Schüleraustausch USA: Die High School-Fächer, der Schultag, Schulsport und das Leben in South Dakota

Talea verbringt ihr Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium in den USA – Die High School Fächer, der Tagesablauf, der Sport und viel Patriotismus

Auf in die Welt Schüleraustausch mit Stipendium in den USA

Auf in die Welt Schüleraustausch mit Stipendium in den USA

Talea aus Bayern verbringt das Auslandsjahr mit einem Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie lebt bei einer Gastfamilie im Bundesstaat South Dakota im Mittleren Westen der USA. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in Irland kann man im Schüleraustausch Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 10-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Der erste Tag an der High School war für Talea anstrengend und spannend

Am Tag nach meiner Ankunft sahen wir das erste Mal unsere Schule, wählten unsere Fächer für den Schulanfang einen Tag später und lernten das ganze Volleyball-Team kennen. Am ersten Schultag nahmen wir den allseits bekannten gelben Schulbus. Nach einem aufregenden Tag voller neuer Gesichter und jeder Menge Spaß in unserem ersten Volleyballtraining kamen wir total erschöpft nach Hause.

In South Dakota fahren schon 16jährige selbst mit dem Auto

Schon am ersten Tag wurde uns von einem Mädchen, die nicht weit von uns wohnt, angeboten uns mit nach Hause zu nehmen. Ich muss gestehen ein wenig unwohl habe ich mich schon gefühlt, von einer 16-jährigen nach Hause gefahren zu werden. South Dakota ist außerdem einer von fünf US- Staaten, in denen man seinen Führerschein schon mit 14 machen kann. Da alles hier aus geraden, breiten Straßen mit wenig Verkehr besteht gibt es nicht so viele Unfälle, aber viele Teenager sind am Handy, während sie fahren, was ich schon etwas befremdlich finde. 

Die Fächer an der High School in Huron in South Dakota

Die High School in Amerika besteht aus den Klassen 9 bis 12 und hat ein Kurssystem, das jahrgangsstufenübergreifend ist, weswegen ich Unterricht mit Freshmen (Neuntklässlern) bis zu Seniors (Zwölftklässlern) habe.

Eine Schulstunde dauert ca. 50 Minuten und mein Tag beginnt um 8.15 Uhr mit Spanisch und endet um 15.35 Uhr mit American Literature. Ich habe jeden Tag dieselben 8 Fächer für das ganze Jahr und abgesehen von den 2 schon genannten sind da noch

  • Career Exploration, da lernen wir über die Arbeitswelt, wie man Bewerbungen schreibt und Bewerbungsgespräche führt
  • Introduction to Business, was ziemlich vergleichbar zu Wirtschaft ist
  • Environmental Science, das fasst Geographie, Ozeanographie, Geologie, Meteorologie und Astrologie zusammen
  • Algebra, also einfach Mathematik
  • American History, also amerikanische Geschichte und
  • Literary Circle wo wir Bücher lesen und diskutieren.

Außerdem hängt in jedem Klassenzimmer die amerikanische Flagge und wir stehen jeden Morgen auf, legen die Hand aufs Herz und sprechen die “Pledge of Allegiance” mit dem Blick auf die Flagge.

Die amerikanische Flagge ist in den USA allgegenwärtig

Die “Pledge of Allegiance” ist ein in den Vereinigten Staaten übliches Treuegelöbnis gegenüber der Nation und der Flagge Amerikas. Aber nicht nur in den Klassenzimmern findet man die allseits bekannte Fahne, auch im Rest der Schule hängt sie überall - je größer desto besser.

Viele Amerikaner dekorieren ihre Häuser auch mit den Farben Blau, Rot und Weiß, sei es als Flagge oder jegliche andere Dekoration, an die man nur denken kann. Etwas Besonderes an unserer Schule ist, dass wir das ganze Jahr über freitags keine Schule haben. Deswegen hat die Schule auch schon in der dritten Augustwoche angefangen und endet trotzdem, wie alle anderen Schulen hier auch, Ende Mai.

Football ist an der High School ein Event

Unsere Schule hat jeden Freitag ein Footballspiel und mit vier anderen Mädchen vom Volleyball fuhren wir zwei Stunden zum ersten Spiel der Saison, das sogar in einem College Stadium stattfand. Wir hatten viel Spaß, besonders auf den Fahrten, die voller Musik, Singen, Lachen und Eiskaffee waren.

Eure Talea