Schüleraustausch Kanada: Wie Lilly das Auslandsjahr geplant, ausgesucht und finanziert hat

Lilly verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in Kanada – Von der ersten Idee bis zur Entscheidung über die Austauchorganisation

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch Kanada

Lilly aus Nordrhein-Westfalen verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Kanada. Sie lebt bei einer Gastfamilie in in Nova Scotia am Atlantik. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Kanada kann man im Schüleraustausch Kanada Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach Kanada mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch Kanada.

Schüleraustausch – Andere Länder und Kulturen sind für Lilly ein Traum

Seit ich klein war, war es immer mein Traum zu reisen und neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Ein Auslandsjahr ist die perfekte Möglichkeit dazu. Es ist eine wirklich einmalige Gelegenheit, um Kulturen aus einer ganz einzigartigen Perspektive kennenzulernen.

Dadurch, dass man in einer Gastfamilie lebt und im Gastland zur Schule geht, erlebt man den ganz normalen Alltag in diesem Land und ist der Lebensweise viel näher. Und nun hat sich mein Traum erfüllt und tatsächlich wohne ich seit fast 2 Monaten in Kanada. Das ist ein soo unglaubliches Gefühl, das erreicht zu haben und hier fühle ich mich unfassbar wohl und es könnte kaum besser sein.

Warum Lilly zum Schüleraustausch nach Kanada wollte

Aber warum eigentlich Kanada? Da gab es einige Faktoren. Von Anfang an war klar, dass es wegen der Schule ein englisch-sprachiges Land werden sollte und außerdem wollte ich diese einmalige Chance auch nutzen, um wirklich weit weg zu reisen, weil das etwas ist, zu dem man nicht so häufig die Gelegenheit hat. Die Vorstellung einmal wirklich den High School spirit etc. zu erleben, fand ich echt cool.

Die Englischlehrerin hat Lilly viel Gutes über Kanada berichtet

Meine Englischlehrerin ist aus Kanada nach Deutschland gezogen und sie hat uns immer viel Gutes über ihr Heimatsland und die Leute dort erzählt. Und das kann ich auch nur bestätigen.

Die Leute hier sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und vor Allem offen. Leute sprechen dich einfach mitten auf der Straße an und fangen eine Konversation an oder machen dir Komplimente.

Kanada hat eine atemberaubende Natur

Ein weiterer ganz großer Punkt war, dass Kanada eine wunderschöne Natur hat und für mich das allerbeste: Der Ozean. Ich liebe es am Meer zu wohnen, das Meeresrauschen und die Möwen. Hinzu kommt, dass wir relativ ländlich wohnen und deshalb einen wunderschönen Sternenhimmel haben.

Die Kanadier sind sehr freundliche Menschen

Aber das Beste hier sind all die unglaublichen Menschen, die ich hier kennengelernt habe. Ich hätte niemals gedacht, dass ich meinen Gastschwestern so nah sein würde, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, sie nach dem Auslandsjahr nicht mehr jeden Tag zu sehen. Ich bin so unglaublich dankbar, dass sich mein Traum erfüllt hat und das hätte ich definitiv nicht allein geschafft.

Die Finanzierung des Schüleraustausches war für Lilly nicht einfach

Doch von Anfang an war bei der Finanzierung meines Auslandsjahrs klar, dass meine Eltern das Geld nicht alleine aufbringen konnten und ich dazu was betragen sollte.

Erschwernisse für die Eltern bei der Finanzierung des Schüleraustausches

Viele Dinge erschwerten die Finanzierung im Nachhinein zusätzlich, wie zum Beispiel die chronische Erkrankung meiner Mutter, die dafür sorgte, dass sie nicht mehr arbeiten konnte und die Flutkatastrophe, die uns vorletzten Sommer unseren kompletten Keller Unterwasser setzte, und jegliches Inventar und andere unersetzbare Gegenstände zerstörte. Unser ganzer Keller musste renoviert werden und wir sind immer noch nicht fertig.

Die Eltern haben für das Auslandsjahr alle Reserven mobilisiert

Doch trotzdem haben meine Eltern Alles versucht, um mir den Auslandsaufenthalt dennoch möglich zu machen. Durch diese unerwarteten Schicksalsschläge, waren meine Eltern gezwungen, auf zurückgelegtes Geld für mein Auslandsjahr zurück zu greifen, was die Finanzierung auch nochmal ein Stück schwerer gemacht hat.

Lilly hat mit Nebenjobs einen großen Teil der Kosten verdient

Auch ich wollte dazu beitragen: Durch einige Nebenjobs wie Baby-, Tiersitten und als Aushilfe in einem lokalen Cafe, habe ich gut ein Drittel bis die Hälfte des Betrages selbst aufbringen können.

Das AUF IN DIE WELT-Stipendium

Außerdem habe ich mich auf das Taschengeld Stipendium von der Deutschen Stiftung Völkerverständigung beworben und war unglaublich glücklich als ich dies dann tatsächlich bekam. Bei einem netten Mittagessen in der Nähe von Hamburg habe ich die Vorsitzenden der Stiftung und die anderen Stipendiatinnen kennengelernt und uns wurden die Stipendien überreicht.

Die Austauschorganisation hat Lilly auf einer Messe gefunden

Der ganze Austausch läuft über die Organisation Stepin, die mich bei den Vorbereitungen meines Auslandsaufenthaltes unterstützt hat. Kennengelernt habe ich die Organisation bei einer Messe, die auf Grund von Corona online stattgefunden hatte. Ich habe mir von so ziemlich allen vorhandenen Programmkatalogen einen bestellt und als ich dann auch das Stepin-Programmheft durchblätterte war mir klar, dass es diese Organisation werden sollte.

Eure Lilly