Schüleraustausch USA: Chantal erlebt viel in Oregon und lernt Neues über Land und Leute

Chantal verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in USA – Sie erlebt neue Sportarten und lernt typische Lebensmittel und Mahlzeiten kennen

Auf in die Welt: Schüleraustausch in den USA

Chantal aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr im Schüleraustausch an einer High School mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US Bundesstaat Oregon. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch USA Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Chantal hat viel erlebt: Hockeyspiel und der Fußball an der High School

Im März besuchten wir mit unserer Local-Koordinatorin von der US-Austauschorganisation ein Hockeyspiel der Portland Winterhawks. Das gehört einfach dazu und muss man unbedingt mal miterleben.

Mitte März startet dann endlich die neue Fußball-Saison, so dass mein Wochenplan wieder um ein paar Trainings- und Spieleinheiten länger geworden ist. Bis wir schließlich am ersten Samstag im April unser erstes Spiel gegen eines der Top Teams des letzten Jahres hatten , ein ganz schöner Druck, gerade wenn Titelverteidigung auf der Liste steht. Aber wir schlugen uns wacker. Auch die nächsten Spiele verliefen gut, sodass wir am 27. Mai im Halbfinale antreten werden.

Chantal und der Frühlingsball an der High School

Und dann war da auch noch der Frühlingsball, der nun endlich unter dem Motto “Las Vegas" stattfand. Ich machte mir also wieder Gedanken, was zu diesem Motto passen könnte und entschied mich, ich bin einfach nicht der Kleidertyp, für eine schlichte Kombination aus dunklem Hemd und schwarzer Hose, welche ich mit einer grünen Krawatte und grünen Hosenträgern aufpeppte. Dazu durfte eine coole Sonnenbrille nicht fehlen und fertig war mein perfekter Look.

Chantal macht Urlaub mit ihrer Familie in der Natur von Oregon

In der Woche vor Ostern hatte ich Ferien und meine Gastfamilie hat mich in ihren traditionellen Urlaub nach Bend mitgenommen.

Bend liegt ebenfalls im Bundesstaat Oregon und ist eine ziemlich abwechslungsreiche Gegend, die sehr viele verschiedene Facetten zu bieten hat. Bend wird u.a. als das Outdoor-Paradies in Oregon bezeichnet. Jahrmillionen alte vulkanische Lavaströme, den Deschutes River, die ganzjährig schneebedeckten Berggipfel und den Smith Rock, dazu imposante Wasserfälle und alpine Seen, das alles und noch mehr kann man hier bestaunen. Dem Fluss und seinem kurvigen Verlauf soll der Ort seinen Namen verdanken.

Die lokalen Craftbeer-Brauereien, Bierfeste und die blühende Kaffee-Szene sind zwar für Austauschschüler eher weniger interessant, aber sie gehören ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hier kann man also sehr lange Touren in die Berge unternehmen und dort klettern, oder wenn man wie ich dazu so gar keine Lust hat, einfach die tolle Aussicht von oben über das Tal und den genießen. So verbrachten wir hier ein paar schöne gemeinsame Urlaubstage, wanderten ziemlich viel, sahen Lavagestein, den Smith Rock und statteten einer Alpakafarm einen Besuch ab. Und dann war auch schon Ostern und der Urlaub wieder vorbei.

Chantal hat in den USA neue Lebensmittel und Mahlzeiten schätzen gelernt

Eine Sache, in der ich mich verändert habe, seit ich hier bin, ist wahrscheinlich mein Essverhalten. Auch wenn meine Gastmutter fast fanatisch darauf achtet, dass wir mit jeder Mahlzeit entweder Obst oder Gemüse essen, ist das Essen doch anders.

Ich habe viele Gerichte kennen und lieben gelernt, von deren Existenz ich vor meiner Ankunft nichts wusste. Eines dieser Gerichte ist zum Beispiel Yum Bowl, eine Reis-Bohnen-Bowl, die wir mit Tomaten, Avocado, Käse und "Yum-Sauce" toppen, doch es gibt viele Varianten. Ich werde dieses Gericht sehr vermissen, da das Cafe, welches die Sauce herstellt, ein locales ist und die meisten Rezepte aus dem Internet einfach nicht ans Original rankommen.

Chantal hat im Schüleraustausch in den USA an Selbstbewusstsein gewonnen

Auch mein Selbstbewusstsein ist in der Zeit hier gestiegen. Dadurch dass mich niemand hier kannte, konnte ich meinem Stil viel mehr Freiraum geben, da ich das Gefühl hatte, niemand würde mich beurteilen. Die meisten finden es sogar sehr cool, was mich schon erleichtert und ermutigt hat.

Aloha und liebe Grüße aus Portland

Eure Chantal