Für junge Deutsche immer wichtiger: Interkulturelle Erfahrungen

Bewerbungsphase für das Auslandsjahr 2013 beginnt

Die USA sind das Traumziel vieler junger Deutschen (Foto: Dt. Stiftung Völkerverständigung)

Der gekonnte Umgang mit Menschen anderer Herkunft und Kultur wird immer wichtiger – nicht nur im Beruf. Die beste Möglichkeit, interkulturelle Erfahrungen zu gewinnen, gibt es in jungen Jahren. Dies sehen auch die jungen Deutschen so: Das Schuljahr im Ausland ist begehrt. Im August startet die Phase für die Bewerbungen für das Jahr 2013. Die Angebote sind vielfältig und unterscheiden sich bei Preis und Leistung erheblich. Gute neutrale und fachlich anerkannte Informationsmöglichkeiten bieten Hilfe und Orientierung. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Am Anfang der Vorbereitungen für ein Auslandsjahr stehen die Wahl des Ziellandes, der Sprache, die man lernen will, und der Austausch-Organisation. Dies beginnt mit der Frage, wann der Auslandsaufenthalt am besten in die Schullaufbahn passt. Das ideale Alter für den Schüleraustausch liegt zwischen 15 und 18 Jahren.
  • Seit der Schulzeitverkürzung ist es wichtiger geworden, frühzeitig mit der eigenen Schule Kontakt aufzunehmen. Wer genau nachfragt, sieht schnell: Auch nach der Schulzeitverkürzung ist ein ganzes Schuljahr im Ausland weiterhin gut machbar.
  • Wichtig ist der finanzielle Aspekt; die Kostenunterschiede sind erheblich. In Osteuropa ist ein Auslandsjahr teilweise ab 5.000 Euro zu haben, während die USA ab ca. 8.500 Euro beginnen. Die anderen Lieblingsziele vieler Schüler – Australien, Kanada und Neuseeland – liegen deutlich höher.

Wer im nächsten Jahr ins Ausland will, sollte jetzt mit den Überlegungen beginnen. Berichte ehemaliger Austauschschüler geben Anhaltspunkte. In jedem Falle sollte man persönliche Gespräche mit mehreren Austausch-Organisationen führen. Dafür gibt es die SchülerAustausch-Messen der Deutschen Stiftung Völkerverständigung, die bundesweit stattfinden.

Die Messen umfassen Erfahrungsberichte, neutrale Vorträge und Informationen zu Stipendien. Der Eintritt ist frei. Gute Fachbücher sind "Ein Schuljahr in den USA und weltweit" (Gundlach/Schill) und „Die Auslandsreise“ (Troll), deren Autoren auch Referenten der SchülerAustausch-Messen sind.