Elina aus Nordrhein-Westfahlen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Stiftung Mensch und Zukunft in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz British Columbia auf Vancouver Island. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch Kanada, den Leitfaden im Ratgeber E-Book Kanada und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.
Besondere Erlebnisse für Elina: Der Super Bowl
Neben den vielen kleinen Alltagsmomenten gab es in den letzten Monaten auch einige besondere Erlebnisse, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Eines davon war der Super Bowl, den ich zusammen mit meiner Gastfamilie bei Freunden geschaut habe.
Dort haben wir eine richtige „Watch Party“ gemacht, mit typisch amerikanischen Snacks wie Nachos, Cheetos, Chicken Nuggets, Pommes und verschiedenen Dips. Es gab auch Gemüseplatten und zum Nachtisch Obst mit Schokolade. Für mich war das besonders spannend, weil ich vorher noch nie den Super Bowl geschaut hatte. Vor allem die berühmte Halbzeitshow war ein echtes Highlight.
Ein weiteres sehr persönliches Erlebnis war mein Geburtstag Ende Februar
Ich habe ihn eher klein gefeiert, zusammen mit meinen zwei engsten Freunden hier und meiner Gastfamilie. Ich durfte mir wünschen, was es zum Essen gibt, und mein Gastvater hat für mich gekocht. Besonders schön fand ich, dass ich mir als Nachtisch den Apfelkuchen meiner Oma gewünscht habe. Sie hat mir das Rezept geschickt, ich habe es ins Englische übersetzt, und meine Gastfamilie hat tatsächlich genau diesen Kuchen für mich gebacken. Das hat den Tag für mich sehr besonders gemacht.
Auch mit meinen Freunden habe ich einige schöne Momente erlebt
Da es im Winter oft geregnet hat, haben wir viel Zeit drinnen verbracht und dabei oft gebacken. Wir haben sogar einen Kochabend gemacht, bei dem wir ein komplettes Abendessen selbst zubereitet haben. Es gab einen Salat mit Feta, Tomaten und Gurken, dazu Reis mit Chicken Teriyaki und zum Nachtisch selbstgemachte Cookies.
Ein typisches „Kanada-Erlebnis“
Ein typisches „Kanada-Erlebnis“ hatte ich, als ich nach mehreren Monaten endlich zum ersten Mal Poutine probiert habe. Das ist ein Gericht mit Pommes, Bratensauce („Gravy“) und Käse. Ich war ehrlich gesagt nicht komplett überzeugt vom Geschmack, muss man aber mal probiert haben.
Ausflug im Spring Break auf Vancouver Island
Ein weiteres großes Highlight war ein spontaner Trip während der Spring Break. Die Gastfamilie eines Freundes hat mich eingeladen mitzukommen, zusammen mit zwei anderen Austauschschülern. Wir sind für drei Tage nach Port Renfrew gefahren, auf die andere Seite der Insel.
Dort hatten wir teilweise keinen Handyempfang, was am Anfang ungewohnt war, sich aber schnell als etwas sehr Positives herausgestellt hat. Wir haben unglaublich viel Natur gesehen – Strände, Wälder und sogar Wasserfälle. An einem Tag sind wir zu mehreren Stränden gewandert und haben geholfen, einen entlaufenen Hund einzufangen. Am letzten Tag sind wir zu einem versteckten Wasserfall gewandert, den man nur über einen kleinen, etwas schwierigeren Weg erreichen konnte. Dieser Ort war einer der schönsten, die ich bisher hier gesehen habe. Dieser Trip gehört definitiv zu meinen schönsten Erinnerungen in diesem Auslandsjahr.
Elina probiert das Krabbenessen
Außerdem habe ich mich auch kulinarisch ein bisschen mehr getraut und zum ersten Mal in meinem Leben Krabbe probiert. Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Meeresfrüchten bin, wollte ich die Erfahrung mal machen. Es war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig zuzusehen, wie die Krabben zubereitet wurden, aber geschmacklich war es gar nicht so schlecht.
Elina hat viele Pläne für die restliche Zeit
Da mein Auslandsjahr langsam auf das Ende zugeht, habe ich gemeinsam mit meinen zwei engsten Freunden eine Art Bucket List erstellt. Wir haben uns überlegt, was wir in der verbleibenden Zeit unbedingt noch machen wollen. Dabei haben wir unsere Ideen in zwei Kategorien aufgeteilt: Essen und Aktivitäten. Bei den „Food Spots“ stehen vor allem Orte drauf, die es in Deutschland nicht gibt oder die hier besonders typisch sind. Zum Beispiel möchten wir noch in Restaurants wie Popeyes oder Wendy’s gehen. Außerdem wollen wir noch verschiedene lokale Essensangebote ausprobieren.
Bei den Aktivitäten haben wir ebenfalls einige Pläne
Wir möchten zum Beispiel Go-Kart fahren und auf jeden Fall noch einmal Vancouver besuchen.
Zudem mache ich auch noch einen Camping-Trip im Mai über drei Tage, der von meiner Schule organisiert ist. Wir werden zu einer kleinen Insel fahren und dort Kanu fahren, wandern und auch wieder viel von der Natur sehen.
Außerdem planen meine Freunde und ich auch noch mal einen Camping Trip nach Tofino zu machen (oder zu den umliegenden Inseln). Insgesamt möchten wir versuchen, die verbleibende Zeit noch bewusster zu genießen und noch so viele Erfahrungen wie möglich mitzunehmen.
Viele Grüße aus Qualicum Beach / Vancouver Island
Bis bald Eure Elina

