Helena aus Stuttgart hat ihr Auslandsjahr mit dem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Nova Scotia in Kanada verbracht. Die Stiftung vergibt die Stipendien anlässlich der AUF IN DIE WELT-Messen. Helena berichtet hier über ihre Erfahrungen-
Hallo, mein Name ist Helena und ich war für ein Auslandsjahr in Kanada in der 11. Klasse der Pugwash District High School. Alles zu meinem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Kanada könnt ihr hier lesen: www.schueleraustausch-portal.de/blog-kanada/
Schüleraustausch Kanada: Ein Unterschied zu Deutschland ist für mich die Spontanität in Kanada
In Deutschland habe ich mich meist langfristig verabredet, hier jedoch wird sehr wenig im Voraus geplant. Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber ich finde dies nun ganz gut. Jetzt bin ich einfach viel offener für das was kommt.
Ein großer Unterschied zwischen Kanada und Deutschland ist das Wetter
Ich habe mir einen Teil von Kanada mit der wärmsten Durchschnittstemperatur in Kanada ausgesucht. Trotzdem ist der Winter sehr lang und auch ziemlich kalt. Im Januar ist es bis zu minus 20 Grad Celsius und dazu bläst noch der kalte Wind am Meer. Gefühlt ist es dann wie minus 30 Grad. Sogar im Mai hat es noch geschneit. Der Schnee bleibt zwar nicht liegen aber es zeigt, dass es immer noch ziemlich kalt sein kann. Trotzdem wird es nun langsam wärmer.
Die High School in Kanada bietet mehr Sport und Freizeit nach der Schule
Wenn man nach der Schule etwas mit Freunden machen möchte, verabreden wir uns hier ganz spontan und unternehmen etwas zusammen. Grundsätzlich gibt es in Kanada mehr Sportangebote in der Schule aber auch mehr Freizeit nach der Schule, die man mit Freunden verbringen kann. Außerdem bietet meine Austauschorganisation gemeinschaftliche Unternehmungen nach der Schule oder am Wochenende an.
Was ich von meinen Gastfamilien im Schüleraustausch Kanada gelernt habe
Ich habe sehr viel von meinen Gastfamilien über Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber fremden Menschen gelernt. Ich fand es toll, dass sich auch meine erste Gastmutter sehr um mich gekümmert hat. Vielleicht kann auch ich später an andere etwas zurückgeben. Jetzt erst einmal koche ich ab und zu deutsche Gerichte. Ich rede viel mit meiner Gastfamilie über alles was hier passiert aber auch Unterschiede zwischen Kanada und Deutschland.
Schüleraustausch Kanada: Das Zusammenleben mit den Kanadiern ist sehr angenehm
Im Alltag gibt es immer wieder bereichernde Gespräche. Ich finde es cool, dass mich die Kassiererin im Supermarkt kennt und mit mir redet oder auch der Busfahrer, beim Aussteigen einen kleinen Schwatz macht. Es ist keine anonyme Großstadt und mir gefällt diese Art des Zusammenlebens.
Viel schneller kommt man hier ins Gespräch. Beispielsweise bin ich einen Tag allein zum Skifahren gegangen. Bei jeder Liftfahrt hat sich jemand mit mir angeregt unterhalten.
Als ich erzählt habe, dass ich aus Deutschland bin, waren viele noch interessierter und erzählten auch von ihren Erlebnissen in Deutschland. So gab es kurzweilige Gespräche. Diese Offenheit, auch mit dem Interesse an einer anderen Kultur, hat mir sehr gefallen.
Eure Helena

