Schüleraustausch Kanada: Camie bewertet das Verhältnis zur Gastfamilie und die Austausch-Organisation

Auslandsjahr Kanada: Unterschiedliche Erfahrungen mit den Austausch-Organisationen in Deutschland und Kanada

Schüleraustausch Kanada mit Stipendium: Camie beim Frühstück mit Freunden

Camie aus Niedersachsen hat ihr Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in New Brunswick in Kanada verbracht. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Ihre bisherigen Berichte findest du hier: www.schueleraustausch-portal.de/blog-kanada/  Persönliche Erfahrungsberichte bekommst du auf den AUF IN DIE WELT-Messen.

Schüleraustausch in Kanada: Die Beziehung zu den Gasteltern muss erst wachsen

Natürlich gab es hier und da auch mal ein Problem mit meinen Gasteltern. In Deutschland war ich sehr selbstständig, habe für mich selbst gekocht, bin mit Bus und Bahn frei herumgefahren und habe selbst entschieden, wann und wen meiner Freunde ich treffe.

In Kanada wird man eher als ein Kind angesehen. Beim Kochen wird geguckt, dass ich auch nicht die Küche in Brand setzte. Ich muss meinen Eltern immer sagen, wo und mit wem ich gerade unterwegs bin.

Das war am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig und schwierig für mich, aber mit der Zeit haben mir meine Gasteltern immer mehr vertraut und mir mehr und mehr erlaubt.

Wenn es ein Problem gibt, ist Kommunikation immer der beste Weg. Deine Gasteltern und du wollen ja beide dasselbe: eine tolle Zeit zusammen verbringen.

Schüleraustausch Kanada: Wichtig ist es immer ehrlich zu sein

Das fängt schon bei der Bewerbung an.  Gib deine ehrlichen Interessen und Wünsche an. Gib nichts an, was dich nicht beschreibt, nur um vermeintlich bessere Chancen auf eine „gute“ Gastfamilie zu haben.

Die Organisationen prüfen tatsächlich, ob die Interessen der Gastfamilie mit dem des Kindes übereinstimmen. Wenn man da nicht ehrlich ist, kann das zu einem Interessenkonflikt oder anderen Problemen mit der zukünftigen Gastfamilie führen. Auch du musst dich einbringen. Du selbst gestaltest einen Teil mit, wie es in der Gastfamilie laufen wird. Geholfen hat es mir sehr mit den anderen Austauschschülern zu reden, denn wir alle machen ähnliche Erfahrungen und Veränderungen durch.

Schüleraustausch Kanada: Heimweh und meine Kontakte nach Deutschland

Meiner Mutter in Deutschland wurde gesagt, sie sollte nicht viel Kontakt von mir verlangen, da das zu Heimweh führen kann. Davon war ich ganz und gar nicht betroffen, im Gegenteil ich fand die Telefonate mit meiner Mutter sehr unterstützend. Sie hat mir immer zugehört, hilfreiche Tipps gegeben und mich auf dem Laufenden gehalten.

Die Betreuung der deutschen Austauschorganisation war hervorragend

Vor dem Auslandsjahr wurden wir auf der Vorbereitungstagung super vorbereitet auf alle Szenarien, die so passieren könnten und wie wir mit unserem Verhalten darauf einwirken können.  Bei Fragen oder Problemen haben sie sich erkundigt und zeitnah zurückgerufen. Meine Organisation arbeitet mit der kanadischen Organisation „AIE“ zusammen. Wir haben einige Ausflüge wie Wale beobachten oder einen Besuch bei einer Ahornsirup-Plantage gemacht. Nicht alle Familien haben die Möglichkeit derartige Ausflüge zu machen. Da ist es gut, wenn die Organisation dies anbietet.

Schüleraustausch: Probleme mit der Austauschorganisation in den USA

Leider hatte ich ein bisschen Pech mit meiner Koordinatorin, da sie ihre eigenen Regeln aufgestellt hat. Diese Regeln verweigerten mir, mich mit meinen Freunden treffen zu können. Das konnte in der Zusammenarbeit mit meiner deutschen Austauschorganisation ohne weitere Probleme geklärt werden, zwar nicht von einen Tag auf den anderen, aber zeitnah.

Eure Camie