Schüleraustausch Kanada: Martha über Abenteuer in Kanada, Outdoor Education, Halloween, Weihnachten und Silvester

Martha über Abenteuer beim Busfahren, beim Outdoor-Trip, Halloween, Weihnachten und ihr schönstes Erlebnis: Silvester

Auf in die Welt: Schüleraustausch Traumziel Kanada

Martha aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in der Provinz British Columbia auf Vancouver Island. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen.

Alles zum Schüleraustausch nach Kanada gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch Kanada, den Leitfaden im Ratgeber E-Book Kanada und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Hallo, ich bin Martha.Mittlerweile sind bereits vier Monate vergangen, seitdem ich nach Kanada gekommen bin. In dieser Zeit ist so unfassbar viel passiert, dass ich gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll.

Die ersten Tage in Kanada waren für Martha anstrengend

Die ersten Tage waren erstmal ziemlich anstrengend, aber nach etwa zwei Wochen habe ich mich ganz gut eingelebt und auch angefangen mit Freunden Dinge zu unternehmen. Beispielsweise sind wir ins Kino gegangen oder nach Downtown Victoria. Es dauert ungefähr eine Stunde mit dem Bus nach Downtown Victoria zu fahren.

Abenteuer Busfahren in Kanada

Meine erste Busfahrt war auch etwas abenteuerlich, weil ich davon ausgegangen bin, dass man die Bustickets mit Karte zahlen kann, sowie eigentlich alles hier.

Da musste ich allerdings erfahren, dass man für Bustickets zum Bezahlen eine spezielle App braucht, oder nur mit passendem Bargeld bezahlt. Das Problem mit der App ist nur, dass sie bei vielen (mir eingeschlossen) gar nicht erst im App Store auftaucht. Glücklicherweise sind die Busfahrer*innen super freundlich hier und an dem Tag konnte ich dann kostenlos mitfahren. Später habe ich mir dann in der Apotheke eine Monatsbuskarte gekauft.

Outdoor Education ist für Martha ein Highlight

Ein weiteres Highlight von mir war definitiv der Hornlake Campingtrip mit meinem Outdoor-Education-Kurs. Wir sind drei Tage an den Hornlake gefahren, um dort in Zelten zu campen. Auf dem See sind wir Kanu gefahren, und da es noch ziemlich warm im Oktober war, konnten wir sogar im See schwimmen gehen. Der See war unfassbar schön. Das Wasser war glasklar und im Hintergrund war direkt ein Berg. Am zweiten Tag sind wir dann in zwei Tropfsteinhöhlen ,,caven‘‘ gegangen und sind Kanadas längste und gefährlichste Rutsche in einer Tropfsteinhöhle gerutscht. Es ist gleichzeitig aber auch Kanadas kürzeste und sicherste Tropfsteinhöhlenrutsche. Mit andern Worten- es ist Kanadas einzige. Auch eine coole Erfahrung war, als wir ganz unten in den Höhlen waren und alle unsere Lichter ausgemacht hatten und dann in der absoluten Finsternis saßen.

Teambuilding in der Outdoor Exkursion

Nach dem Caven haben wir dann noch Teambuilding gemacht. Beispielsweise mussten wir Wasser durch Becher transportieren, die an einem Seil befestigt waren, das über eine Kletterwand lief. Es war zwar nicht ganz so cool wie das caving, aber hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Als es abends dann dunkel war, haben wir noch Spiele gespielt, wie zum Beispiel ,,Mantracker‘‘. Das Spiel geht so, dass eine Person ,,it‘‘ ist und alle anderen müssen sich in einem vorgegebenen Bereich verstecken. Die Person sucht dann die anderen und versucht sie zu ticken. Wenn man getickt ist wird man auch zu ,,it‘‘ und muss mit die anderen fangen. Im Anschluss haben wir noch am Lagerfeuer s’mores (Marshmallows mit Schokokeksen) gemacht. Auf dem Rückweg sind wir in Ladysmith angehalten, um uns dort etwas zu essen zu holen.

Der Trip war mega cool, aber ich war auch ein Stück weit froh, als ich wieder zuhause in einem richtigen Bett schlafen konnte.

Martha ist dem Crosscountry Team ihrer High School beigetreten

Wir hatten zweimal die Woche Training und dann noch manchmal zusätzlich Wettkämpfe gegen andere Schulen. Ich habe bei einem Wettkampf teilgenommen und mein Ziel war, einfach nur ankommen und möglichst nicht Letzte werden, da es für mich das erste Mal war, dass ich 5km gerannt bin. Das hat beides glücklicherweise auch geklappt, obwohl das Wetter extrem schlecht war und es wie aus Eimern gegossen hat.

Halloween ist in Kanada ein Erlebnis

Halloween wird hier in Kanada extrem groß gefeiert und ich habe noch nie so viel Deko gesehen wie hier. Die ganzen Häuser waren voll mit Halloween Deko und sogar viele Erwachsene haben sich verkleidet. Außerdem ist es oft so, dass man gar nicht an den Haustüren klingelt, sondern die Leute verkleidet vor ihren Häusern sitzen, um Süßigkeiten zu verteilen. Halloween habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht und wir sind mit meinen Gastgeschwistern umhergegangen und haben Süßigkeiten eingesammelt.

Anlässlich Halloween haben mich die Eltern meiner Gasteltern zu einem Trip nach Ladysmith mitgenommen, wo der Bruder von meinem Gastvater wohnt. Dort sind wir in ein haunted house gegangen, was in Kanada eine typische Halloween Aktivität ist. Allerdings war es super voll und wir haben im Endeffekt fast drei Stunden angestanden. Das haunted house war auf jeden Fall eine Erfahrung, ich bin mir aber immer noch nicht sicher, was ich davon genau halten soll. Im Anschluss haben wir noch alle zusammen Mario Party gespielt, was super lustig war.

Weihnachten in Kanada: Viel Deko und Bescherung frühmorgens

Weihnachten war jetzt nicht so aufregend, auch wenn ich die starke Vermutung habe, dass die Kanadier das mit Deko kompensieren zu versuchen. Denn auch hier waren ähnlich wie bei Halloween alle Häuser wieder stark dekoriert, diesmal mit Weihnachtslichterketten. Da die Bescherung nicht wie bei uns am 24. sondern morgens am 25. stattfindet, haben wir morgens, am 25. sehr früh (5:30 Uhr!) Geschenke aufgemacht und ich bin dann im Anschluss auch tatsächlich gleich wieder schlafen gegangen, weil ich so müde war. Am Abend haben wir dann ein Weihnachtsdinner gemacht und einige Verwandte von meiner Gastfamilie sind dazu gekommen. Der Abend war dann sehr schön.

Silvester war mit eines der schönsten Erlebnisse hier

Silvester habe ich im Endeffekt dann viermal gefeiert. Einmal in deutscher Zeit, wo ich dann mit meiner Familie in Deutschland gefacetimed habe. Das zweite Mal dann mit meiner Gastfamilie, die schon in der neufundländischen Zeit gefeiert haben, weil sie sehr junge Kinder haben. Das war hier um 18:30 Uhr.

Danach bin ich noch zu einer Freundin gegangen und habe dort um 21 Uhr nochmal mit ihrer Gastfamilie gefeiert, die einfach in der New Yorker Zeit gefeiert haben. Das vierte Mal war dann mit Freunden um O Uhr in unserer Zeitzone in British-Columbia. Silvester war mit eines der schönsten Erlebnisse hier.

Bis bald Eure Martha