Schüleraustausch Kanada: Annika über ihre Reise und die erste Zeit in der Gastfamilie und High School

Schüleraustausch Kanada: Annika über ihre Reise und die erste Zeit in der Gastfamilie und High School

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch Kanada in Ottawa

Annika aus Baden-Württemberg verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in Ottawa. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.

Wie Annika sich auf den Schüleraustausch in Kanada vorbereitet hat

Zur Vorbereitung des Auslandsjahres habe ich mir ein paar Bücher über Kanada ausgeliehen, um mit dem Land und der Kultur bekannt zu werden.

Meine Austauschorganisation hat auch ein Online-Vorbereitungsseminar für das Auslandsjahr angeboten, an dem ich teilgenommen habe. In diesem Seminar habe ich gelernt, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten sollte.

Als es dann an das Packen der Koffer ging, bekam ich von meiner Organisation eine Packliste, die ich sehr hilfreich fand. Denn wer weiß schon, wie man sein ganzes Leben für ein Jahr in einen Koffer zwängt.

Im Monat vor der Abreise habe ich mich von meinen Verwandten verabschiedet und sie noch einmal besucht.

In der letzten Woche vor der Abreise habe ich eine kleine Abschiedsfeier für meine Freunde veranstaltet.

Der Flug zum Schüleraustausch nach Kanada

Am Morgen des Abflugs bin ich dann sehr früh aufgestanden und gemeinsam mit meinen Eltern zum Frankfurter Flughafen gefahren. Wir haben dann gemeinsam mein Gepäck abgegeben und sind zum Eingang der Security Kontrolle gegangen. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen für mich und meine Eltern. Während ich durch die Kontrolle gegangen bin, sind meine Eltern im Flughafen geblieben, bis das Flugzeug abgehoben hatte.

Am Gate habe ich mich mit den anderen Austauschschülern meiner Organisation getroffen, die auch nach Ottawa geflogen sind. Wir waren zu elft. Die Zeit vor dem Boarding haben wir genutzt, um uns auszutauschen und etwas kennen zu lernen.

Unser erster Zwischenstopp war in Toronto. Wir sind fast rechtzeitig in Frankfurt abgeflogen und auch rechtzeitig angekommen. Allerdings mussten wir in Toronto unser Study Permit abholen, was so lange gedauert hat, dass wir unseren Anschlussflug verpasst haben. Wir haben dann unsere Organisation über die Notfallnummer angerufen. Sie hat dann unsere Tickets umgebucht, da es zum Glück jede Stunde einen Flieger nach Ottawa gibt. Ich habe meinen Gasteltern Bescheid gegeben, da sie mich vom Flughafen abholen sollten.

Annikas Ankunft bei ihrer Gastfamilie in Ottawa

Nach fast 24 Stunden Reise bin ich endlich in Ottawa angekommen, wo ich direkt von meiner Gastmutter und meiner achtjährigen Gastschwester Victoria begrüßt wurde.

Leider hatten sie nicht viel Zeit mit mir zu reden, nachdem sie mich nach Hause gebracht hatten, da sie noch eine weitere Gastschülerin, die an diesem Abend ankommen sollte, vom Flughafen abholen mussten. Ich habe an diesem Abend nur noch schnell meine Sachen ausgepackt und bin dann ins Bett gegangen, da ich völlig erschöpft von der Reise war.

In der Gastfamilie von Annika leben zwei weitere Austauschschülerinnen

Am nächsten Morgen habe ich meine italienische Gastschwester Agnese kennengelernt. Anschließend habe ich dann meine zweite Gastschwester Manuela aus Brasilien kennengelernt. Sie gehen auf die gleiche Schule wie ich, aber in ein anderes Programm. Wir hatten gemeinsam Frühstück und haben uns erstmal über unsere Reise unterhalten.

Die erste Woche hat Annika die Stadt Ottawa erkundet

In meiner ersten Woche hier hatte ich noch keine Schule. Das Homestay-Netzwerk hat für alle internationalen Schüler in der ersten Woche ein Programm aufgestellt, um die anderen Schüler aus aller Welt kennenzulernen. Außerdem organisierten sie eine Sightseeing-Tour der Stadt. In Videokonferenzen erfuhren wir mehr über Ottawa, über das Schulsystem und über unsere gewählte Schule. Wir mussten außerdem noch einmal einen Englisch- und einen Mathetest machen.

In den ersten Tagen habe ich gemeinsam mit den Deutschen, die mit mir angereist sind, die Stadt erkundet. Bei der Stadttour sahen wir das Parlament, einen beeindruckenden Bau, sowie andere Sehenswürdigkeiten.

Später in der Woche hat unsere Gastmutter uns mit zur Lichtershow des Parlaments genommen. Dabei wird das Gebäude mit Bildern und Animationen zur Geschichte Kanadas angestrahlt.  Wir sind auch gemeinsam mit der ganzen Familie ins Kino gegangen. Außerdem hat uns unser Gastvater gezeigt, wie wir mit dem Bus in die Stadt und zur Schule kommen.

In der Woche darauf fing unsere Schule an

Wir drei Gastschülerinnen sind gemeinsam zur Schule gegangen und haben im Lehrerzimmer unseren Stundenplan erhalten. Hier in der Schule hat man jedes Halbjahr vier Schulfächer. Die Schulstunden dauern 1.15 Stunden und die Mittagspause dauert eine Stunde. Die Schule startet um 9.10 Uhr und endet um 15.25 Uhr.

Meine Schulfächer sind Gesang und Musiktheorie, Kunst, Mathe und Englisch (mit Schwerpunktthema Indigenous People).

Nachdem wir unseren Stundenplan erhalten hatten, wurden wir erst einmal in der Schule herumgeführt. Danach fing es auch schon mit dem Unterricht an.

Annikas Erfahrungen in der High School in Ottawa

In meinen ersten Wochen hier an der Canterbury High ist mir aufgefallen, dass alle Lehrer sehr verständnisvoll sind. Wenn man ihnen sagt, dass man das Thema noch nicht hatte oder es auf eine andere Weise gelernt hat (z.B. in Mathe), sind sie sehr hilfsbereit. Meine Mathelehrerin hat mir zum Beispiel erlaubt, in der ersten Woche im Unterricht mein Handy zu benutzen, um die Fachbegriffe zu übersetzen.

Die meisten Schüler finden internationale Schüler sehr interessant und stellen Fragen über die Heimat und wie es einem in Kanada gefällt.

Ich komme hier in der Schule sehr gut zurecht. Meine Englischkenntnisse sind kein Problem.

An Wochenenden gehe ich meistens mit anderen internationalen Schülern aus, die ich an der Schule kennengelernt habe.

Eure Annika