Schüleraustausch Kanada: Elina über ihre Erlebnisse in Britisch Columbia und ihre Tipps für junge Leute

Elina hat in British Columbia und darüber hinaus viel erlebt

Auf in die Welt: Schüleraustausch Traumziel Kanada (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Elina aus Nordrhein-Westfahlen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der gemeinnützigen Stiftung Mensch und Zukunft in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz British Columbia auf Vancouver Island. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. 

Alles zum Schüleraustausch nach Kanada gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch Kanada, den Leitfaden im E-Book Kanada, im Ratgeber Handbuch AUF IN DIE WELT und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Zum Abschluss des Auslandsjahres berichtet Elina  hier über ihre Erfahrungen

Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich heiße Elina und bin 17 Jahre alt.

In welchem Land und wie lange hast du dein Auslandsjahr verbracht?

Ich habe mein Auslandsjahr in Kanada für 10 Monate verbracht.

Wie groß war der Kulturschock? 

Ich würde sagen, dass mein Kulturschock gar nicht so groß war. Ich fand es am Anfang sogar ungewohnt, dass alle so ‘‘nett‘‘ waren. Man führt hier oft einfach einen kurzen Small-Talk mit „Hey how are you“ und dann ist es auch schon wieder vorbei.

Was hat dich am meisten beeindruckt?

Beeindruckt hat mich die Natur hier, die Berge, das Meer und die großen Wälder, es sieht alles so unfassbar faszinierend aus.

Wie bist du mit deiner Gastfamilie zurecht gekommen?

Ich hatte keine Schwierigkeiten mit meiner Gastfamilie. Sie hatten schon viele Austauschüler und sie wissen daher wie alles funktioniert. Ich hätte gerne mehr mit Ihnen unternommen.

Was waren deine schönsten und deine wichtigsten Erfahrungen?

Ich habe so viel erlebt, da kann ich gar nicht genau sagen, was meine schönste Erfahrung war. Aber ich kann mich besonders gut an meinen ersten Trip als International nach Vancouver zum Fußballspiel erinnern und das mit ganz vielen Austauschschülern. Ich habe an dem Tag viele Leute erst richtig wahrgenommen und kennengelernt. 

Soweit ich in Erinnerung habe, waren das mit die ersten Tage, an denen ich mich getraut habe, wirklich Englisch zu sprechen. Davor habe ich natürlich auch schon Englisch geredet, aber an dem Tag habe ich gemerkt, dass es okay ist, etwas Falsches zusagen, weil wir hier sind, um das zu lernen.

Andere schöne Erinnerungen sind auch mein erstes Eishockey Game, mein Trip nach Port Renfew. Ich habe durch die Zeit gelernt eigenständiger zu handeln und selbstbewusster in Situationen zu gehen.

Was hat dir nicht gefallen?

Es gab immer mal wieder negative Erfahrungen aber aus denen habe ich immer gelernt. Aber eine Sache, die mir nicht so gefallen hat, war, dass meine Gastfamilie nicht in der Stadt gewohnt hat. Es ist zwar nur ein 30-40 Minuten Fußweg, aber wenn meine Freunde dann mal etwas spontan gemacht haben, konnte ich einfach nicht mal so eben kommen, weil ich entweder gebracht werden musste oder weil ich hätte hinlaufen müssen. Das hat mich schon manchmal gestört, weil ich einfach nicht so mobil war.

Wie warst du mit den Leistungen deiner Austauschorganisation zufrieden?

Ich hatte nur anfangs viel mit meiner Organisation zu tun, als es um meine Flüge und mein Soft- Landing Camp in New York ging und jetzt wieder, wo es zum Ende hingeht. Meine Organisation hat sich zwischendurch nicht gemeldet. Ich hätte mich gefreut, wenn sie mal gefragt hätten, wie es läuft und ob alles okay ist. Aber all in all war meine Organisation perfekt - es hat alles gut funktioniert, ich hatte keine Probleme und wenn ich Fragen hatte, wurde mir auch immer schnell geantwortet.

Hast du neue Freundschaften geschlossen?

JA! Ich habe zwar nicht so viele kanadische Freunde gefunden, aber dafür habe ich hier zwei wirklich gute Freundschaften mit zwei anderen deutschen Austauschschülern geschlossen. Wir planen gerade ein Treffen in Deutschland. Abgesehen davon habe ich so viele neue Leute aus verschiedenen Ländern kennengelernt, bei denen ich auch hoffe, dass ich sie wiedersehen werde.

Hast du im Ausland neue Hobbies gefunden?

In der Zeit meines Auslandsjahres habe ich oft in meiner Gym Class Badminton gespielt und außerdem habe ich auch Volleyball hier für mich entdeckt.

Wofür hast du die Förderung durch das Stipendium verwendet?

Das Geld habe ich als Taschengeld verwendet. Ich habe damit zum Beispiel meine Trips, die von der Schule angeboten wurden, finanziert.

Hast du Pläne deine Auslandserfahrungen zu nutzen?

Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich meine Auslandserfahrung in Zukunft nutzen werde, aber ich überlege auf jeden Fall nach dem Abitur nochmal etwas wie ein Au-pair oder Work and Travel Jahr zu machen. Dann werde ich weiter gucken, ob ich vielleicht im Ausland studieren will.

Deine 3 Tipps für alle, die ins Ausland gehen wollen

Tipp 1:

Ich glaube den Tipp hört man immer, aber versuche so oft „Ja“ zu sagen wie es geht. Ich weiß es ist schwierig am Anfang, wenn alles neu ist und man eigentlich nur schlafen möchte, aber man verpasst dadurch manchmal so tolle Dinge. Deswegen versucht so offen wie möglich zu sein.

Tipp 2:

Vergleicht euer Auslandsjahr nicht mit Auslandsjahren von anderen, nicht von Leuten auf TikTok oder von euren Freunden. Als ich gesehen habe was Leute auf TikTok in ihrem Auslandsjahr alles schon so erlebt haben, habe ich mich gefragt, ob ich zu wenig mache und mich gestresst mehr zu erleben, was natürlich Quatsch ist. Ein Fehler ist, die Sachen zu vergleichen - das bringt nichts.

Jeder hat ein anderes Auslandsjahr und man kann Keines davon vergleichen, bei jedem ist es anders! Versucht es so zu genießen, wie es gerade kommt, alles kommt mit der Zeit.

Tipp 3:

Macht ein Junk Journal. Ein Junk Journal ist einfach, indem man ‘‘unwichtige‘‘ Sachen aufhebt, wie Kassenzettel, Karten, Bustickets oder Servierten und sie dann in ein Buch (Journal) einklebt. Ich habe mir seit Anfang meines Auslandsjahres angewöhnt, einfach immer Kleinigkeiten mitzunehmen und sammeln. 

Wir waren zum Beispiel bei Wendy’s essen und ich habe dann nach einer Pommesschachtel gefragt, damit ich sie aufheben kann zur Erinnerung. Dazu habe ich dann auch immer Fotos gemacht. Wenn ich dann wieder Deutschland bin, werde ich die Bilder ausdrucken und zusammen mit den Dingen, die mich daran erinnern einkleben. Das ist dann wie ein kleines Fotoalbum, nur mit Specials. Ich finde, dass ist eine schöne Erinnerung und würde jedem empfehlen, es so zu machen.