Schüleraustausch USA: Anna Lena in Texas über Weihnachten, Thanksgiving, Essen und der Einfluss aus Mexiko

Anna Lena sieht viele Unterschiede zwischen dem Leben in den USA und zuhause. Sie hat sich aber gut eingelebt

Auf in die Welt: Schüleraustausch Traumziel USA: in Texas

Anna Lena aus Bayern verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US-Bundesstaat Texas. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen.

Alles zum Schüleraustausch nach USA gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal, die Länderseite Schüleraustausch USA, den Leitfaden im Ratgeber E-Book USA und die Anleitung im Schüleraustausch Online-Kurs.

Weihnachten wird in den USA ganz anders gefeiert

Die größten Unterschiede, die ich festgestellt habe in den letzten Wochen, sind vor allem im Bereich wie Weihnachten gefeiert wird.

Während ich in Deutschland mit meiner Familie oft auf Weihnachtsmärkten war und Plätzchen gebacken habe, standen hier die Weihnachtsmusik im Vordergrund und die Mottotage unserer Schule. Wir hatten Tage, an denen wir alle mit unseren Weihnachtsschlafanzügen in die Schule gekommen sind oder mit Weihnachtssweatshirts. In meiner Schule in Deutschland hatten wir nicht jeden Tag im Dezember einen Mottotag und es war erst ungewohnt, aber es hat am Ende sehr viel Spaß gemacht.

Das Gemeinschaftsgefühl in der High School ist sehr groß

Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass fast die ganze Schulfamilie wirklich daran teilnimmt und man so nochmal merkt eine Gemeinschaft zu sein.

Heiligabend gab es in der Gastfamilie keine große Feier

Am 24. Dezember haben wir zwar alle zusammen zu Abend gegessen, aber wir hatten kein großes Festessen, wie ich es aus Deutschland gewohnt bin, sondern haben mexikanische Tamales von Papptellern gegessen. Ansich kann man deutlich sehen, dass in den USA der 25. Dezember im Vordergrund steht und nicht der 24. Dezember.

Weihnachten findet in Texas vor allem am 25. Dezember statt

Wir haben am 25. Dezember in der Früh gefeiert, sind sehr früh aufgestanden, haben Bescherung mit der ganzen Familie gehabt und sind dann alle zusammen zum Brunchen gefahren. Hier, in den USA gibt es sogenannte Stockings, eine große Weihnachtssocke mit dem eigenen Namen, der am Kaminsims hängt und von “Santa” über Nacht mit Kleinigkeiten befüllt wird.

Außerdem habe ich zusammen mit meinen Gastgeschwistern am Abend des 24. Dezember Kekse und Milch vor den Kamin gestellt, die für “Santa” bestimmt waren.

Ich fand es zuerst etwas komisch, dass man Weihnachten am 25. Dezember und nicht am 24. Dezember feiert, aber ich finde die amerikanische Tradition meiner Gastfamilie sehr schön!

Thanksgiving wird in den USA groß gefeiert

Neben den Unterschieden in Bezug auf Weihnachten, hatte ich hier ja mein erstes Thanksgiving, was ein großer Unterschied war, weil ich in Deutschland noch nie Thanksgiving gefeiert habe, aber das war eine sehr tolle Erfahrung mit allen zu feiern!

Das Essen ist anders – vor allem mehr Fast food

Das Essen hier ist zwar ganz anders als in Deutschland, aber viele Sachen finde ich echt gut. Es gibt hier wesentlich mehr Fast-Food-Restaurants und weniger deutsche, österreichische oder italienische Küche.

Der Einfluß aus Mexiko ist stark spürbar

Hier in Texas wird auch sehr viel mexikanisch gegessen und man merkt auch den Einfluss von dem Nachbarland stark. Es gibt hier sogar einen Begriff für die Mischung aus amerikanischen und mexikanischen Mahlzeiten und Kultur: “Tex-Mex”, also Texas und Mexiko.

Ich finde es auf jeden Fall spannend, wie viele mexikanische Traditionen etc. es hier gibt und dass Spanisch hier tatsächlich auch oft in Familien oder Restaurants gesprochen wird.

Das Wetter in Texas: Temperaturen bis 40 Grad

Was ich auch besonders stark gespürt habe, ist, dass das Wetter in Texas ganz anders ist als in Deutschland. Am Anfang meines Auslandsjahr hatten wir fast jeden Tag über 40 Grad und es gab viele Hitzewarnungen.

Wir hatten im Dezember immer noch 20 Grad und man konnte immer noch mit Shorts und T-Shirts in die Schule gehen. Sogar an Weihnachten konnten wir alle kurzärmlig nach draußen gehen.

Wahrscheinlich wird es aber noch ein bisschen kälter in den nächsten Wochen. Es war eine große Umstellung anfangs, da vor allem in den Innenräumen fast immer die Klimaanlage angeschaltet war.

Anna Lena hat sich gut in den USA eingelebt

Man kann sagen, dass es definitiv ein paar größere Unterschiede gibt zwischen den USA und Deutschland, aber man hat sich nach ein paar Wochen daran gewöhnt und den Kulturschock überwunden.

Bis bald Eure Anna Lena