sehr wichtig, um Bekanntschaften zu machen. Wer kein Sportler ist, findet bestimmt in den verschiedenen gemeinnützigen Gruppen, Theatercliquen oder Kunst-Clubs etwas, was ihm Spaß macht. Und schieb das Anfangen mit den After-School-Activities nicht auf, sondern schreib dich gleich zu Beginn des Schuljahres ein – später hast du dich schon so daran gewöhnt, deine Nachmittage alleine zu verbringen, dass die Motivation fehlt, um dies nachzuholen.
Auch in der Schule gibt es Regeln, die wir hier in Deutschland nicht gewöhnt sind. Häufig schreiben dir Kleiderordnungen vor, was du zu tragen hast, und Schwänzen wird sehr viel strenger bestraft. Stell dich darauf ein!
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