Freiwilligendienst in Belgien mit Stipendium: Zehn Fragen an Jule zum Start in das Auslandsjahr

Jule verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Antwerpen

Auslandsjahr mit AUF IN DIE WELT-Stipendium: Traumziel Belgien -Antwerpen (Foto KI-generiert)

Ob Afrika, Lateinamerika, Europa oder Asien – ein Jahr nach der Schulzeit im Ausland, im Gap Year – ist bei jungen Leuten begehrt. Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Völkerverständigung vergibt Stipendien für Freiwilligendienste an sozial engagierte Jugendliche. Ein Stipendium geht an Jule aus Bayern.

Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr kann man im AUF IN DIE WELT-Blog sehen. Alles zum Auslandsjahr nach der Schulzeit gibt das AUF IN DIE WELT-Portal, die Seite Gap Year, den Leitfaden im Ratgeber E-Book Gap Year.

Vor dem Start ihres Auslandsjahres gibt sie Auskunft zu sich, ihrer Motivation, der Vorbereitung auf das Auslandsjahr und zu ihrem Engagement, für das sie das Stipendium erhalten hat.

1 Wie heißt du?

Jule Weissenberger

2 Wie alt bist du und in wo hast du deinen Schulabschluss gemacht?

Ich bin 19 Jahre alt und habe in diesem Jahr mein Abitur am Frobenius-Gymnasium Hammelburg absolviert.

3 Was machst du in deiner Freizeit?

Viel Zeit verbringe ich mit Freunden und meinen Schwestern. Gerne erkunden wir bei einem Städtetrip neue Ecken oder verbringen Zeit in der Natur. Dann gehen wir gerne wandern oder Inliner fahren. Wenn ich alleine bin höre ich bei einem Spaziergang gerne Podcasts oder gehe Schwimmen.

4 Warum möchtest du eine längere Zeit im Ausland verbringen?

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und interessiere mich sehr für fremde Länder und neue Kulturen. Natürlich fahre ich gerne in den Urlaub. Trotzdem habe ich da immer das Gefühl, ein Land nur oberflächlich kennen zu lernen.

Während meines Freiwilligendienstes werde ich ein Jahr im Ausland leben und kann so das Land, die Menschen und das Leben dort von Grund auf kennenlernen.

5 Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Freiwilligendienst zu machen?

Die Idee, einen Freiwilligendienst zu machen verfolge ich schon lange. Als Kind war ich schon begeistert von meiner Cousine, die ebenfalls einen Auslandsfreiwilligendienst gemacht hat. Das war dann lange auch mein Traum und jetzt freue ich mich darauf, nach 13 Jahren Schule nicht gleich in einem Hörsaal weiter zu lernen, sondern zuerst praktisch Erfahrungen sammeln zu können.

6 Wo verbringst du dein Auslandsjahr und was reizt dich an diesem Land?

Ich werde meinen Dienst in Belgien leisten und in dieser Zeit in der Stadt Antwerpen leben. Mir war es wichtig, ins europäische Ausland zu gehen. Belgien ist unser Nachbarland und spielt eine zentrale Rolle in der EU. Trotzdem weiß ich nur sehr wenig über dieses Land. Ich bin gespannt, wie ähnlich Belgien Deutschland ist, aber vor allem was die Länder unterscheidet und sie besonders macht.

7 Was wird im Ausland deine Aufgabe sein, in welcher Einrichtung?

Während meines Dienstes werde ich in Zoersel in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen mitarbeiten. In Monnikenheide werde ich die Menschen in ihrem Alltag begleiten.

8 Worauf freust du dich am meisten?

Am meisten freue ich mich auf die vielen Begegnungen mit verschiedenen Menschen und deren Geschichten. Über den Austausch mit ihnen, durch den ich hoffentlich viele neue Perspektiven kennen lerne.

9 Wie bereitest du dich auf deinen Auslandsaufenthalt vor?

Da ich im flämischen Teil Belgiens leben und arbeiten werde, versuche ich aktuell die niederländische Sprache zu erlernen. Ein großer Teil sind auch organisatorische Fragen. Nebenbei versuche ich mich mit verschiedenen Themen auseinander zu setzen, für die sich meine Organisation einsetzt. Das ist zum Beispiel Demokratie, Frieden und vor allem das Gedenken des Holocausts.

10 Du hast das Stipendium bekommen. Welches Ehrenamt übst du in Deutschland aus?

Aktuell bin ich in zwei Bereichen ehrenamtlich tätig. Zum einen betreue ich als Jugendleiterin Kinder- und Jugendfreizeiten der Kommunalen Jugendarbeit Bad Kissingen.

Zum anderen bin ich Ehrenamtliche der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bad Kissingen. Dort bieten wir verschiedene Aktionen für Menschen mit Behinderungen an. Wir gehen zum Beispiel Bowlen oder Kochen zusammen.