Schüleraustausch Kanada: Elina erlebt den Frühling mit spannenden Ausflügen und Ostern auf Vancouver Island

Der Frühling ermöglicht neue Aktivitäten, vor allem Ausflüge in Kanada. Ostern ist für Elina eine besondere Erfahrung

Auf in die Welt: Schüleraustausch Traumziel Kanada (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Elina aus Nordrhein-Westfahlen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Stiftung Mensch und Zukunft in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz British Columbia auf Vancouver Island. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch Kanada, den Leitfaden im Ratgeber E-Book Kanada und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Mit dem Beginn des Frühlings verändert sich hier gerade vieles

Auch wenn es sich manchmal noch gar nicht so warm anfühlt, merkt man doch, dass eine neue Jahreszeit anfängt. Hier gibt es zum Beispiel keine klassischen Osterferien wie in Deutschland, sondern sogenannte „Spring Break“-Ferien. Trotzdem haben wir rund um Ostern ein paar Tage frei, was eine schöne Pause vom Schulalltag ist.

Durch das bessere Wetter beginnen jetzt auch wieder viel mehr Sportangebote. Während im Winter hauptsächlich Basketball und teilweise Fußball angeboten wurden, gibt es jetzt deutlich mehr Möglichkeiten.

An der Schule gibt es zum Beispiel ein Golf-Team und einen Badminton-Club, auch Mädchenfußball startet jetzt. Außerdem gibt es ein Leichtathletik-Team an einer anderen Schule hier im Ort. Insgesamt hat man im Frühling viel mehr Optionen, sich sportlich zu betätigen und neue Dinge auszuprobieren.

Auch in der Freizeit merkt man die Wetterveränderung, man kann jetzt viel mehr draußen unternehmen, wie zum Beispiel zum Strand zu gehen und am Meer entlanglaufen, picknicken oder wenn es warm genug ist, sogar schwimmen. In den Winter- und Herbstmonaten hat es hier wirklich sehr viel geregnet, weshalb solche Aktivitäten oft gar nicht möglich waren. Allerdings täuscht das Wetter manchmal: Wenn die Sonne scheint, sieht es oft wärmer aus, als es tatsächlich ist. In Wirklichkeit ist es doch noch ziemlich kalt. 

Dazu kommt, dass sich das Wetter hier auf der Insel sehr schnell ändern kann. Ich persönlich freue mich besonders darauf, wieder Tennis zu spielen. Hier gibt es nur draußen Tennisplätze, und im Winter war es dafür einfach zu kalt und zu nass. Jetzt, wo der Frühling beginnt, wird es langsam wieder möglich.

Gleichzeitig wird mir durch den Beginn des Frühlings auch bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Für mich sind nun schon über sieben Monate vorbei.

Ausflüge spielen für Elina eine große Rolle

Neben dem Alltag und der Schule spielen auch Ausflüge eine große Rolle. Direkt nach den Winterferien, als das zweite Semester begonnen hat und neue Austauschschüler angekommen sind, wurde von der Schule ein gemeinsamer Bowling-Ausflug organisiert. Ich habe daran teilgenommen, und wir sind dafür nach Nanaimo gefahren. Insgesamt waren ungefähr 40 Austauschschüler dabei, jeweils etwa 20 von zwei verschiedenen Schulen. Solche Ausflüge sind eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und gemeinsam etwas zu unternehmen.

Ein weiteres Highlight war ein Skiausflug zum Mount Washington

Obwohl ich keine eigene Skiausrüstung dabei hatte, konnte ich, dank einer Freundin meiner Gastmutter, die Ausrüstung ausleihen. Kurz vor dem Ausflug hatte es geschneit, so dass wir richtig guten Neuschnee hatten.

Es gab verschiedene Gruppen, je nach Können, sodass auch Anfänger teilnehmen konnten. Da ich zwar schon einmal Ski gefahren bin, aber nicht besonders viel Erfahrung habe, kam ich in die Gruppe mit ein wenig Skierfahrung und es hat überraschend gut funktioniert.

Wir hatten einen Skilehrer, der uns insgesamt mehrere Stunden Zeit auf der Piste begleitet hat, unterbrochen von einer Mittagspause. Das Wetter war an diesem Tag richtig gut, und das Skigebiet hat mir sehr gefallen.Während der Spring Break (Frühlingsferien) war ich außerdem auf einem Ausflug nach Victoria. Ich war zwar schon vorher dort, aber die Stadt ist wirklich sehr schön, so dass sich ein weiterer Besuch auf jeden Fall gelohnt hat. Ich habe die Zeit hauptsächlich damit verbracht, mit Freunden durch die Straßen zu gehen und die Atmosphäre zu genießen.

Ostern in Kanada war für Elina eine besondere Erfahrung

Auch das Osterwochenende war eine besondere Erfahrung für mich. Wirklich gefeiert haben wir aber hauptsächlich den Ostersonntag.

An diesem Tag bin ich morgens früh aufgestanden, da eine Freundin meiner Gastmutter mich mit zur Kirche genommen hat. Die Messe begann bereits um 8:30 Uhr. Wir waren in derselben Kirche wie schon an Weihnachten. Nach der Kirche ging es zu Hause direkt weiter mit der Ostertradition.

Zuerst dachte ich, es findet eine Ostereiersuche draußen im Garten statt, allerdings wurde alles im Haus vorbereitet, da meine Gastfamilie einen Hund hat und außerdem Sorge hatte, dass draußen vielleicht nicht alle Eier gefunden werden könnten. Deshalb fand die Suche im Wohnzimmer und in der Küche statt.

Meine Gastmutter hatte sich für das Ostereiersuchen etwas Besonderes überlegt

Wir durften die Eier nicht einfach einsammeln, sondern mussten sie mit einem Teelöffel transportieren. In der Mitte des Raumes stand ein Korb und wir mussten die Eier einzeln auf dem Löffel dorthin bringen. Diese Regel sollte dafür sorgen, dass die Suche länger dauert, da meine jüngeren Gastgeschwister sonst immer sehr schnell fertig sind. Am Ende wurden die Eier unter uns aufgeteilt, sodass jeder ungefähr gleich viele bekommen hat.

Am Abend gab es dann ein großes Osterdinner

Es gab verschiedene Gerichte wie Lamm, Schinken, Gemüse und Beilagen, und zum Nachtisch Cheesecake.

Schon ein paar Tage vor Ostern hatte ich mit meiner Gastschwester über Ostern gesprochen, da sie aus Japan kommt und mit dieser Tradition nicht so vertraut ist. Ich habe ihr erklärt, wie wir Ostern in Deutschland feiern und was es für Bräuche gibt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich selbst noch nicht genau, wie es hier sein würde.

Viele Grüße aus Qualicum Beach / Vancouver Island

Bis bald Eure Elina