Alexander aus Schleswig-Holstein verbringt ein Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg. Er hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst in Ecuador entschieden. Er berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu seinem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen. Informationen und Praxis-Tipps zum Gap Year und zu Freiwilligendiensten nach der Schulzeit gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Themenseite zum Gap Year
Hey, ich heiße Alex,
bin 18 Jahre alt und verbringe aktuell meinen Freiwilligendienst in den Anden Ecuadors
Nachdem ich von der Organisation die Zusage bekommen hatte, war ich glücklich – nicht nur weil ich das Land meiner Wahl, Ecuador, bekommen hatte, sondern auch weil ich durch das "weltwärts"-Programm unterstützt wurde, das einen Teil der Kosten für den Aufenthalt übernimmt. Dennoch muss ich natürlich selber auch noch etwas zahlen. Also, was hab ich gemacht, um den restlichen Betrag zusammen zu bekommen?
Das Gap Year als Freiwilligendienst: Alexander und das Online-Fundraising
Eines der ersten Dinge, die ich getan habe, war, eine GoFundMe Kampagne einzurichten. Ich sah für mich darin die Möglichkeit von anderen Menschen außerhalb meiner Familie unterstützt zu werden. Die Schwierigkeit hierbei und bei allen folgenden Initiativen war, dass mein Projekt zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht feststand. Dieses erfuhr ich erst zwei Wochen vor der Ausreise und das Geld sollte bereits zwei Monate davor gesammelt sein. Trotz des Mangels an Informationen stellte ich den Spendenaufruf online. Ich lud dann ebenfalls ab und zu kurze Textbeiträge hoch, in denen ich über den aktuellen Stand informierte. Tatsächlich erhielt ich dann eines Tages über GoFundMe eine Spende von 200€, über welche ich mich sehr freute.
Im Allgemeinen kann ich GoFundMe sehr empfehlen, eine direkte Überweisung ist allerdings noch besser, da ein kleiner Teil der Spende an GoFundMe geht. Ich habe später noch versucht ein wenig mehr Aufmerksamkeit mit Hilfe von Plakaten, welche ich in Läden verteilt hatte, auf die Kampagne zu lenken; allerdings hatte ich damit keinen Erfolg. Dennoch war es einen Versuch wert.
Das Gap Year als Freiwilligendienst: Alexander und sein Fundraising vor Ort
Ein weiterer Versuch war, dass ich kurz vor Weihnachten Kekse an meine Nachbarschaft verteilte und hierbei gleichzeitig um eine Spende bat. Hierbei kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch, welche interessiert an meinem Auslandsjahr waren und mich ebenfalls unterstützten.
Das Gap Year als Freiwilligendienst: Alexander hat für die Finanzierung auch gejobbt
Da hiernach natürlich immer noch ein sehr großer Teil des Geldes fehlte, arbeitete ich neben der Abitur- und Ausreisevorbereitung noch an den Wochenenden auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Außerdem hatte ich in den vergangenen Sommerferien in einem Ferienjob gearbeitet und somit auch von da noch etwas Geld über. Den fehlenden Betrag bezahlte ich dann mit einem Teil meiner Ersparnisse. Außerdem hilft mir das Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg.
Somit war ich nun einen großen Schritt weiter in der Vorbereitung meines Auslandsjahres. Wie es hiermit weiterging, erfahrt ihr allerdings ein anderes Mal.
Euer Alexander

