Kanada erleben: Das erste Wochenende in der Gastfamilie

Schülergruppe des Berliner Barnim-Gymnasiums war in Kanada

Ankunft am Flughafen: Die Schüler des Barnim-Gymnasiums au Kanada-Reise (Foto: Himmelbauer)

Die Möglichkeiten, Kanada zu entdecken, sind vielfältig. Zum ersten Kennenlernen, bevor man sich für ein halbes oder ganzes Schuljahr nach Kanada startet, kann man zum Beispiel eine Sprachreise oder ein Sommercamp machen - oder eine Schülerreise im Rahmen der eigenen Schule, wie das Barnim-Gymnasium in Berlin.

Im Herbst 2013 hat eine Schülergruppe des Barnim-Gymnasiums (Berlin) eine Rundreise durch Kanada unternommen alles unter dem Motto "Inspiration Canada". In einer kleinen Serie stellen wir hier die Berichte der Lehrerin, Jenifer Himmelbauer, und mehrerer Schüler(innen) vor. Hier kommt der Bericht von Lena Stallmann (12. Klasse):

Es war das erste Wochenende, das wir jeweils in unseren Gastfamilien verbrachten. Ich freute mich schon darauf, da ich mich von Anfang an sehr gut mit meiner Austauschschülerin verstand.

Samstag fuhren wir dann zusammen mit ein paar Freunden von ihr zum “La Ronde“, das ist ein riesiger Freizeitpark auf der Insel Sainte-Hélène, die zu Montréal gehört. Dieser Vergnügungspark ist der zweitgrößte Kanadas und existiert seit 1967. Es war sehr aufregend, witzig und schön! An diesem Tag bin ich nicht nur meine erste Achterbahn gefahren, sondern hatte auch von der Poutine probiert. Die originale Poutine, eine typisch kanadische Spezialität, besteht aus Pommes, Bratensoße und Cheddar-Käse (oder wie meine kanadischen Freunde mir beibrachten „fromage squish squish“ – der quietschende Käse).

An diesem Wochenende habe ich nicht nur mit Mélina viel unternommen und Montréal und sein Leben von verschiedenen Seiten gesehen, sondern auch einen Einblick in ihre Familie bekommen. Sie haben mir schöne Plätze gezeigt, mich viel kanadisches Essen probieren lassen und vor allem waren sie mir eine zweite Familie. Melis Mama zum Beispiel hat mir quebecker Ausdrücke und Schimpfwörter beigebracht („Tabernak!“) und ihr Vater hat mir ein Buch ausgeliehen, in dem typische quebecker Worte auf Französisch beschrieben wurden.

Dadurch, dass ich mit allen größtenteils französisch gesprochen habe, konnte ich meine bisherigen Kenntnisse weiter vertiefen und anwenden. Das hat mir gezeigt, wie toll es ist, sich in einer anderen Sprache zu verständigen und wie viel Spaß es macht. Allgemein habe ich mich in ihrer Familie sehr gut aufgehoben gefühlt und sie haben diese Reise noch um einiges schöner gemacht!

Wovon ich in Kanada sehr fasziniert war, waren natürlich die Niagara-Fälle. Dieses Naturschauspiel ist einfach atemberaubend, dort an der Grenze zwischen den Staaten und Kanada. Die Fälle liefern das Wasser des Eriesees über den Niagara River in den Ontariosee und stürzen ca. 60 Meter in die Tiefe. Da fragt man sich doch, was wohl die Männer damals dachten, als sie das Ganze entdeckten. Auch heute noch steht man davor und ist überwältigt, obgleich man von unzähligen Attraktionen, wie zum Beispiel einem Riesenrad, einer Villa auf dem Kopf, mehreren Häusern und dem Skylon-Tower, der dem CN-Tower sehr stark ähnelt, umgeben ist.

Interessant waren auch die Rolltreppen. Denn auf einer kanadischen Rolltreppe gibt es Regeln: Will man auf ihr stehend nach oben oder unten fahren, bleibt man rechts. Diejenigen, die es eiliger haben, laufen schnell auf der linken Seite entlang. Im Gegensatz zu Deutschland genial, denn hier steht man auf der Rolltreppe, wie es einem gefällt und wer durch will, drängelt einfach. Daumen hoch für die Kanadier.

Alles in allem haben wir als Gruppe in nur zwei Wochen viel erlebt. Toronto und Montréal – super Metropolen, wo es sich lohnt, sie zu besuchen. Vom CN-Tower bis Mont Tremblant, von Chinatown bis Rue Sainte-Catherine, von der University of Toronto bis zum Cégep Saint-Laurent. Eine unvergessliche Reise und für immer eine besondere Erinnerung.

Kanada ist anders als Deutschland (aber schön anders), amerikanischer, aber charmevoller, aufgeschlossener und es ist mir extrem schnell ans Herz gewachsen. Babaille. C’est ça qui est ça!

Weitere Reiseberichte der Reisegruppe des Barnim-Gymnasiums:
Jennifer Himmelbauer: „Inspiration Canada"
Jordan Heyer:Traumziel Niagara-Fälle

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